Klein Lerch

Die Geschichte
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silverbullet
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Re: Klein Lerch

Beitrag von silverbullet » Sa 4. Mai 2019, 06:52

Mrs. Murphy

Mrs. Murphy unterbrach ihr bedächtiges Gekaue, sah zu den beiden Katzen neben sich und schüttelte kichernd den Kopf. Dann sah sie auf zu Frau Bauer und maunzte: "Wenn wir keinen Weg zurück in unsere Körper finden, könnten wir dann bitte bei Ihnen bleiben? Also, zumindest ich?" Sie kicherte wieder.
Grinsend mümmelte sie weiter und meinte leise, sodass Obelix sie hoffentlich nicht hörte zu den anderen: "Ernsthaft, wir sollten uns Gedanken darum machen, was wir tun, wenn wir so bleiben. Ich traue es meinem Ex-Mann durchaus zu, dass er mich in ein Tierheim steckt."

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Re: Klein Lerch

Beitrag von Erzähler » So 5. Mai 2019, 19:05

Frau Bauer

"Na, du hast wohl gar keinen so großen Hunger, hm?", fragte Frau Bauer, weil Mrs. Murphy nicht so gierig frass und dabei sogar mal unterbrach und zu ihr aufschaute. "Oder bist du eine Verwöhnte, die nur bestimmte Sachen frisst?" dabei blieb sie aber ganz freundlich und kraulte die Main Coon kurz am Kopf. Sie blieb neben den Katzen stehen, bis alle fertig gefuttert hatten (also keine Chance für Obelix), dann stellte sie die leeren Schüsseln weg und machte sie kurz sauber. Danach holte sie aus einem Schrank ein paar Katzenspielzeuge und sagte zu allen Fünfen: "Dann wollen wir mal sehen, ob wir euch noch ein bisschen Bewegung verschaffen können!" Als erstes benutzte sie eine Katzenangel, also ein Stöckchen mit einer Schnur am einen Ende, an die ein Bündel mit Federn und dergleichen gebunden war. Als Mensch konnte man den Katzen so eine Beute liefern, ohne sich dabei selbst ihren Krallen auszuliefern. Als sie die "Beute" mit der Schnur über den Boden zog, sprach das auch die Jagdinstinkte der Katzen an, schließlich war der optische Reiz ähnlich wie der, den man beim Beobachten einer Maus haben würde.
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Re: Klein Lerch

Beitrag von Half-Eye » Di 7. Mai 2019, 19:36

Laetitia

"Hm. Wenn wir wirklich in diesem Körper bleiben, sind wir arm dran. Ich habe alleine gelebt. Wir kämen also auf alle Fälle in ein Tierheim."

Dann schüttelte sie sich aber, wobei sie die Angel aber nicht aus dem Auge ließ.

"Daran sollten wir besser gar nicht denken, sondern daran arbeiten, wieder zurück zu kommen."
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Re: Klein Lerch

Beitrag von Spikor » Mi 8. Mai 2019, 20:13

Paulchen

"Tja, und ich, also der Kater, ich stamme von einem Bauernhof, wo sofort ein anderer meinen Platz einnimmt, wenn ich zu lange wegbleibe. Und weil die Katzen sowas dauernd machen, achten die Menschen auch nur wenig drauf. So ein Kater bleibt schonmal einen Monat lang weg, und wenn er gar nicht mehr wiederkommt, ist er halt irgendwo überfahren worden, oder er hat sich ein neues Revier gesucht. Da wird nicht allzu viel drüber nachgedacht. Also nö, wenn ich bleibe, wie ich bin, muss ich selber sehen, was aus mir wird", erklärte Paulchen, nachdem Mensch und Tier kurz Zwiesprache gehalten hatten. Beide kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis: "Ich denke, ich bin besser dran, wenn ich in dem Fall draußen auf der Straße lebe." Zu mehr reichte die Konzentration des Menschen nun aber wirklich nicht mehr aus, die Reflexe des Tieres übernahmen und er sprang nach dem Spielzeug, um es nach allen Regeln der Kunst zu massakrieren.
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Re: Klein Lerch

Beitrag von silverbullet » Do 16. Mai 2019, 14:12

Mrs. Murphy

Auch Mrs. Murphy ließ die Angel nicht aus den Augen und ihr Schwanz zuckte verräterisch von sich hin, doch ruhig meinte sie zu den anderen: "Zumindest haben wir jetzt eine Ahnung, warum ausgerechnet wir ausgewählt wurden für den Testlauf dieser Irren: unser Verschwinden fällt nicht so schnell auf. Nun müssen wir versuchen, mit irgendwem Kontakt aufzunehmen - aber wem? Und wenn uns das gelingt: wie finden wir diesen Professor und seinen Helfer wieder? Und auf wen haben die es sonst noch abgesehen? Offenbar hatten sie ja andere, für ihre Zwecke wichtigere Ziele..." Da sprach die passionierte Krimi-Leserin aus Martina/Mrs. Murphy.
Und dann konnte sie die Katzeninstinkte nicht länger unterdrücken und gesellte sich zu Paulchen, um nach dem Spielzeug zu jagen.

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Re: Klein Lerch

Beitrag von Half-Eye » Do 16. Mai 2019, 17:16

Laetitia

Sie seufzte gut hörbar. Jetzt, wo schon zwei Katzen hinter der Angel her waren, machte sie nicht mehr so viel Spaß, weswegen sie sitzen blieb. Sie schaute auch nicht wirklich auf den Köder, sondern auf die Hand von Frau Bauer, wo diese die Angel hinhielt und hinhalten würde. Dabei versuchte sie, ihre Contenance zu behalten. Ihr Jagdinstinkt war aber geweckt. Wenn auch nicht direkt.
Als Frau Bauer dann die Angel in ihre Reichweite bewegen wollte, da schlug sie schnell nach dem Köder und begrub ihn unter ihren Pfoten.
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Re: Klein Lerch

Beitrag von Erzähler » Mo 20. Mai 2019, 16:29

SL

Frau Bauer spielte eine Weile mit den Katzen und bezog auch Luna und Obelix mit ein. Sie verhinderte, dass die Tiere aneinander gerieten (zumindest nicht mehr als gelegentlich ein kleines bisschen) und sorgte dafür, dass jeder so lange dran war, bis er die Lust verlor. Dann raffte sie sich auf und sagte: "So Miezen, das wars für heute. Ich hab auch noch ein paar Sachen zu erledigen." Sie hielt inne und schaute die kleine Luna an. Dann gab sie sich einen Ruck und hob das Kätzchen hoch. Dazu sagte sie in einem typischen Katzentonfall: "Och, du bist so eine Süße, dich mag ich gar nicht allein lassen. Und weil du kleiner bist als die andern hast du dich auch beim Spielen nicht so recht rangetraut, hm? Weißt du was? Du kriegst eine Extra-Portion Spielzeit, hm? Und vielleicht ein bisschen Katzenmilch? Du bist ja noch sooo klein!" Mit diesen Worten nahm sie Luna einfach mit, sagte noch "Gute nacht, Mietzen!" und schloss die Tür hinter sich.
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Re: Klein Lerch

Beitrag von Spikor » So 26. Mai 2019, 11:28

Paulchen

Nachdem Frau Bauer gegangen war, musste Paulchen sich erstmal vom Spielen ausruhen. Dafür setzte er sich wieder ein sein Katzenbett unter dem Tisch, wo er sich hinlegte und halbherzig ein bisschen an sich herum putzte. "Das war irgendwie spaßig, oder?" Er fühlte sich an seine Game-Sessions erinnert und merkte, dass Zocken für ihn nicht viel anders war als dieses Spiel für die Katze. Im grunde fühlte er sich gerade fast wieder 'normal'. Aber nun, wo er in seinem Fell herumleckte, einem Instinkt folgend, um es sauber zu halten, wurde der Mensch im Tier doch wieder in die Realität zurückgeholt, auch wenn sie aussah wie ein Spiel. Irgend so ein abstruses RPG! Unwillkürlich schüttelte er sich, wie um den Alptraum loszuwerden, was aber natürlich nicht klappte. Dann meinte er zu den anderen: "Lasst uns ein paar stunden warten, bis sie schläft, und dann schauen wir uns mal genauer im Haus um."

Paulchen döste ein bisschen, bis es draußen dunkel geworden war. Dann reckte und streckte er sich und schleppte sich aus dem Katzenbett. Ihm fiel auf, dass es für seine Katzenaugen kaum einen Unterschied machte, ob jetzt Tag oder Nacht war. Praktisch! Er ging zu Laetitia und Mrs. Murphy und stupste sie jeweils an. Obelix wollte er nicht auffordern, mitzukommen, aber er wusste auch, dass sie ihre Aktion nicht vor dem roten Perser verheimlichen konnten. Sollte er doch selber sehen, was er tun wollte!
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Re: Klein Lerch

Beitrag von Half-Eye » So 26. Mai 2019, 12:05

Laetitia

Veronika vermeinte im Schlaf, dass die ganzen Geschehenisse nur ein Traum gewesen waren. Dabei vermeinte sie aber immer wieder, wie sich Laetitia in ihre Gedanken schlich. Aber nicht Gedanken an Laetitia, sondern Gedanken von Laetitia. Das waren die Zeiten, in denen sie sich am wohlsten fühlte.
Als sie dann angestupst wurde, richtete sie sich erschrocken auf, war aber schon kurz darauf in der Realität angekommen. Sie stand auf und streckte sich, bevor sie zur Tür ging und sie genauer untersuchte.
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Re: Klein Lerch

Beitrag von silverbullet » Di 28. Mai 2019, 18:03

Mrs. Murphy

Martina und Mrs. Murphy träumten gemeinsam vor sich hin. Wie auch immer dieses Abenteuer ausgehen sollte, eines war gewiss: Katze und Mensch würden sich niemals wieder freiwillig voneinander trennen. Körperlich vielleicht schon, aber ihre gegenseitige Zuneigung und Respekt hatte in den vergangenen Stunden (Tagen?) definitiv zugenommen. Mrs. Murphy wusste nun, warum Martina es nicht so gut fand, wenn die große Main Coon sich in der Nachbarschaft prügelte und warum sie ihr Futter öfters mal reduzierte: aus Sorge. Und Martina verstand, was für die Katze so wichtig an der Rangordnung in ihrem Revier war. Als Paulchen sie anstupste, waren Mensch und Katze im Gleichklang beim Aufwachen.
"Ist es schon so weit?", fragte Mrs. Murphy leise, gähnte und streckte sich, um ebenfalls zur Tür zu gehen und diese zu untersuchen. Sie warf einen Blick zurück auf Obelix, der zumindest vorgab, noch zu schlafen.
Ein Blick nach oben zu der Türklinke brachte sie zum Grübeln. "Ich weiß nicht, ob ich groß genug bin, um die Klinke zu erreichen, aber mit einem Sprung sollten wir sie auf jeden Fall runterdrücken können..."

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