Im Labor des Dr. Feld

Die Geschichte
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silverbullet
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Mrs Murphy

Halbwegs gesättigt sah sich Mrs Murphy in dem Garten um und blickte kurz sehnsüchtig auf die bequeme Auflage auf der Bank, aber der Himmel und das erste Vogelgezwitscher sagten ihr, dass es nun schon zu spät zum Schlafen war.
Mit einem seltsam leichten Gefühl ging sie zurück zum Haus des Doktors - die frische Luft, die nächtliche Jagd, der Kontakt mit den anderen Katzen, all das hatte ihr eine innere Fröhlichkeit beschert, mit der sie nie gerechnet hätte. Martina hatte von sich immer geglaubt, den Umständen entsprechend glücklich zu sein, aber im Grunde hatte sie sich nur den Umständen gefügt und nicht gewagt, aufzumucken. Weil es bequemer und sicherer war. Aber Mrs Murphy war eine Katze, ein nur halb domestiziertes Raubtier, das ihren Menschen zwar aufrichtig liebte, aber ihre Freiheit noch mehr. Und nun hatte sie Martina gezeigt, wie es war, frei wie eine Katze zu sein.
Vielleicht war es ja gar nicht so schlimm, für den Rest ihres Lebens im Körper ihrer Katze zu bleiben?
Mit diesen Gedanken legte sie sich wieder in der Hecke auf die Lauer, um das Haus im Blick zu behalten. Mal schauen, wann sich hier etwas tat...
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Erzähler »

Mrs. Murphy lag in ihrem Versteck mit Blick auf den Garten von Dr. Feld und beobachtete, wie langsam die Sonne aufging. Die lange, kühle Nacht und die kürzliche, wenn auch spärliche Mahlzeit machten sich bemerkbar und sie ertappte sich dabei, wie sie langsam wegdöste. Sie riss sich zusammen und blieb wach, aber ganz nach Katzenart saß sie regungslos und mit geschlossenen Augen da und registrierte alles v.a. über die Ohren.

Die Sonne ging auf, aber in ihrem Versteck wurde die Katze nicht von den Strahlen gewärmt. Ein Zeitungsausträger kam die Straße entlang und warf seine Ware in jeden Briefkasten. Die Maine Coon sah er dabei gar nicht. Ein paar Leute führten früh ihre Hunde aus, was unangenehm war, weil manche der Biester sie witterten, aber da sie innerhalb des Gartens lag, kamen sie nicht an sie heran. So bleib es bei gelegentlichem Geschnüffel und Gebelle. Dann stiegen die ersten Leute in ihre Autos und fuhren zur Arbeit, aber es waren nicht viele, weil die meisten Einwohner dieses Viertels schon Rentner waren.

Dann kam Harrys Van und hielt wieder da, wo er gestern gehalten hatte. Harry stieg aus und klingelte an der Haustür. Diese öffnete sich fast sofort und die Zombies kamen heraus und schlurften schweigend zum Van,wo sie einstiegen. Harry folgte und das Fahrzeug setzte sich wieder in Bewegung. Dr. Feld war im Haus geblieben.
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silverbullet
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Mrs Murphy

Kau war der Lieferwagen vorgefahren, war Mrs Murphy richtig wach geworden. Von ihrem Versteck aus beobachtete sie, wie ihre Körper das Haus verließen und in den Wagen stiegen, als wäre es das normalste der Welt.
Sie hatte ihren Körper nun sprungbereit auf den Boden gepresst, ihre Pupillen waren geweitet und Ohren und Schwanzspitze zucken wild hin und her.
Was war jetzt mit dem Doktor? Musste der nicht auch irgendwann zur Arbeit? Unschlüssig blieb die große Katze erstmal liegen und beobachtete weiter.
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Erzähler »

Während die Maine Coon den Wagen beim Wegfahren beobachtete, fiel ihr auf, dass sich im Nachbarhaus kurz ein Vorhang bewegte. Sie schien also nicht die einzige zu sein, die Dr. Felds Haus beobachtete. Es dauerte noch etwa eine halbe Stunde, bis Dr. Feld aus dem Haus kam und hinter sich die Haustür abschloss. Dann ging er zur Garage, öffnete das Tor und fuhr seinen Wagen rückwärts heraus bis auf die Straße. Dort ließ er den Motor laufen und die Fahrertür offen stehen und stieg nochmal aus, um die Garage und das Gartentor zur Zufahrt wieder zu schließen.
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Mrs Murphy

Wenn Frau Reh nicht schon so bekannt als Denunziantin wäre, könnte man deren Neugierde vielleicht noch mal zielgerichtet einsetzen, dachte Mrs Murphy bei sich und war gespannt darauf, ob ihre Gefährten Ideen dazu hatten.
Kurz war sie versucht, in den Wagen des Doktors zu springen und mitzufahren, aber dann fiel ihr wieder die Allergie dieses Irren ein. Sie würde wahrscheinlich keine fünf Minuten mitfahren und dann in einem Käfig im Keller enden. Also blieb sie in ihrem Versteck und wartete ab.
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Erzähler »

Nachdem Dr. Feld alle Türen geschlossen hatte, stieg er wieder in sein Auto und fuhr weg, offenbar zur Arbeit. Es war ca. 7.30 Uhr und nun war nicht zu erwarten, dass sich am Haus noch etwas tun würde. Da Mrs. Murphy aber nachts kaum geschlafen hatte und außerdem ja auch auf ihre Freunde wartete, beschloss sie, lieber direkt in ihrem Versteck zu bleiben, wo sie notfalls ein Auge auf das Haus haben konnte, und hier ein Nickerchen zu halten, bis Laetitia und Paulchen (oder Susi und Morle) da wären.

Es dauerte eine ganze Weile, bis Laetitia eintraf, denn sie war gegen 6Uhr aufgewacht und gegen 6.30 losgelaufen. Der Weg war der selbe wie am Tag zuvor und dauerte für eine Katze mehrere Stunden, sodass es schon nach 10Uhr war, als sie endlich vor Dr. Felds Haus eintraf. Bis dahin war Mrs. Murphy einigermaßen ausgeschlafen und Laetitia selbst hatte zwar nachts gut geschlafen, war dafür jetzt aber weit gelaufen, sodass beide Katzen etwa gleichermaßen fit waren. Hunger hatten sie nun aber auch beide.

Laetitia kam zu Dr. Felds Gartentür und schaute in den Garten. Mrs. Murphy lag gut versteckt im Gebüsch und bemerkte ihre Freundin - nach so langer Zeit war ihr Schlaf nicht mehr sehr tief gewesen.
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Odin »

Laetitia

Laetitia trat langsam in den Vorgarten. Sie war erschöpft von dem Marsch und würde gerne zumindest etwas trinken. Da Mrs. Murphy nicht zu ihrem Haus gekommen ist, musste sie also hier sein. Sie zu finden dürfte schwer sein.
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Mrs Murphy

Mrs Murphy kam aus ihrem Versteck, als sie Laetitia sah, streckte sich und grüßte freundlich: "Guten Morgen! Wo hast du denn Paulchen gelassen? Oder hat der sich verdrückt?"
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von Odin »

Laetitia

Laetitia schaute froh auf, als sie Mrs. Murphy sah.

"Das ist eine etwas längere Geschichte. Ich brauche jetzt erstmal eine Pause."

Sie ging daraufhin zu dem Platz, wo Mrs. Murphy gewartet hatte. Nachdem sie sich hingelegt hatte, fing sie an zu erzählen.

"Paulchen hat sich verletzt. Normalerweise würde ich annehmen, dass er nur so tut oder dass er sich die Verletzung selbst beigebracht hat. Aber so ist es nicht. Gestern auf dem Heimweg sind wir bei dem Friedhof im Park in einen Kampf geraten. Paulchen war direkter darin verwickelt als ich und hat dabei eine Verletzung am Bein abbekommen, wodurch er Probleme beim gehen hat. Deshalb habe ich ihn zuhause gelassen. Dort soll er sich darum kümmern, die Futtersäcke leer zu bekommen.
Die E-Mail habe ich geschickt, aber noch keine Antwort bekommen, solange ich gewartet hatte. Wie sieht es bei dir aus?"
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Re: Im Labor des Dr. Feld

Beitrag von silverbullet »

Mrs Murphy

"Das klingt nicht so toll... also demnächst immer einen weiten Bogen um den Friedhof machen...", meinte Mrs Murphy.
Dann begann sie zu erzählen von ihren Beobachtungen im Haus, dem Ehepaar Reh, den Nachbarskatzen und dass sie helfen wollten und zum Schluss von der Abreise der 'Zombies' und später dann vom Doktor.
"Ich war kurz versucht, in sein Auto zu hüpfen, aber dann fiel mir seine Allergie ein und dass er mich wohl sehr schnell entdeckt hätte", meinte sie, "aber vielleicht ergibt es sich ja mal, im Lieferwagen mitzufahren. Ich weiß leider immer noch nicht, wo Harry unsere Körper hinfährt und was sie den ganzen Tag machen."
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