Die Schwarze Festung

Die Geschichte
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Cassiopeia
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von Cassiopeia »

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Sheon
Schwarze Festung
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Sheon runzelte ein wenig die Stirn.
"Er ist für den Fürsten wahrscheinlich wegen seiner Fähigkeiten sehr interessant und von dem, was ich bisher weiß, ist Oftar der einzige Gestaltwandler hier. Aber ob er auch eigene Ziele verfolgt oder vollkommen Haakans Spielpuppe ist vermag ich nicht zu sagen", musste er zugeben.
Er schüttelte leicht den Kopf. "Sobald die Gebiete im Süden gesichert sind, werden die Rudel sich zertreuen. Sie erkannten mich als führenden Alpha an, weil es eben einen braucht, der mit Haakan verhandelt und ich uns alle zusammen brachte, aber sobald die südlichen Territorien unserer Geburtsstätten wieder uns gehören, verliere ich diese Funktion und sosehr Werwölfe der Stärke anderer folgen, so sehr sind sie auf ihre Unabhängigkeit von anderen bedacht. Von allein würden sie Haakan keine Loyalität schwören. Wenn es das ist, was er plant, wird er die Wölfe mit Sicherheit verlieren."
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silverbullet
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von silverbullet »

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Monra
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"Er scheint ein Einzelgänger zu sein", überlegte Monra, "selbst wenn es noch andere Gestaltwandler hier oder überhaupt in Anduir gibt, werden wir sie wohl nicht erkennen."
Sie goss ihnen beiden etwas Wasser ein, der Tag war staubig und drückend heiß.
"Irgend etwas bereitet mir Sorge, nach Oftars Geist zu tasten", gestand sie, "wenn sich dein Geist schon so derart verändert, wenn du die Gestalt änderst, wie wird das erst bei jemandem sein, der anscheinend gar keine feste Gestalt besitzt?"
Sie überlegte kurz, dann fügte sie hinzu: "Außerdem habe ich das Gefühl, dass er und der Fürst sich bereits kennen. Oder kam dir sein unbekümmertes Selbstbewusstsein nicht auch seltsam vor? Selbst ein Gestaltwandler wird wohl nie so schnell sein, einem Hexer entwischen zu können, wenn dieser beschließt, ihn für irgend etwas, ein falsches Wort, einen falschen Blick, bestrafen zu wollen. Ich habe von ihm nicht einmal ansatzweise etwas wie Ehrfurcht vor dem Fürsten gespürt."
Zuletzt geändert von silverbullet am Mo 1. Aug 2022, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Cassiopeia
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von Cassiopeia »

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Sheon
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"Die Verwandlung zum Mädchen hätte mancher auch als respektlos empfunden", erwiderte Sheon zustimmend, "doch Haakan zeigte keinerlei Unwillen darüber - die Rote Fürstin schon. Mh. Er ist entweder sehr, sehr unbedacht oder die beiden kennen sich tatsächlich. Ich habe Hemmungen in Haakans Gegenwart falsch zu blinzeln, doch Oftar tritt ihm als Mädchen gegenüber und macht sich zugleich als schneller Vogel zum Auskundschaften unabdingbar. Ich denke, er weiß sehr genau, was er tut. Er spielt mit seinen Facetten und er weiß, dass er einzigartig ist und Haakan ihn braucht. Nur darum kann er sich das erlauben." Zumindest hoffte Sheon das irgendwie. Denn wenn die Alternative war, dass die beiden einander kannten und gemeinsam ihn und Monra ausspielten, gefiel ihm das weitaus weniger.
"Ich denke, wir tun gut daran, ihn nicht zu unterschätzen. Behalten wir im Auge, was er sich Haakan gegenüber erlaubt und wie der Fürst darauf reagiert. Und geben ihm keinen Grund, uns als entbehrlicher anzusehen als Oftar." Dann hätten sie bereits verloren.
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von silverbullet »

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Monra
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Monra hob eine Augenbraue an. "Das ist dir also auch aufgefallen?", fragte sie, "ich vermute nämlich auch, dass der Fürst und Oftar sich schon länger kennen. Aber ich wagte es nicht, ihn zu erkunden, seit ich seine erste Verwandlung gesehen habe. Nun noch weniger, weil ich nicht weiß, ob und wie er in Verbindung mit dem Fürsten steht."
Sie lehnte sich etwas zurück. "Ja... beobachten und abwarten. Und beweisen, dass wir auch wichtig sind. Ohne zu viel preis zu geben. Nicht die Art der Dunklen und erst recht nicht, dass die Rudel sich so schnell wie möglich absetzen wollen. Wozu ich euch inzwischen wirklich rate, je mehr ich darüber nachdenke."
Sie überlegte, ob sie vom Rat erbitten konnte, die Rudel zu schützen, aber das wäre wohl noch zu verfrüht.
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Cassiopeia
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von Cassiopeia »

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Sheon
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Sheon schüttelte entschieden den Kopf.
"Das wäre zu gefährlich, das denke ich auch. Wenn du sagst bei mir war es schon schwierig - und ich wechsle nur in eine Gestalt, die von grundauf mit mir verschmolzen ist - dann klingt es selbst für mich sehr riskant, es bei Oftar zu versuchen, der, wie du ja bereits sagtest, womöglich gar keine feste Gestalt mehr hat oder sich ihrer nicht erinnert", stimmte er Monras Überlegungen zu.
"Das Absetzen ist mein Ziel, auch wenn es enorm schwer wird. Ich - und auch du, nehme ich an - folge Haakan nicht ohne Grund. Er weiß das. Und er hat beim Essen einen Vorgeschmack seiner Fähigkeiten der Manipulation gezeigt. Eine, wie ich schätze, winzige Kostprobe, die nahezu jeden einzelnen Schalter meiner Instinkte bediente. Ich verstehe das durchaus als Warnung. Was bedeutet, ich muss noch vorsichtiger sein, seine Manipulationsversuche zu unterwandern, wenn ich meine Rudel lebend aus seinem Einfluss bringen will, sobald wir unseren Part erfüllt haben."
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von silverbullet »

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"Wenn er sich an seine eigene Gestalt nicht mehr erinnern kann, könnte ich die womöglich herausfinden. Wenn er es wissen wollte und zulassen würde", überlegte Monra und trank einen Schluck Wasser, "aber ich traue ihm nicht und selbst wenn er mich darum bitten würde... nun, ich bin keine gute Fee. Alles hat seinen Preis."
Sie sah Sheon an und meinte lapidar: "Dass ich deine wilde Natur erfahren durfte, war dein Preis - wie du wohl gemerkt hast, hat es mich sehr erfreut, deinen Geist zu erkunden. Was Oftar angeht... nun, im Moment kann ich mir nichts vorstellen, was er mir bieten könnte, außer Kopfschmerzen und ein ungutes Gefühl."
Sie lächelte und dieses Mal nicht amüsiert. "Natürlich verfolgt jeder von uns sein eigenes Ziel, das Fürst Haakan zu folgen gerade attraktiv macht. Die Art, wie er seine Festung organisiert hat, wie klar und kompromisslos er mit seinen Untergeben umgeht, all das hat mich am ehesten beeindruckt. Die Dunklen folgen ihm, weil wir uns neben Rache an den Nachkommen derjenigen, die uns damals vertrieben haben, auch neue Märkte erhoffen. Wie ich schon sagte, die meisten von uns sind Händler und... es gibt auch einen guten Markt für menschliche Sklaven in den Nordgebieten. Sollte der Hexer allerdings vorhaben, uns auch zu seinen Sklaven zu machen, werden wir ihm nicht nur die Zusammenarbeit kündigen. Um es mal so auszudrücken. Er ist schlau und kann sich das wahrscheinlich denken, aber nicht, wie wir uns zur Wehr setzen können und würden."
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von Cassiopeia »

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"Oftar gibt dir dieses ungute Gefühl schon jetzt, ohne, dass du nach dem Preis gefragt hast", erinnerte Sheon sie und schüttelte leicht den Kopf.
"Lass es lieber. Wir behalten ihn im Auge, auch er wird seine Gründe haben, dem Fürsten zu folgen, wie wir alle. Als Einzelgänger wird er diese Gründe mit niemandem geteilt haben, also müssen wir um so wachsamer sein. Wenn wir uns auf einander verlassen können, stärken wir uns gegenseitig."
Das Prinzip der Stärke einer Gruppe, eines Kollektivs, einer Einheit schien ein verbindendes Element zwischen ihm und Monra zu sein.
Er hob eine Augenbraue. "Nun, ich gehe nicht davon aus, dass er seine Bediensteten bezahlt", sagte er halb amüsiert und kurz blitzten seine Zähne auf. "Aber auch wir lassen uns nicht versklaven, sollte er auf den Gedanken kommen. Aber ich bin mir sicher, er wird den Südmenschen keinerlei Freiheit zugestehen und mit den ersten von ihnen wird er gutes Geld machen, bis das Angebot zu groß wird." Er zuckte etwas mit den Schultern. Er war kein Mensch, niemand würde sich einen Werwolf als Sklaven halten, der viel zu unberechenbar war. Da war nichts, was ihn betraf. Werwölfe hielten sich keine Sklaven und den Völkern des Südens geschah es recht.
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von silverbullet »

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"Das klingt vernünftig", stimmte Monra dem Werwolf zu, "wobei ich wohl zunächst in der besseren Position bin, um ihn im Auge zu behalten. Was dann ist, wenn die eigentlichen Kämpfe stattfinden, werden wir sehen."
Sie nickte und lächelte grimmig. "Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist die Fürstin allein schon nicht besonders nachsichtig mit ihren... unbezahlten Bediensteten. Und sie gilt ja im Allgemeinen noch als umgänglicher, wenn man das überhaupt so ausdrücken kann. Sie regieren beide mit ähnlich harter Hand. Da stellt sich mir aber auch die Frage, warum sie vorhin so... nett zu uns waren. Die Delikatessen, die uns angeboten wurden, waren eindeutig zu dem Zweck serviert worden, dass wir uns wohlfühlen und unsere Vorsicht fallen lassen sollten. Sie brauchen uns, aber was dann? Was, wenn wir unseren Zweck für sie erfüllt haben und es uns nicht gelingt, ihnen deutlich zu machen, dass sie uns weiterhin benötigen? Welche Pläne hat das Fürstenpaar genau mit den Südländern?"
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Re: Die Schwarze Festung

Beitrag von Cassiopeia »

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"Wolltest du deshalb, dass ich die Kommandantin im Auge behalte? Ein kleiner Komplott unter uns, der niemanden sonst einweiht?", sprach er seine Vermutung laut aus. Sie wollte Oftar im Auge behalten, er spionierte die Kommandantin aus und sie beide schmeichelten sich bei Fürst Haakan und seiner Fürstin ein. Das konnte ein ziemlich unsicherer Tanz werden.
"Sie wollten ohne Zweifel mehr über uns erfahren", stimmte er ihren Spekulationen bezüglich des seltsamen Essens beim Fürstenpaar zu. "Mit einer Geste, die wohl niemand wirklich erwartet hat und die noch dazu perfekt inszeniert war, für jeden einzelnen von uns. Ich bin mir sicher sie konnten in uns lesen wie in offenen Büchern. Und wir haben es angenommen. Wir haben Platzgenommen, ihr Essen gegessen, unsere Positionen geklärt. Ohne, dass sie das Geringste von sich preis gaben. Oder, was sie mit den Südländern vorhaben. Die Könige des Südens müssen sterben, soviel ist gewiss. Aber diese Könige regieren vier Länder, vier Völker. Diese Völker folgen ihren Königen, sicher keiner Invasion aus dem Norden. Haakan hätte keinen Triumph, wenn er jeden umbringen lässt, der im Süden lebt. Aus meiner Position heraus würde ich sagen, er will Unterwerfung, doch ich bin mir nicht sicher, ob das ausreichend für den Fürsten ist."
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Re: Die Schwarze Festung

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"Exakt", bestätigte Monra den Schluss, den Sheon gezogen hatte, "wir Dunklen wissen, warum wir in den Süden wollen und was wir dort wollen. Ihr Werwölfe wisst, was ihr wollt und bis wohin ihr folgen werdet. Aber was will der Gestaltwandler und warum unterstützt er ein Unternehmen, das ihm nicht mehr Nutzen bringen kann, als er jetzt schon durch seine Fähigkeiten besitzt? Oftar wäre es doch ein leichtes, jederzeit in den Süden zu kommen und sich dort niederzulassen. Er könnte als Vogel oder sogar als Fliege die Grenze überqueren und niemand würde ihn aufhalten. Also: warum unterstützt er das Fürstenpaar? Und was wollen diese ganz genau?"
Sie strich den Rock ihres Kleides glatt und rümpfte kurz die Nase. "Niemand kann doch so von Machtgier zerfressen sein, dass er oder sie einfach nur alle unterwerfen und angebetet werden will. Es sei denn, dass da noch etwas anderes dahinter steckt. Besitzen die Südländer etwas, das sie haben wollen? Oder haben müssen? Eine besondere Form der Magie? Geheimes Wissen? Es muss etwas ungemein Wichtiges sein, sonst würden sie doch nicht so einen riskanten Feldzug planen. Bei dem sie auch noch auf die Hilfe anderer angewiesen sind und dass diese Hilfe nicht umsonst ist, ist ihnen wohl bewusst. Sie können uns nicht alle anschließend umbringen, oder? Also müssen sie etwas von ihren Gewinnen teilen, ob es nun Land, Jagdgründe oder Sklaven sind. Also... was kann so wertvoll sein, dass sie bereit sind, uns anschließend auszuzahlen... mehr oder weniger."
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