Wald der Schrecken

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Half-Eye
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Wald der Schrecken

Beitrag von Half-Eye » Mo 2. Sep 2019, 17:10

Ich habe mir mal überlegt, mal wieder eine Geschichte zu schreiben. Dabei ist so gut wie alles von der Geschichte spontan. Ich weiß also schon ein wenig der Hintergründe, aber zum großen Teil weiß ich nicht mehr, als die Leser wissen.
Damit gehe ich wieder an den Anfang meiner "schriftellerischen Karriere", wennn man das überhaupt so nennen kann. Mit dem Unterschied, dass meine damalige Spontangeschichte eine FanFiction war, wenn auch am Anfang nicht sonderlich deutlich. Hier soll dagegen keine wirkliche Basis genommen werden. Es gibt zwar ein paar Fremdideen, auf die ich mich stütze, die werden aber nicht offensichtlich.
Ich freue mich auf Kommentare. Deswegen nutze ich beim Schreiben eine andere Schriftfarbe, damit man es leicht als Kapitel erkennt.
Jetzt aber genug der Vorrede. Jetzt geht es los:



Erwachen


Als ich erwachte, ließ ich noch meine Augen geschlossen. fing aber an, mich leicht zu bewegen. Ich versuchte mit meinen übrigen Sinnen meine Umgebung zu erfassen. Die Augen zu öffnen, war zu anstrengend. Zuerst spürte ich einen leisen Wind, der mir über den Körper strich. Ich spürte aber leichte Unterbrechungen. Vor allem, an meinen Füßen. Ja, klar. Ich hatte ja sicherlich Kleidung an. Besonders Schuhe. Kurz nach dieser Erkenntnis setzte ein Vogelgezwitscher ein. Wahrscheinlich war der Vogel schon die ganze Zeit am Singen. Bloß jetzt erst hatte ich genug Energie, dass ich das Zwitschern bemerkte. Es war aber nicht nur ein Vogel. Es war wohl ein ganzer Vogelpark. Mal näher mal weiter entfernt waren die Vögel. Dann hörte ich auch leichtes Summen. Es schien, das hier Blumen wuchsen. Ich hörte auch ein leises Rascheln von einem Gebüsch in der Nähe. Gebüsch? Ja, das deckt sich damit, dass ich an einer Hand Wärme spürte, als würde die Sonne drauf scheinen. Die andere Hand dagegen war wohl im Schatten. Sie war angenehm kühl. Ich spürte schräg über meiner Brust die Schattengrenze. Ich lag wohl unter einem Baum. Es waren sogar mehrere Bäume. Denn der Wind brachte rundum Blätter zum Rauschen. Es waren sogar alle ungefähr gleich weit von mir entfernt. Von daher revidierte ich meine Aussage erneut. Ich lag auf einer Lichtung. Ich dachte daran, was für eine Idylle das doch sein musste. Das einzige Problem ist, dass ich mich nicht erinnerte, wie ich hierher gekommen bin. Ich grübelte weiter.
Die Erkenntnis ließ mich aufsitzen und die Augen aufreißen: Ich konnte mich an gar nichts erinnern.
In meiner jetzigen Position schien die Sonne auf meinen Hinterkopf. Ich spürte, wie ich langsam Kopfschmerzen bekam. Wobei ich nicht weiß, ob ich die von der Sonne oder vom Grübeln bekam.
Ich rutschte ein wenig nach hinten und griff mir an den Kopf. Da war nichts. Zumindest nicht sinnvolles. Nichts, mit dem ich irgendetwas anfangen konnte. Zumindest wurden die Kopfschmerzen immer weniger.
Während ich so überlegte, ließ ich meinen Blick schweifen. Ich war tatsächlich auf einer kleinen Lichtung. Der Boden war hart. Er war auf der Lichtung gepflastert. Zumindest in einem Kreis von zwei Körperlängen, wie ich schätzte. In regelmäßigen Abständen standen um mich herum kleine Figuren, die aber nur irgendwelche Monster darstellten. Zusammengenommen waren es 13 Monster, die um mich herum standen.
Ich murmelte leise vor mich hin: "Was soll das? Wo bin ich hier? Wer bin ich?", während ich mich aufrappelte. Ich merkte aber, wie wackelih meine Beine und Knie waren und beeilte mich, mich wieder zu setzen.
"Na gut", dachte ich. "Dann eben anders."
Mühselig kroch ich auf den nächsten Baum zu. Ich konnte aber keine gute Kondition haben, denn obwohl er nicht weit weg ist, musste ich mehrfach verschnaufen.
Kurz bevor ich ihn erreichte, hörte ich ein Klirren, als ob ein Glas oder eine gläserne Vase zerbrach. Ich horchte auf. Die Vögel hatten kurz aufgehört, zu Singen, dann aber wieder eingesetzt, als ob nichts gewesen wäre. Bis auf die Geräusche der Natur hörte ich gar nichts. Kein Vekehrslärm, keine Maschinen, nicht mal andere Menschen.
"Hallo!", rief ich. "Kann mich jemand hören?"
Stille. Ich hörte keine Antwort. Plötzlich hörte ich aber ein Kreischen in der Ferne, als ob da ein großer Vogel oder so sein müsste.
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.

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Re: Wald der Schrecken

Beitrag von Spikor » Mo 2. Sep 2019, 20:17

Nicht schlecht, der Anfang. Ist der Erzähler eigentlich ein er oder eine sie? Oder soll das bewusst noch offen bleiben?
Jedenfalls soweit recht interessant, mal sehen, wo es hinführt. Mir gefällt die schritweise Erkenntnis :)
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Re: Wald der Schrecken

Beitrag von Half-Eye » Mo 2. Sep 2019, 20:19

Ich denke mal, wir können uns darauf einigen, dass es ein Mann ist. :)
Aber da hoffe ich mal, dass ich dem Erwartungen entsprechen kann.
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Re: Wald der Schrecken

Beitrag von Half-Eye » Fr 6. Sep 2019, 09:13

Monster

Der Vogelschrei gellte in meinen Ohren. Das musste ein riesiger Vogel sein, wenn er so laut war. "Wo bin ich hier nur reingeraten?", dachte ich.
Kurz darauf hörte ich ein anderes Brüllen aus derselben Gegend. "Sind die beiden etwa zusammen? Was ist das überhaupt für ein Tier?" Der Schrei hatte Ähnlichkeit mit dem einer Raubkatze. Traf es aber nicht genau.
Ich schalt mich einen Idioten, aber ich musste es einfach sehen. Vor allem, da die Schreie nicht von besonders weit weg kamen.
Der Wald war zwar nicht sehr dicht, hatte aber an einigen Stellen ordentlich Unterholz. Nach wenigen Metern sah ich schon ein Gebüsch. Durch die Dornen konnte man sich auch nicht hindurch zwängen. Ich wand mich so leise wie möglich zwischen den Büschen durch. Währenddessen hörte ich beide Tiere erneut. Sie schienen miteinander zu kämpfen.
Nach einigen hundert Metern und einigen zertretenen Zweigen - ich bin eher unerfahren in dem leisen Waldspaziergang - kam ich erneut an eine Lichtung. Ich sah die beiden Kämpfer und glitt sofort, ohne auf sie zu achten, in ein Gestrüpp. Erst danach besah ich mir den Kampf und die Kämpfer genauer.
Beide waren ungefähr menschengroß. Der Vogel sah aus, als würde ein Geier auf dem Boden sitzen. Er hatte einen langen kahlen Hals und einen kahlen Kopf. Ein schwarzes Gefieder umhüllte seine restliche Gestalt. Er flog nicht. Er schwang aber seine Flügel umher und daraus kam etwas geschossen. Die wenigsten Projektile trafen ihr Ziel, den um sie herspringenden Gegner, und ich war froh, dass ich mich niedergekauert hatte. So schwirrten einige über meinen Kopf hinweg. Der Gegner sprang um den Geier herum und setzte immer wieder zu einem Prankenhieb an, musste dann aber wieder seinen Platz räumen. Ja, es hatte etwas katzenartiges, wie er umhersprang. Seine Schnauze war auch katzenartig. Auch sein restlicher Körper ähnelte dem einer Katze. Doch es sah so aus, als wäre er gewohnt, auf den Hinterbeinen zu laufen. Sein struppiges Fell war von einigen Kreisen und kreisförmigen Flecken bedeckt.
Bei dem nächsten Satz sprang die Katze dicht an den Geier heran und schlug schnell, bevor sich der Geier zu ihm umdrehen konnte, über den Flügel. Der Geier schrie wieder, machte aber keine Anstalten, wegzufliegen. Stattdessen machte auch er jetzt einen Satz von der Katze weg und rannte unglaublich schnell für einen so großen Vogel zum Waldrand. Unglücklicherweise ziemlich genau in meine Richtung. Da die Katze schon zum Schlag ausgeholt hatte, schlug sie ins Leere, setzte dann aber hinterher. Nur einen Meter unter den Bäumen und direkt vor meiner Nase fing die Katze den Geier und brachte ihn zu Fall. Er hob die Pranke und schlug zu. Der Geier war aber nicht völlig besiegt und schoss wieder ein paar Projektile auf die erhobene Pranke. Die Katze jaulte auf, als sie getroffen wurde. Trat dann mit einem Fuß zu. Der Geier krümmte sich und die Katze schlug mit der anderen Pranke erneut zu und versenkte ihre Krallen in die Brust des Geiers. Bevor aber irgendjemand reagieren konnte, verschwand der Geier. Die Katze kümmerte sich nicht weiter drum, sondern wandte sich um und ging auf den Hinterläufen weg von dem Kampfplatz.
Das Ganze warf unendlich viele Fragen auf. "Was ist aus dem Geier geworden? Er hat sich einfach in Luft aufgelöst. Warum ist er nicht geflogen? Sein Gefieder war nicht so zerzaust, als dass seine Flügel verletzt waren. Wie konnte er schießen? Was hat er denn abgeschossen? Wie kommt es, dass beide Tiere so behende auf zwei Beinen waren? Warum konnte die Katze sogar treten?"
Mir schwirrte der Kopf. Ich wusste keine Antwort auf diese Fragen. Ich wusste nur, dass hier irgendwelche Monster waren, die sehr ungewöhnlich sind. Und ich war unbewaffnet.
Wo war jetzt die Katze hin? Sie war weggegangen und war nun weder zu sehen noch zu hören.
Ich hoffte, dass sie nicht zurück kommt, und kroch langsam aus dem Gestrüpp. Ich glitt auf allen Vieren vor mich hin, bis ich meine Hand auf etwas metallenes legte. Ich zog sofort die Hand zurück, schob mich aber näher dran, um nachzusehen, was es denn war.
Als ich es mir genauer ansah, schüttelte ich erstaunt den Kopf. Ein Dolch. "Was soll ich denn damit? Hier sind tierartige Monster. Es steht so ziemlich fest, dass sie mich töten wollen. Und ich habe einen Dolch, um mich zu verteidigen?", wunderte ich mich.
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