(B) Kapitel 4 - Bidjan und Elaina - Teil 2

Außerhalb der Stadt unterwegs
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Cassiopeia
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von Cassiopeia »

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Elaina
13. Oktober 712
Abend
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Elaina lehnte sich leise seufzend an Bidjan.
"Wo sind wir da nur hinein geraten", murmelte sie leise und legte ihre Hand in seine. "Ich möchte am liebsten mit dir ganz weit weg gehen, irgendwohin, wo wir einfach in Frieden leben können. Aber ich weiß, dass es uns auch dort einholen wird. Wenn ich schon die Wahl habe, die Magie ganz zu bekämpfen oder eine Hetze auf die noch lebenden Fen zu erleben, dann entsage ich lieber der Magie und kann dafür mit dir alt werden." Der Gedanke, dass Bidjan sterben musste weil er ein Fen war und somit einen gewissen Bund zu den Göttern darstellte, war ungeheuer schmerzlich.
Es musste einfach andere Wege geben und sie würden sie finden.
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LaBerg
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von LaBerg »

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Bidjan
13. Oktober 712
Abend
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"Diesen Ort zu dem wir fliehen könnten um uns zu verstecken. Den gibt es leider nicht. Sonst wäre dies auch meine erste Wahl", seufzte Bidjan leise und kuschelte sich etwas näher an Elaina ran.
"Wenn ich mit dir zusammen sein darf und mit dir alt werden darf, dann verzichte ich liebendgerne auf meine Magie. Wir würden etwas finden wovon wir unser Leben bestreiten könnten. Und ich denke auch all die Menschen, die jetzt als Hüter die Bannstätten schützen, würden etwas finden, wovon sie leben können. Für die Menschen deren Magie noch nicht entdeckt wurde, würde es keinen Unterschied machen, da sie noch nichts von ihrer Magie wissen."
Für die meisten Fens wäre der Verlust der Magie und ihrer Unsterblichkeit sicher ein großer Schlag und sie würden dagegen rebellieren. Aber gab es vielleicht auch bei den Menschen inzwischen welche, die ihre Magie so liebgewonnen hatten, dass sie diese nicht aufgeben wollten. Hatte Elaina mit ihrer Befürchtung, dass es ein Krieg sehr vieler Parteien würde vielleicht recht.
"Meinst du es gibt unter den Hütern, die keine Fen sind, welche die ihre Magie so lieb gewonnen haben, dass sie nicht bereit wären sie für dauerhaften Frieden aufzugeben?"
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von Cassiopeia »

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Elaina
13. Oktober 712
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Elaina nickte vorsichtig.
"Davon bin ich überzeugt. Sieh dir Salim an, seine Kampfmagie macht ihn unglaublich stark. Ebenso Thaolan. Bei Inaya bin ich mir sicher, wie sehr sie ihre Magie lieb gewonnen hat... aber denke nur an Evona, die die Zeit beeinflussen konnte und so um ein vielfaches schneller war als ihre Gegner. Oder Nydia, die Gestaltwandlerin... die Magie ist so unglaublich vielseitig und diese Menschen haben durch sie ihre ganz neue und eigene Persönlichkeit gewonnen. Ich weiß nicht ob es gut wäre, ihnen das zu entziehen. Es macht jeden von uns zu etwas Besonderem und das verleiht einem Stärke, die es ohne die Magie nicht gäbe."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von LaBerg »

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Bidjan
13. Oktober 712
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"Ja zu etwas besonderem und einzigartigen macht uns die Magie. Da hast du recht. Sie eröffnet Möglichkeiten, die wir sonst nicht hätten", stimmte Bidjan leise und nachdenklich Elaina zu.
"Ich frage mich was diesen Menschen wichtiger wäre eine gesicherte friedliche Zukunft ohne Götter oder ihre Magie?" Es war eine Frage auf die wohl nur jeder für sich persönlich eine Antwort finden konnte. Bidjan würde sich für die gesicherte friedliche Zukunft entscheiden. Vorallem wenn er sie mit Elaina verbringen durfte.
"Das Problem ist die Kriege, der damit verbundene Tod und das Leid, welches die Götter über die Menschen brachten ist über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Ich bin mir nicht sicher, aber wenn du meinst, dass die Menschen ihre Magie so lieb gewonnen haben, dass sie diese nicht aufgeben wollen, dann stelle ich mir die Frage, ob sie sich nicht sogar mit den Fens verbünden würden und für die Befreiung der Götter kämpfen? Der Lohn die Unsterblichkeit zu erhalten, mag für den ein oder anderen sicher verlockend klingen."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von Cassiopeia »

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Elaina
13. Oktober 712
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Elaina nickte. "Ebendas fürchte ich auch. Einige sind es sicher leid, in ihrer Magie an einen gewissen Umkreis gebunden zu sein. Sie wollen frei sein wie Fen. Außerdem strebt der Mensch seit Anfang der Zeit nach der Unsterblichkeit. Die Endlichkeit des Lebens macht vielen enorme Angst. Die Götter schufen sich bereits damals ihre Diener, der Lohn war die Unsterblichkeit und uneingeschränkte Magie, die ihr erhieltet. Die Sterblichen, die nun Hüter sind, kennen die Fen und was ihnen zuteil wurde. Ich gehöre zwar nicht dazu, aber es fehlt nicht viel sich vorzustellen, dass einige Neid empfinden und der Gedanke sie erfüllt, ihren Gott zu befreien, um endlich auf eine Stufe mit den Fen zu gelangen. Wenn sich nun die Möglichkeit der Befreiung bietet, werden sicher auch einige sterbliche Hüter die Bemühungen unterstützen."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Bidjan
13. Oktober 712
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Bidjan seufzte. Wenn Elaina recht hatte und wirklich einige Menschen dieses Ziel verfolgten, dann ging die Gefahr definitiv nicht nur von den Fen aus, sondern auch von den sterblichen Hütern. Außerdem war durch die Befreiung von Chairo bei etlichen Menschen ein magisches Talent gewackt worden, was davor nicht sichtbar war. Manchen von ihnen wurden sicher bewusst nicht in den Dienst als Hüter gerufen, weil ihr erster Eindruck deutlich machte, dass sie diese Aufgabe nicht verantwortungsvoll übernehmen würden.
"Soweit ich weiß wird bei der Auswahl von neuen Hütern nicht nur auf das magische Talent, sondern auch auf den Charakter geachtet. Natürlich kann jeder einem fremden seinen wahren Charakter recht leicht verbergen. Wenn es in den Reihen der Hüter wirklich solche sterblichen Verräter gibt, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis alle fünf Götter wieder befreit sind... Ich finde den Gedanken erschreckend, dass die Menschen bereit sind für etwas zu kämpfen von dem sie nicht wissen, was es wirklich bedeutet. Die Fen wissen worauf sie sich einlassen und ich denke vielen kann man es nicht Übel nehmen, dass sie sich die alte Zeit zurückwünschen. Und ja wahrscheinlich glauben ihnen einige der Menschen, wie 'golden' die Zeiten doch damals waren."
Der Gedanken, dass auch ein Teil der sterblichen Menschen die Befreiung der Götter wollte, machte die Situation noch schwieriger als sie sowieso schon war.
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Elaina
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Elaina nickte zögernd. "Ich denke, für viele ist es ein zwiespältiges Verhältnis zu den Göttern, egal ob Fen oder Mensch. Die Götter geben Macht, viel Macht. Sie ermöglichen ein völlig neues Leben in jeder Hinsicht. Das Bewusstsein, dass hinter dieser Macht vor allem Gier steckt, bremst die bedingungslose Hingabe ein wenig. Dennoch gewinnt bei einigen die Neugier die Oberhand und der Wunsch, mehr von dieser Macht zu kosten. Weil auch sie gierig sind und machthungrig. Darin sind such Menschen von damals, als die Götter sie zu sich riefen, und heute, gleich."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Bidjan
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Bidjan nickte leicht. "Ja, die Macht, die die Götter zur Verfügung haben und von der sie einen Teil ihren Fen geschenkt haben, ist wirklich sehr verführerisch. Ich bin ihr ja einst selbst zum Opfer gefallen..."
Bidjan seufzte leicht und hielt einen Moment inne.
"Für die einen ist diese Macht die Erfüllung. Andere, wie ich selbst, kommen zur Erkenntnis, dass diese Macht nicht die Erfüllung ist und dass sie zu viele Schattenseiten hat..." Bidjan dachte über ihre Ausgangsfrage nach. Vielleicht gab es wirklich Menschen, denen die Macht, die sie von den gebannten Göttern erhielten genug war? Die gebannten Götter hatten schließlich durchaus ihren Vorteil. Aber würden diese Menschen den aktuellen Zustand wirklich mit allen Mitteln halten wollen? Sie konnten schließlich mehr Macht erhalten.
"Vielleicht hast du recht und ein paar der Menschen haben den aktuellen Zustand mit den gebannten Göttern und der damit beschränkten Macht als ihr Ideal gefunden... Eines ist sicher der Zustand mit ein paar gebannten Göttern und einigen freien ist nicht stabil. Und Momentan wissen wir weder wie genau man einen Gott bannt noch hätten wir die Möglichkeit einen Gott zu töten..."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Elaina
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Elaina seufzte leise. "So eine Situation gab es noch nie. Damals waren die Götter frei und versprachen ihrem Fußvolk Macht. Einige versuchten, sie zu nutzen und wiederum einige derer wurden belohnt. Dann begannen die Menschen, sich zu wehren - vermutlich mit der Hilfe einiger Fen - und die Götter wurden in Jahrhunderte langen Kämpfen gebannt. So war es seither, die Kraft der Götter war gebrochen, aber noch soweit existent, dass in ihrem Umfeld neue Magie geboren werden konnte. Aber jetzt... kippt es wieder und es scheint zahllose Seiten des drohenden Krieges zu geben. Die Götter, die ihre Rache wollen für die Bannung und den Verrat. Die Fen, die treu ihren Göttern sind, deren Befreiung wollen und zugleich die Gegner bekämpfen. Die sterblichen Hüter, die durch ihre Magie zu neuer Stärke gefunden haben und einer Befreiung des Gottes durchaus sympathisch gegenüber stehen. Und die Hüter und Fen wie dich und mich, die all das irgendwie verhindern wollen. Wenn ich mir das so ansehe - wie sollen wir da jemals eine Chance haben? Damit steht es drei zu eins, mindestens. Und an dieser einen Gruppe hängt es ab, ob die Völker erneut zum Spielball der Götter werden oder nicht. Das ist doch Wahnsinn!"
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Bidjan
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So nüchtern betrachtete war es wirklich erschreckend, was sich da gerade in der Welt anbahnte. Und wenn man es genau betrachtete waren sie in der absoulten Minderheit. Selbst auf die Menschen die momentan keine erweckte Magie hatte konnte man nicht hundertprozentig zählen. Würde ihre Magie erweckt, so war nicht sicher, dass sie nicht ihre neu gewonnene Macht lieb gewinnen würden.
"Normalerweise würde ich sagen, wir sollten die normale Bevölkerung, die nichts von Magie weiß auf unsere Seite bringen. Aber einige tragen die Anlagen für Magie in sich. Durch die befreiten Götter oder wenn man sie Magie lehrt, wäre es ungewiss für welche Seite sie sich entscheiden. Sie könnten die neu gewonnene Macht auch lieb gewinnen. Das Menschen, die wirklich keinerlei Anlagen für Magie haben, würden sich sicher uns anschließen. Das sind sicher sehr viele. Aber wieviele Soldaten braucht es um einen Magier zu besiegen? Du kannst mit deinem Feuer ganze Armeen auslöschen. Trotzdem glaube ich, dass wir die vielen Menschen ohne Magie für uns gewinnen müssen. In Kombination mit einzelnen Magiern, sind sie durchaus ein erstzunehmender Gegner durch ihre blose Anzahl."
Bidjan dachte an die Söldner, die sich freiwillig meldeten für Geld in Schlacht zu ziehen. "Damals wie heute gibt es Menschen, die für Geld in die Schlacht ziehen. So wie es die menschlichen Herrscher tun, taten es auch die Götter bzw. ihre Diener, sie heuerten Söldnertruppen an, die unter der Führung der Fen in die Schlacht zogen. Wir müssen dafür sorgen, dass ein jeder der mit einer Waffe umgehen kann und keine Magie erlernen kann auf unserer Seite ist. Sonst haben wir in dem Krieg der uns bevorsteht keine Chance."
Viele Grüße
LaBerg
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