Barabell und Simon

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von therapistin » Mi 31. Okt 2018, 00:12

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Mittwoch, 13. April
Nachmittag

Lächelnd verschränkte Simon seine Finger mit denen Bells.
"Dann sehe ich es schon einmal als gutes Zeichen, dass du die Erlaubnis hast, den heutigen Tag mit mir zu verbringen", sagte er und drückte ihre Hand. Das war offenbar keine Selbstverständlichkeit bei ihrer Familie.
"Nein, ganz so streng sind meine Eltern da nicht", erklärte er nachdenklich. "Also sie achten schon darauf, mit wem man seine Zeit verbringt und wenn ihnen jemand ganz und gar nicht passt, dann verbieten sie uns auch den Kontakt. Aber sie erwarten nicht, dass wir mit dem Mädchen, das wir vorstellen, den Rest unseres Lebens verbringen. Ein wenig Freiraum lassen sie uns durchaus. Vor allem auch, weil wir alle drei unseren eigenen Kopf haben. Ich denke außerdem, dass sie nicht noch eines ihrer Kinder wegen ihrer Sturheit verlieren wollen."
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von Siria » Do 1. Nov 2018, 09:57

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Mittwoch, 13. April
Nachmittag

"Gegen Kennenlernen haben meine Eltern gewiss nichts. Jedoch, wenn sie merken, dass es etwas ernsteres ist, dann schauen sie genauer...", vielleicht sollte Bell einfach mal mit ihrer Mutter unter vier Augen reden. Mit ihr ging das, mit ihrem Vater oder gar Großvater war das für sie undenkbar.
"Noch eines?", hakte Bell nach. "Wen habt ihr denn verloren?"
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von therapistin » So 4. Nov 2018, 12:27

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Mittwoch, 13. April
Nachmittag

Simon drückte sachte Bells Hand und sah sie einen Moment lang an.
"Und? Ist es etwas Ernstes zwischen uns?", fragte er vorsichtig nach und hielt die Luft an. Wenn es nach ihm ginge, war es das ganz eindeutig. Er dachte zwar natürlich noch nicht an Heirat, sie waren schließlich erst ein paar Wochen zusammen, doch er konnte es sich sehr gut vorstellen, noch eine lange Zeit mit Bell zusammen zu sein.
"Nun, ich habe noch eine Schwester", erklärte er auf ihre Frage hin. "Olivia. Sie hatte sich in einen Muggelgeborenen verliebt und das war für meine Eltern natürlich nicht tragbar, wie du dir sicher gut vorstellen kannst. Meine Eltern und auch meine Brüder und ich waren da sehr stur. Olivia allerdings auch, da ist sie gegangen. Seither habe ich nichts mehr von ihr gehört." Irgendwann würde ihm das vermutlich sehr Leid tun.
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von Siria » So 4. Nov 2018, 14:49

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Mittwoch, 13. April
Nachmittag

Bells Augen wurden größer. Von ihrer Seite aus, war das schon ernst. Zwar waren sie erst ein paar Wochen zusammen, aber Simon war ihr unheimlich wichtig geworden.
"Von meiner Seite aus, ist es etwas ernstes. Ich will in deiner Nähe sein, ich freue mich immer, wenn wir irgendwie Zeit miteinander verbringen. Mir gehts nicht um die ferne Zukunft, aber mir ist es so ernst, dass ich nicht nur sage: Ich gehe jetzt mal mit Simon, weil es cool ist, mit dem coolsten Jungen der Schule zusammen zu sein..., sondern, weil du mir wirklich wichtig geworden bist.", sie lächelte Simon liebevoll an und drückte seine Hand.
"Oh, das ist krass. Aber wieso lässt sie sich auch mit meinem Muggel ein?", sagte Bell verständnis los. Das käme für sie niemals in Frage, noch nicht mal der Gedanke wäre ihr jehmals gekommen.
"Ich kann die Reaktion eurer Familie gut vestehen."
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von therapistin » So 4. Nov 2018, 21:00

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Mittwoch, 13. April
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Wieder sah er Bell einen langen Moment lang an, dann beugte er sich lächelnd über den Tisch hinweg und gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Lippen.
"Mir geht es genauso", erklärte er leise, als er sich wieder richtig hinsetzte und drückte erneut ihre Hand. "Und ich habe vor, noch sehr viel gemeinsame Zeit mit dir zu verbringen." Er lächelte noch etwas breiter, bis er leise seufzend ihre Hand los ließ, als ihre Heißgetränke und der Kuchen kamen.
"Grazie", sagte er höflich und nickte dem Kellner zu, der darauf wieder verschwand. Dann sah er wieder zu Bell.
"Das haben wir auch alle nicht verstanden", erklärte er und griff nach der Serviette. "Sie ist ja mit all unseren Regeln und Traditionen aufgewachsen. Hätte sie einen Reinblüter geliebt, hätte es keinerlei Probleme gegeben. Vielleicht hätten sich meine Eltern sogar auf einen Halbblüter eingelassen. Aber Muggelgeboren? Das kommt einem Muggel viel zu nahe."
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von Siria » Di 6. Nov 2018, 19:51

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Auch Bell hatte dem Kellner lächelnd zugenickt. Der Kuchen duftete so unglaublich lecker. Sei machte ein Stück mit der Kuchengabel ab und schob es sich in den Mund. Dabei hörte sie aber weiterhin Simon aufmerksam zu. Der Kuchen schmeckte einfach himmlisch. Schließlich hatte sie aufgekaut und konnte Simon antworten.
"Also, ich muß estmal sagen, der Kuchen ist superlecker!", begann sie und setzte fort: "Meine Familie hätte ebenfalls jeden Kontakt abgebrochen. Jemand, der unsere Kultur und Traditionen nicht versteht, der hat ganz klar keinen Platz in der Familie. Dennoch stelle ich es mir gleichzeitig schrecklich vor, ein Familienmitglied auf diese Art und Weise zu verlieren.", sie schüttelte mit dem Kopf.
"Da ist es mit uns zum Glück etwas anderes.", darüber war sie wirklich froh. Es käme ihr auch gar nichts anderes in den Sinn. Ihr waren ihre Traditionen sehr wichtig.
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von therapistin » Mo 12. Nov 2018, 21:02

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Auch Simon aß ein Stück vom Kuchen und schloss genießerisch seufzend die Augen, er war wirklich herrlich, schön saftig, süß wie es die Südeuropäer nun einmal liebten, dabei aber locker und leicht. Erst bei Bells Worten blickte er sie wieder an und nickte.
"Bisher habe ich es auch so hingenommen, dass sie fort ist und sich eben gegen die Familie entschieden hat", erklärte er und griff nach seiner Tasse. "Aber so langsam denke ich ein bisschen mehr darüber nach. Sie ist schließlich noch immer meine Schwester. Ich frage mich, ob sie uns nicht vermisst. Oder ob ich ihr mal schreiben soll." Er sah Bell ein wenig hilflos an und zuckte leicht mit den Schultern. "Du weißt da auch keinen Rat, hm?" Ein leichtes Lächeln legte sich nun auf seine Lippen, als er die Hand ausstreckte und einen Krümel aus Bells Mundwinkel strich.
"Ich bin sehr froh, dass wir wenigstens die groben Voraussetzungen für unsere Familien erfüllen. Das macht es deutlich einfacher."
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von Siria » Do 15. Nov 2018, 10:47

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Bell sah Simon etwas ratlos an. Sie selber steckte nicht in so einer Situation, aber ihr wurde immer beigebracht, dass die Traditionen über alles gewahrt werden mußten, um die Familie zu schützen. Und die Familie stand nun mal über allem. Jemand, der dies nicht duldete oder genauso dachte, war nun mal kein Teil der Familie.
"Das ist wirklich eine schwierige Frage. Bei uns steht die Familie über allem. Aber eben die Familie, die die Traditionen pflegt und ein Teil dessen ist. Derjenige, der sich davon abwendet, wendet sich auch von der Familie ab. Ich mag die Traditionen unserer Familie, sie geben Rückhalt und einen starken Zusammenhalt. Ich kann mich immer zu 100% auf meine Familie verlassen. Nicht nur auf unsere "Kleine", sonderna auf alle Verwandten. Wir bilden eine große Einheit. Und letzten Endes auch die Menschen, die zu unserem Freundeskreis gehören. Nicht umsonst gibt es die vielen Bällen und Feiern zu denen man sich trifft und das Band untereinander stärkt.
Derjenige, der Ausbricht, bricht letzten Endes mit allem. Es muß doch eine sehr bewußte Entscheidung von ihr gewesen sein, mit dem zu brechen und zu gehen. Vielleicht will sie auch gar nichts mehr mit euch zu tun haben, mit euren Ansichten und Traditionen.", Bell zuckte mit den Schultern.
"Was würden denn deine Eltern dazu sagen, wenn sie erfahren würden, dass du ihr schreibst?", wollte sie wissen.
"Ich bin auch sehr froh darüber, dass dem so ist. Aber ganz ehrlich Simon, wenn dem nicht so wäre, wären wir auch nicht hier. Mir sind meine Familientraditionen und meine Familie sehr wichtig. Auch wenn nicht immer alles leicht ist und mich manche Dinge stören, so stimme ich doch im Großen und Ganzen zu. Ich würde mich nicht von meiner Familie entfernen.", gestand sie ihm und hoffte, dass Simon sie da verstand und er auch so dachte. Vielleicht würde sie nicht alles ganz genauso in ihrer eigenen Familie umsetzen, aber die Grundzüge würden wohl bleiben.
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Re: Barabell und Simon

Beitrag von therapistin » Fr 16. Nov 2018, 14:58

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Simon zuckte leicht mit den Schultern und nippte an seinem Cappuccino.
"Sie würden mich fort schicken, mich enterben und jeglichen Kontakt abbrechen, schätze ich", überlegte er. "Sie denken da ähnlich radikal. Vielleicht war das auch einfach nur ein schwacher Moment von mir. Ich würde das niemals riskieren, aber es ist nun einmal so, dass ich doch manches Mal wieder an sie denke. Sie ist eben meine Schwester, ob sie nun mit der Familie gebrochen hat oder nicht." Er nahm einen weiteren Schluck Cappuccino und zuckte erneut mit den Schultern. "Möglicherweise will sie auch gar keinen Kontakt mehr. Schätze, das werde ich nicht herausfinden. Oder womöglich in zwanzig Jahren, wenn ich ihr doch mal schreibe." Es war schon verzwickt.
Bei Bells nächsten Worten musste er lächeln.
"Ich bin froh, dass unsere Familien und wir beide ähnliche Ansichten vertreten. Sonst wären wir uns niemals so nahe gekommen, nicht einmal annähernd. Also haben unsere Traditionen doch einen Sinn." Er zwinkerte und schob sich nun eine weitere Gabel Kuchen in den Mund.
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