Im Labor des Dr. Feld

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Erzähler
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Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Erzähler »

Im flackernden Licht der Neonröhre war ein kalter, fensterloser Betonraum zu erkennen – Boden, Wände, Decke, alles war grau. An einer Seite gab es eine, natürlich ebenfalls grau gestrichene, Metalltür, sie war der einzige Zugang. Über ihr hing eine Überwachungskamera, die den Raum filmte. In einer Ecke des Raumes standen zwei große Metallschränke mit verriegelbarer Tür [Charaktere, die mit Laboratorien zu tun haben, erkennen einen Chemikalienschrank und einen Wärmeschrank]. An einer anderen Wand befanden sich mehrere normale Schränke und eine Arbeitsplatte, wie man sie auch in einer Küche vorfinden würde. Die dritte Wand war zugestellt mit kleinen Drahtkäfigen, wie man sie aus der Massentierhaltung kennt. Jeder hatte eine verschlossene Tür und ein kleines, halbvolles Wasserschälchen aus weißem Plastik, und in jedem saß oder lag eine Katze. Es waren insgesamt 12 Käfige und die Katzen hatten es sehr unbequem, da sie auf dem Bodengitter stehen mussten. Verrichtete ein Tier seine Notdurft, so fiel oder tropfte es nach unten durch bis auf den Boden, wo Sand gestreut war. Daneben stand ein großer schwarzer Plastikeimer mit Besen und Schaufel. Die vierte Wand, die mit der Tür, verfügte über einige Regale, auf denen Kisten, Boxen und Koffer aus Plastik oder Metall verstaut waren.
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Odin
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Odin »

Laetitia

Veronika wachte so langsam auf. Sie hatte Kopfschmerzen und hob die Hand zu ihrem Kopf, wobei sie ihre Augen geschlossen hielt.

"Oh, verdammt", dachte sie. "So viel habe ich doch gar nicht getrunken."

Plötzlich spürte sie zwei spitze Ohren und sie riss die Augen auf. Da sie direkt auf die Neonröhre blickte, kniff sie sie wieder zusammen.

"Au, verdammt, ist das hell."

Sie hielt die Hand vor das Licht und öffnete vorsichtig ein Auge. Sie war verblüfft, als sie die Umrisse ihrer Hand, oder besser gesagt, der Pfote sah.

"Was ist passiert?", fragte sie laut, wobei sie den Blick gar nicht von der Pfote nehmen konnte.
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.
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Spikor
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Spikor »

Paulchen

Michael Weck erwachte langsam, nicht wie aus einem Schlaf, sondern eher wie aus einer Ohnmacht, aber das wusste er nicht, weil er noch nie im Leben ohnmächtig gewesen war. Das Licht erschien grell und kalt, er blinzelte. Irgendwie fühlte er sich komisch. Der Untergrund, auf dem er lag, drückte gegen seine Hände und Füße. Er lag auch irgendwie ungemütlich. Warum wohl? Allmählich erwachten seine Sinne zum Leben und er merkte, dass es nach anderen Leuten roch. Und er merkte außerdem noch, dass er auf seinem Schwanz lag.

Moment - auf seinem Schwanz? Er erhob sich ein bisschen und zog den Schwanz unter dem Körper hervor, um ihn sich vor die Nase zu halten. Ein langer Schwanz mit geschecktem Fell dran! Michael blichte an sich herunter und sah 2 Pfoten mit weißem Fell. Er schaute sich um und realisierte, dass er in einem winzigen Käfig saß, viel zu klein für einen übergwichtigen Mann. In den anderen Käfigen waren Katzen. Er schaute auf seine Füße - Katzenpfoten! Er schaute auf seinen Bauch - Fell überall! Er schielte auf seine Nasenspitze - eine Katzennase mit Schnurrhaaren! Er schrie! Das konnte doch nicht wahrs ein. Das war ein Alptraum, und er würde ganz sicher aufwachen, wenn er nur laut genug schrie! [das Schreien kommt natürlich als lautes, klägliches Miauen raus...]
Oben auf dem Kopf sind zwei spitze Ohren angebracht.
Damit hört sie weg, wenn man sie ruft.
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Siphiria

Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Siphiria »

Luna

Luna fühlte sich, als hätte sie die letzten drei Nächte durchgehend gefeiert und viel zu viel getrunken. Ihr Schädel brummte, wie ein Korb voller Bienen, ihr ganzer Körper schmerzte und ihr Magen krampfte sich immer wieder heftig zusammem. Dabei konnte die Studentin allerdings nicht unterscheiden, ob es sich dabei um Hunger oder eine Verstimmung handelte. Langsam öffnete Luna die Augen, ihre Lider flakerten, das Licht, welches von der Decke strahlte war grell und kalt. Es dauerte einige Zeit bis sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten, erst jetzt viel ihr der penetrante Gestank nach Exkrementen auf, der in der Luft lag und sie rümpfte angewiedert die Nase.
Wie ekelhaft, wo bin ich denn hier gelandet
Vorsichtig sah sich Luna in dem Raum um, überall waren leere kahle Betonwänden dann entdeckte sie neben sich eine lange Reihe von Käfigen. In den Käfigen saßen Katzen, verschiedener Größe, Alters und Fellfarbe.
Wo zum Kukuk-, der Gedanken brach ab, als Lunas Blick auf die Gitterstäbe direkt vor ihr fielen. Erschrocken wich sie einige Schritte zurück und knallte mit ihrem Hintern direkt an die nächsten Eisenstangen.
Was zum Teufel? Kuna sah an sich herunter, Fell überall Fell!!!
Hektisch begann sie sich abzutasten, egal wo sie hingriff sie konnte nur Fell ertasten. Langsam panisch werdend tastete sie nach ihrem Kopf, da waren aber nicht ihre dunklen Locken, sondern spitze Ohren mit Pinseln.
Das kann nicht sein! Du träumst nur, Luna, das ist ein ganz fieser Traum!
Sich panisch um sich selbst drehend, entdeckte Luna letzendich auch den Schwanz, der nun mal zu den meisten Katzen dazu gehörte.
Das kann nicht sein! Luna brach innerlich in Tränen aus, schrumpfte in sich zusammen und kauerte sich in die hinterste Ecke ihres kleinen Käfigs.
Das konnte nur ein ganz, ganz böser Traum sein!
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silverbullet
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Martina war schon länger wach und beobachtete ihre Umgebung genau. Auch sie hielt das ganze für einen seltsamen Traum, aber sie konnte sich nicht daran erinnern, jemals in ihrem Leben Gerüche im Traum wahrgenommen zu haben. Und hier roch es wie damals, als sie mit einer heftigen Grippe über eine Woche ans Bett gefesselt war und ihr Ex-Mann Alexander zwar Mrs Murphy gefüttert hatte, aber die Katzentoilette nicht gesäubert. Die dicke Katze hatte dann entschieden, ihr Geschäft im Garten von Frau Hollstedt zu verrichten, was für ziemlichen Ärger gesorgt hatte.
Fakt war: Martina steckte in einem Katzenkörper. In dem von ihrer eigenen Katze Mrs Murphy, soweit sie das überblicken konnte - ohne Spiegel. Aber diese rosa Tatzen mit den schwarzen Sprenkeln waren schon sehr charakteristisch. Aber in einem Traum war doch alles möglich, oder?

Ein Schrei schreckte die Katzen-Martina auf: der gefleckte Kater schrie jämmerlich. Das Weibchen neben ihr wimmerte. Okay... in den Romanen konnten die Tiere miteinander reden, warum nicht mal versuchen? Sie öffnete das Mäulchen und ein Miauen erklang, aber gemeint hatte sie: "Hallo? Versteht mich jemand?"
Zuletzt geändert von silverbullet am Mo 19. Feb 2018, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Odin
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Odin »

Laetitia

Veronika hob bei dem Schrei den Kopf und achtete gar nicht mehr so sehr auf ihre Pfote. Im Gegenteil. Sie war sofort hellwach auf den Beinen und blickte um sich.

"Was ist das hier?", fragte sie in den Raum zu niemand bestimmten. "Habe ich irgendwie eine VR-Brille auf? Ist ja ein toller Scherz."

Sie glaubte aber nicht wirklich daran. Dafür sah alles zu echt aus. Sowas ist technisch gar nicht möglich. Ganz zu schweigen von dem Geruch, der hier herrschte. Außerdem hatten wohl noch andere dasselbe Gefühl, fehl am Platz zu sein. Dann hörte sie eine Frage. Seltsam, es war ein Maunzen, dass sie genauso verstand, als würde die Katze eine menschliche Sprache sprechen. Und sie selbst? Wenn sie sich nicht getäuscht hat, kam so ein Maunzen auch von ihr. Aber die Stimme kannte sie von wo anders. Laetitia? Kann das sein?
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Spikor
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Spikor »

Paulchen

Michaels Schrei hatte leider nichts bewirkt - zumindest war er nicht aufgewacht. Stattdessen hörte er jetzt ein Weinen. Er hörte auf zu schreien und wollte an den Gitterstäben rütteln, aber ohne Finger ging das schlecht. Frustiert stieß er ein wildes Fauchen aus, aber dann beruhigte er sich ganz allmählich wieder. Sein Geist versuchte immer noch, das alles zu verarbeiten, und während seine Gedanken rasten, fiel ihm ein, dass Katzen doch nicht weinen konnten, oder? Er schaute sich um und sah, dass das Weinen aber doch von einer Katze kam. Komisch... und dann hörte er eine Frau sprechen. Aber er sah keine, im Zimmer waren nur Katzen. Als eine andere Frau antwortete, blickte er schnell in die Richtung, aus der die Stimme kam, und sah, dass es eine der Katzen war, die gesprochen hatte. In seinem Kopf formte sich eine neue Theorie: Er war verrückt geworden. Aber warum? Hatte sein Vater doch Recht gehabt mit seiner Warnung vor zu viel Zocken? Oder waren das Stimmen in seinem Kopf? Aber wieso hatte er ausgerechnet Frauenstimmen im Kopf? Was hatten sie eigentlich gesagt? Er hatte nicht zugehört, dazu war er zu aufgeregt gewesen. Jetzt schaute er zu der Katze, die zuletzt gesprochen hatte (eine irgendwie gescheckte - Michael hatte keine Ahnung von Katzenrassen [er meint Laetitia]) und fragte nach: "Was ist los?"

Dabei schaute er auch zu der anderen, weinenden Katze, und verblüfft registrierte er, dass er aus irgendwelchen Gründen wusste, dass sie jung und weiblich war, obwohl man das dem Tier doch unmöglich ansehen konnte, wenn man keine Ahnung von Katzen hatte.
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Siphiria »

Luna

Luna spitze die Ohren: hatte da nicht gerade jemand etqas gefragt? Wenn sie sich nicht täuschte war das doch eine Frauenstimme gewesen? Sie hob den Kopf und sah sich um. Im Käfig nebenan hockte ein Kater, kurz hatte er zu ihr rüber geschaut, konzentrierte sich dann aber auf die anderen Katzen.
Doch noch immer war keine Frau oder andere Person in dem Betonraum zu sehen.
"Hey du", flüsterte Luna zu dem Kater (Paulchen), dabei wunderte sie sich, dass ihre Stimme so gewohnt klang, obwohl ihr Körper offensichtlich einem Kätzchen gehörte, " Ähm, entschuldige, ich will nicht unhöfchen sein, aber hast du eine Ahnung wo wir sind und was mit uns?"
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Mrs Murphy

Martina/Mrs Murphy sah nach den Stimmen: okay, sie verstand also, was die anderen sagten und die hatten sie auch gehört. So weit, so gut. Sie richtete sich auf und stieß mit dem Kopf gegen das Drahtgeflecht über ihr. Also besser auf allen Vieren bleiben.
"Ich halte das eher für einen Traum", mauzte sie und widerstand dem Drang, sich mit der Zunge über die Pfote zu fahren, um mit dieser dann über ihre angestoßenen Ohren zu reiben, "ich habe zwar keine Ahnung, wer ihr seid, aber ich bin offenbar meine eigene Katze."
Nun ja, dann mal abwarten, wie sich dieser Traum entwickelte - und ob sie sich morgen früh noch daran erinnern können würde. Abgefahren war das Ganze ja schon.
Apropos erinnern: war da nicht irgendwas mit einer Pizza gewesen? Dabei aß Martina gar nicht gern Pizza und würde sich auch wohl nie wirklich eine bestellen und dann klingelte es und... alles wurde schwarz. Sie legte den Kopf schräg und überlegte. Drogen? Hatte man ihr irgendwelche Drogen verabreicht und das war nun ein Traum im Vollrausch? Aber wer hätte etwas davon, eine Supermarkt-Kassiererin mit Drogen vollzupumpen?
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Odin »

Laetitia

"Das geht mir genauso. Ich meine: Ich bin auch meine eigene Katze.
Aber ein Traum? Dafür hat er viel zu viele Einzelheiten. Und Schmerzen sollte man eigentlich im Traum auch nicht fühlen. Aber was für Alternativen übrig bleiben, weiß ich nicht."

Sie sah an sich herunter. Da das aber keine großen Erkenntnisse lieferte, schaute sie an ihre Seite.

"Aber wenn das echt ist, dann möchte ich gerne wissen, wie wir verwandelt wurden. Und wie wir uns zurückverwandeln können. Na gut, den Grund zu wissen, wäre auch nicht schlecht."

Sie blickte sich im Raum um, sah aber nichts, was ihr bekannt vorkäme.

"Weiß von euch jemand, wo wir hier sind?"
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