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 Einherjer - Zorn der Wikinger 
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Achtung: Dieses Rollenspiel ist für Spieler unter 18 Jahren nicht geeignet!

Im Jahre 793 überfielen wilde Horden das Kloster Lindisfarne und läuteten damit den Beginn der Wikingerzeit ein.
Dieses Rollenspiel erzählt die Geschichte der Wikinger und von ihrem Leben auch fernab der Überfälle in Europa. Es erzählt von den großen Seefahrern, der Kunst des Schiffsbaus, wie sie sie nur die Nordmänner in der Form beherrschten. Es erzählt von der Besiedlung Islands und Grönlands und von der Entdeckung Marklands, Hellulands und Vinlands - Nordamerikas. Es erzählt von den Berserkern, wilden Kriegern, die sich mit Fliegenpilzen und wildem Geschrei in Trance versetzten, so will es die Überlieferung, und ihren Gegnern im Rausch keine Chance ließen. Es erzählt von den wilden Gelagen mit Met, Wein und Bier. Und es erzählt vom grauen, harten Alltag im kalten Norden Europas.
Die Wikinger waren gefürchtet in ganz Europa - und werden bis heute bewundert.


~~~~~


Teil 6 - Helreið Ælle
Ælles Helfahrt

Keinen mag schützen der Schreckenshelm,
Wo Zornige kommen zu kämpfen.
Wer mit Vielen ficht befindet bald:
Keiner ist allein der Kühnste.


[Aus Fáfnismál (Das Lied von Fafnir), siebentes Heldenlied & viertes Nibelungenlied der Lieder-Edda]


Seid dabei, wenn die Nordmänner auf viking fahren. Erzählen wir gemeinsam Heldenlieder der

Einherjer - Zorn der Wikinger

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Willy Meurer (*1934)


Mi 29. Okt 2014, 17:57
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Teil 1 - Lindisfarnemál (Das Lied von Lindisfarne)

Hier war kein Gold wie auf Granis Wege,
Fern ist dieß Land den Felsen des Rheins.
Mehr der Kleinode mochten wir haben,
Da wir heil daheim in der Heimat saßen.


[Aus Völundarkvida (Das Lied von Wölundur), erstes Heldenlied der Lieder-Edda]


Während Ræna, eine Völva, neu in Skíringssalr (Kaupang) eintrifft und auf dem Hof des Häuptlings Gunnar Haraldson sehr herzlich willkommen geheißen wird, teilt die Schildmaid Keðja Grimnirsdottir dem Schmied Askil Adilsson ihren Plan mit, bei der nächsten Viking nach Westen statt wie bisher nach Osten zu ziehen. Sie kann ihn überzeugen, als Fürsprecher vor Gunnar und dem Thing für das Vorhaben zu sprechen.
Ræna indes spricht mit Jørdis, der Frau Gunnars, wobei sie ihr prophezeit, dass sie ein Kind erwartet, danach aber recht bald nach Hel einziehen würde.
Am Abend, bei einem Fest zu Ehren von Ræna, kann dank Rænas Visionen und dem Fürsprechen von Askil tatsächlich beschlossen werden, in einer Woche nach Westen zu ziehen, um die christlichen Klöster auf den Inseln zu plündern, von denen es heißt, sie hüteten die protzigsten Schätze.
Bei einem Gespräch zwischen Hallþor, dem Fischer, Ottar, dem Gerber und Askil drängen beide Männer darauf, Askil solle sich nach der anstehenden Viking eine Frau suchen - Ottar schlägt Keðja vor, Hallþor hingegen bringt seine sechzehnjährige Tochter Sigrid ins Spiel. Ræna findet derweil heraus, dass Keðja die Tochter von Odin, unter anderem auch Grimnir genannt, ist, der wünscht, dass auch die Völva selbst mit nach Westen fahren soll.
Noch in der Nacht spricht Ræna einen Zauber, der Feykir, dem Sohn Gunnars, die Potenz nimmt, damit er die gerade einmal vierzehnjährige, britischstämmige Sklavin Náttrún nicht länger vergewaltigen kann.
Am nächsten Morgen überzeugt Ræna Gunnar, dass er sie mit auf Viking fahren lässt. Danach zeigt Keðja ihr ein paar Kniffe, wie sie sich auf Viking zumindest soweit verteidigen kann, dass sie nicht gleich bei den ersten Schwierigkeiten getötet wird.
Hallþor, sein Sohn Sigurd und Sigrid suchen Askils Schmiede auf, um einerseits Waffen für Sigurds erste Viking zu kaufen, aber andererseits auch Sigrid für Askil schmackhaft zu machen. Als sie wieder gehen, erscheint Hugin, Odins Rabe, bei Askil in der Schmiede und gibt ihm eindeutig zu verstehen, dass es Odins Wunsch ist, dass er Keðja zur Frau nimmt. Dabei kommt auch heraus, dass Keðja Odins Tochter ist. Nach einigen Schwierigkeiten stimmen beide schließlich dieser Verbindung zu. Hugin indes hatte für sich beschlossen, erst einmal in der Gesellschaft Rænas zu bleiben.
Am Abend vor der Viking stellt sich heraus, dass Hugin und Munin einst in menschlicher Gestalt waren, diese aber geopfert haben, um Weisheit zu erlangen. Nur an Vollmond und in Midgard erlangen sie ihre Gestalt zurück. In dieser letzten Nacht vor dem Aufbruch nach Wesen, die auch die Hochzeitsnacht von Keðja und Askil ist, teilen Hugin, nun in menschlicher Gestalt, und Ræna gemeinsam im Wald das Lager.
Bei der Verabschiedung am Morgen der Viking stellt sich heraus, dass das Kind, welches Jørdis erwartet von Heimdall ist. Ræna offenbart es der Häuptlingsgattin allerdings nicht. Dies bedeutet auch, dass Gunnar keine weiteren Nachkommen haben wird, da Feykir dank Ræna keine Kinder zeugen kann.
Nach einer Woche sind die Wikinger mitten auf der Nordsee, wobei sowohl dem stark seekranken Raben Hugin als auch Keðja auffällt, dass sie seit gut zwei Wochen keinen Kontakt mehr zu der Götterwelt hatten. Askil findet heraus, dass Keðja die Göttin der See, des Wassers, des Windes und des Salzes ist. Ein Sturm macht der Mannschaft indes stark zu schaffen, bei dem Ottar sich schließlich ein Bein bricht.
Nach einer weiteren Woche erreichen sie wieder Festland. Es ist der felsenzerklüftete Strand, den Ræna schon in ihren Visionen gesehen hat, in denen Odin von der Klippe stürzte. Die Wikinger rasten erst einmal am Strand unterhalb der mehrere hundert Meter hohen Klippe, um eine Stärkung zu sich zu nehmen, während Ottar von den Nornen - überbracht durch Hugin und Ræna - vor die Wahl gestellt wird, niemals im Kampf zu fallen und ob seiner Verletzung bei dieser seiner letzten Viking am Strand auszuharren und noch ein langes Leben zu leben, oder seine Wunden geheilt zu bekommen, dafür aber noch während dieser Viking das Leben zu lassen. Er entscheidet sich für Letzteres, um dereinst an Odins Tafel speisen zu können. Keðja und Askil derweil nutzen einen Kontrollgang, um ihr Eheleben zu genießen. Bei dem anschließenden Mahl verkünden sowohl Keðja als auch Askil, dass sie beide unabhängig voneinander sicher seien, vier Söhne geschenkt zu bekommen. Derweil hatte Feykir erneut angedroht dieses Mal die einheimischen Frauen zu beschmutzen, woraufhin Keðja ihm Leid androhte.
Etwas später erklimmen die Wikinger die steile Felswand, um zu dem Kloster aus Holz zu gelangen, welches laut Hugin oben auf dem Plateau liegt und von einem kleinen Dorf umrandet wurde. Dabei stürzt Bjalli, ein recht erfahrener Wikinger, in die Tiefe.
Die Bewohner von Lindisfarne werden von den Wikingern vollkommen überrascht, die brandschatzen und morden, wie es ihnen nachgesagt wird. Feykir derweil missglückt aufgrund Rænas Fluch eine Vergewaltigung, wobei er von Askil, Ræna und Keðja erwischt wird und sich zurückzieht. Das Kloster brennt und die Wikinger sind schließlich um einige Schätze und Blessuren reicher, als sie wieder den Rückweg nach Skíringssalr antreten - Ohne Ottar, der wie vorausgesagt im Kloster gefallen war...

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So 23. Nov 2014, 19:00
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Teil 2 - Askilskviða Jarlsbana (Das Lied von Askil dem Jarlstöter)

Da saß er geborgen in der Bucht am Abend;
die schmucken Schiffe schossen dahin.
Aber Granmars Söhne von Swarinshügel
Erspähten sein Volk mit feindlichem Sinn.


[Aus Helgakviða Hundingsbana fyrri (Das erste Lied von Helgi dem Hundingstöter), drittes Heldenlied der Lieder-Edda]


Kurz nach der Rückkehr von der Viking in Lindisfarne werden die ersten Vorbereitungen für das anstehende Neunjahresopfer getroffen, zu dem Ræna herzlich eingeladen wird. Wie alle neun Jahre sollen neun männliche Exemplare von jeder Art, auch der der Menschen, zu Ehren der Götter geopfert werden. Da Skíringssalr ein größerer Ort ist, sind die Bewohner dazu angehalten, einen freien, gläubigen Mann zu finden, der sich freiwillig den Göttern darbietet. Ræna bittet Jørdis und Gunnar darum, dass Askil und Keðja sie auf das Opferfest begleiten, da sie zuvor eine Vision von Askil hatte, wie er mit Keðjas Schwert über einen Toten gebeugt stand. Jørdis offenbart, dass Feykir eine Zwillingsschwester, Feyka, hat, die mit dem Sohn des Jarls der Gauten mit Sitz in Birka, Drengur Ragnarsson, verheiratet ist und mit ihm zwei Söhne hat. Ræna meint, dass ihr das irgendetwas sagt, kann es aber zu dem Augenblick nicht näher einordnen.
Derweil werden Keðja und Askil bei einem Schäferstündchen von Hallþor überrascht, der ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. Dabei stellt sich auch heraus, dass er keinen Groll gegen Askil oder Keðja hegt, da die Hochzeit der beiden ja seine Pläne durchkreuzt haben. Hallþor lädt Askil und Keðja zum Abendessen ein, die noch auf Silvanas Kinder acht geben, während die schwangere Schwester Askils, Silvana, bei der Hebamme Edda auf Jørdis, die Zwillinge erwartet, und Ræna trifft.
Ræna und Hugin genießen die Vollmondnacht, in der der Rabe Odins Mensch ist, in trauter Zweisamkeit im Wald, während Odin sich seinem Schwiegersohn vorstellt, wobei beinahe nebenbei herauskommt, dass Askil nun, wo er in die Familie eingeheiratet hat, ebenfalls ein Ase, also ein Gott, ist und der Nachfolger Mimirs - der Gott des Schmiedefeuers und der Schmiedekunst.
Während Keðja und Askil auf dem Rückweg von Hallþor nach Hause sind, wird Skíringssalr von einer überwältigenden Zahl von Wikingern aus einem östlichen Jarltum überfallen. Sie zwingen die Bewohner die Waffen und Reichtümer herauszurücken. Hugin und Ræna bemerken dies und schleichen sich - unter Mithilfe Thors - in die Schmiede Askils, in der Ræna zunächst Askils Wunde versorgt.
Auf dem Weg zu Silvana, nach der Askil dringend sehen will, können sie noch die Familie des Bootsbauers Ingvar für den Plan der Rückeroberung Skíringssalrs gewinnen. Silvana und ihre Familie sind wohlauf, wobei Askils Schwester durch den Wind ist, weil sie sich gezwungen sah, einen der Wikinger zu töten. Auf dem Rückweg wird Keðja entführt. Zurück in der Schmiede lassen sie nur Olav, einen Sohn Ingvars, bei Silvana und den Kindern zurück. Der Rest bricht auf, um die Gefangenen aus Gunnars Haus zu befreien, nachdem Ræna alle Kriegsgötter um Unterstützung angerufen hatte. Sie können das Langhaus befreien, wobei sie einen durch den Blutadler getöteten Bewohner Skíringssalrs auf dem Esstisch vorfinden. Die Gefangenen sind allesamt leicht lädiert. Ein feindlicher Wikinger erzählt, dass der Jarl der Gauten, Ragnar Vanison, und sein Sohn, der Häuptling von Birka, Drengur - der Schwiegersohn Gunnars - hinter dem Angriff stecken. Während die Krieger aufbrechen, Skíringssalr zu befreien, gesteht Ræna Hugin, dass sie Ragnars Tochter ist. Die Krieger kehren in die Schmiede zurück und können gerade so verhindern, dass Silvana geschändet wird. Olav, der bei ihr geblieben ist, wurde verletzt. Ansonsten haben die Götter eine schützende Hand über die Bewohner Skíringssalrs, was beinahe allen aufgefallen ist.
Fünf Wochen später trifft ein mit achtzig Wikingern besetztes Boot in Birka ein. Gunnar plant, zunächst den diplomatischen Weg zu beschreiten und lädt einige ausgewählte Mitreisende, darunter Askil, Hugin, Ræna und Keðja, ein, ihn am Abend zu seinem Schwiegersohn, dessen Vater und seiner Tochter zu begleiten. Die Zeit bis zum Abend verbringen die Wikinger damit, sich in Birka umzusehen. Während Keðja und Askil die Freuden einer Sauna bei den Samen genießen, sucht Ræna, nachdem sie den Tod einer Kellnerin beim Essen vorausgesehen hatte, das Heiligtum von Birka auf. Dabei handelt es sich um eine Hainbuche, dessen verworrene Wurzeln eine Esche umspannen und in der noch eine kleine Höhle ist. Während sie davon träumt, wie es wohl wäre, wenn Hugin, der ihr nicht von der Seite weicht, endlich für immer ein Mensch wäre, entführt ihre frühere Mentorin sie nach Hel, wobei sie betont, dass Ræna diejenige sei, die Rat gesucht habe. Aða weist Ræna darauf hin, dass Skíringssalr auf Geheiß desjenigen im Hause ihres Bruders angegriffen wurde, der einem neuen Gott dient und dass es einzig der Missionierung diente. Außerdem sagt sie ihr, dass Hugin die Früchte der Weltenesche Yggdrasil essen muss, um zwischen den Gestalten als Mensch und Rabe hin und her wechseln zu können. Als Hugin das erfährt, macht er Ræna einen Heiratsantrag - trotz der Tatsache, dass eine Völva im Normalfall keine Familie gründet.
Beim Abendessen, zu dem Ragnar und Drengur geladen haben, erfahren sie, dass Feyka, die Tochter Gunnars und Frau von Drengur, die Christin im Hause ist, die alle dazu angestachelt hat, Skíringssalr unter dem Vorwand, die als Mitgift dienenden Ländereien seien nicht fruchtbar, anzugreifen. Sie betont, dass sie zur Vergebung bereit sind, jedoch nur Christen vergeben könnten. Der weitere Streit wird auf den nächsten Morgen verlegt, um jetzt ein gutes Fest zu feiern, wie es sich gehört. Æska findet derweil heraus, dass Ræna ihre Tochter ist, behält dies aber für sich und sucht das Gespräch mit der Völva, wobei herauskommt, dass Feyka einen Priester mit hierher gebracht und mitten in Birka eine Stabkirche errichten lassen hat. Ræna verabredet mit ihrer Mutter, dass die Bewohner Birkas, die ihr treu ergeben sind, sich mit Hugins Auftauchen bei ihnen ergeben werden. Später untersagt Gunnar dieses Zeichen, da er Rache für den Angriff auf Skíringssalr an allen Einwohnern Birkas nehmen möchte. Hugin und Ræna entschließen sich dazu, Gunnars Befehl zu ignorieren. Askil und Keðja derweil suchen im Stall etwas Zweisamkeit, nachdem Askil ob Feykas gottlosen Benehmen so wütend wurde, dass er das Essbesteck beinahe in seiner Hand zerschmolzen hätte.
Nachdem Ragnar Gunnar und seine Mannen ein Nachtquartier angeboten hatte, schläft auf keiner Seite auch nur Einer. Der Angriff kommt einige Zeit später und soll Gunnars Leute im Schlaf überraschen, doch die sind gewappnet. Es kommt nur zu einem kurzen Kampf, Hugin fliegt wie verabredet zu Æska, die ihre Leute zur Aufgabe und damit zu weniger Blutvergießen überreden kann. Gunnar ist entsprechend wütend, dass Ræna seinen Befehl ignoriert hat, hält sich aber an die Waffenruhe. Askil und Keðja stürmen die Stabkirche, um Feyka und den Priester zu töten, doch Ragnar und Drengur befinden sich ebenfalls dort. Nach einem kurzen Kampf stirbt auch Ragnar, womit Drengur der einzige Überlebende ist. Keðja und Askil betrauen ihn mit der Rückführung Birkas zu den alten Göttern.

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Sa 13. Dez 2014, 00:51
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Teil 3 - Rænasspá (Rænas Weissagung)

Da gingen die Berater zu den Richterstühlen,
Hochheilige Götter hielten Rat,
Ob die Asen sollten Untreue strafen,
Oder alle Götter Sühnopfer empfangen.


[Aus Völuspá (Der Seherin Weissagung), erstes Götterlied der Lieder-Edda]


Einige Monate später im Frühjahr 794...
Gunnar hat Ræna noch immer nicht ganz verziehen, während in Birka Drengur nun Jarl der Gauten ist und sie wieder zu den alten Göttern zurückgeführt hat.
Ræna hat eines Morgens eine Vision von Loki, der Gunnar verrät, dass die Zwillinge, die Jørdis erwartet nicht von ihm, sondern von Gullintanni, der letzten Sommer zu Gast war. Des Weiteren verrät ihr die Vision, dass Jørdis mit hinter dem Rücken gefesselten Händen nach der Geburt am Moor stehen würde. Sie erzählt Jørdis davon und auch, dass es sich bei Gullintanni um Heimdall handelt, wonach Jørdis es mit Fassung trägt, aber verspricht, auf sich zu achten.
Keðja und Askil derweil verbringen ihren letzten Morgen in dem Haus Askils, welches an die Schmiede angeschlossen ist und dass sie zu einer vergrößerten Schmiede umzubauen gedenken, wobei sie selbst auf einen Hof am Rande Skíringssalrs ziehen wollen. Askil sagt Keðja zu, dass sie am Abend am Thing teilnehmen kann, bei dem sie ohnehin kein Stimmrecht hat.
Noch beim Frühstück besucht Ræna Keðja und Askil und befragt Erstere zu Ulfberht, von dem sie glaubt, dass er die Früchte Yggdrasils besitzt, die Hugin zu einem menschlichen Äußeren befähigen sollen. Keðja sagt, sie wisse nicht viel, da sie Ulfberht vor zwanzig Jahren in Aachen aufgesucht hat, um das Schwert zu kaufen und verweist die Völva an den Hafen, da sie gehört habe, die Nachfahren des Schmiedes leben irgendwo auf den westlichen Inseln.
Am Hafen erfährt Ræna, dass viele Bewohner Skíringssalrs krank seien, aber sie kann einen Arbeiter ausfindig machen, der sie auf eine Insel hinter der großen Insel im Westen aufmerksam macht.
Mit Vallis Hilfe, dem Mann von Askils Schwester Silvana, bringen Keðja und Askil derweil den Umzug relativ zügig hinter sich. Den Hof, den eine riesige, von weitem gut sichtbare, dunkle Tanne ziert, nennen sie Svartrfurabœr - Schwarztannenhof.
Beim Thing am Abend, auf dem auffallend viel gehustet wird, wird beschlossen, einen Wall um Skíringssalr zu errichten. Außerdem beschließt das Thing, auf einen dezenten Hinweis Askils hin, bei der nächsten Viking noch weiter nach Westen, hinter die Insel namens England auf eine andere Insel zu reisen.
Ein paar Wochen später als der Frühling einsetzt, sind immer noch erstaunlich viele Bewohner Skíringssalrs krank - ihr Zustand hat sich sogar verschlechtert -, was nun auch Askil und Keðja nervös macht. Ræna steht indes der Zwillinge gebärenden Jørdis bei. Sie bekommen die Namen Þorvallur und Þora - nach Keðjas Bruder, dem Gott Thor. Askil und Keðja suchen Silvana auf, die hochschwanger ist und der es nicht sonderlich gut geht, aber immerhin ist sie nicht krank. Sie treffen sich mit Gunnar und Ræna und gemeinsam beschließen sie, die Kranken von den Gesunden zu trennen. Gunnar selbst wirkt nicht sonderlich glücklich über die Geburt, was Askil, Keðja, Hugin und Ræna vermuten lässt, dass Loki ihm bereits von der Vaterschaft Heimdalls erzählt hat. Weiterhin vermuten sie, dass Loki ebenfalls hinter den Krankheitsfällen steckt. Mit Ingvars Hilfe wird die Versammlungshalle zur Krankenstation umgerüstet und die Kranken dorthin verbracht. Diese Maßnahme stoppt den gerade laufenden Wallbau, der Skíringssalr vor weiteren Angriffen, wie der zuvor aus Birka, schützen soll.
Dies alles sollte sich als wahr herausstellen, als eine Woche später Gunnar Ingvar befiehlt, Jørdis im Moor zu versenken. Sie stehen schon an der Richtstätte, denn Gunnar kann mit einem farbenprächtigen Mjöllnir auf dem Arm den Beweis antreten, dass dies der Wille der Götter ist: Jørdis soll sühnen, dafür, dass sie fremd ging, sonst würde es den ganzen Ort mittels der Krankheit dahinraffen. Erst im letzten Augenblick gelingt es Ræna, Thor zu rufen, ein Zeichen zu senden. Der versengt Jørdis Fesseln und Gunnar zieht sich wütend zurück. Reumütig liegt Gunnar kurze Zeit später auf dem Sterbebett und verkündet, dass er nun derjenige sei, der für die Gesundheit der Gemeinschaft an der mysteriösen Krankheit sterben müsse. Und das geschieht kurze Zeit später auch. Feykir verlangt, dass Náttrún als Gunnars Lieblingssklavin ihm in den Tod folgen müsse. Da allen klar ist, dass er das nur aus puren Rachegelüsten tut, da er Náttrún wie keiner anderen Frau wegen seiner Impotenz nicht mehr nahe sein kann, wird Náttrúns Tod bei der Schiffsbestattung mit Askils und Keðjas Hilfe vorgetäuscht. Die Flucht der ehemaligen Sklavin gelingt und Jørdis reist mit Aldis und ihren Zwillingen nach Wiskiauten ab, wo sie sich ein neues Leben aufbauen wollen.
Zwei Wochen später erreichen alle freien Männer mitsamt einiger Familien sowie Ræna und Hugin die Tempelanlage von Ranheim, bei der das Neunjahresopfer durchgeführt werden soll. Ræna kann nicht verhindern, dass die Bewohner Skíringssalrs ein Menschenopfer darbringen müssen. Hallvard erklärt sich dafür bereit, der bereits viele Sommer gesehen hat und schon einige Enkelkinder hat, da er keinen anderen Weg sieht, wie ein Einherjer an Odins Tafel zu speisen. Während er also mit den anderen Opfern die Nacht der Orgie in dem Gatter verbringt, ist der Rest der Feiernden im Rausch und entsprechend enthemmt. Noch vor Ende der wilden Nacht hat Askil einen unheilvollen Traum von einem Opferdolch, den er am nächsten Morgen mit Ræna bespricht. Es stellt sich heraus, dass die Tempelvorsteherin zum Christentum bekehrt worden ist und den Dolch so manipuliert hat, dass das Menschenopfer nicht an Odins Tafel würde speisen können. Das können Askil, Ræna, Keðja und Hugin allerdings verhindern, so dass das Ritual ohne Zwischenfälle von Statten geht. Die Tempelvorsteherin stirbt am nächsten Morgen, nachdem sie mit ihren Taten öffentlich konfrontiert wurde, einen qualvollen Tod am Opferstein, indem bei ihr der Blutadler durchgeführt wird.
Zur gleichen Zeit wendet sich Munin an Ræna, die ihr prophezeit, die Suche nach den Früchten Yggdrasils und der damit einhergehenden Tatsache, dass Hugin dauerhaft von dem Rabenfluch befreit würde, würde ihm den Tod bringen, was Ræna in echte Gewissenskonflikte treibt.
Ein paar Wochen später treffen die Helden wieder in Skíringssalr ein und ein neuer Häuptling wird gewählt, wobei Ræna als Völva und damit auch als Orakel prophezeit, dass Askil der bessere Herrscher sei. Auch Valli hat Ambitionen, stellt diese aber zugunsten Askils zurück. Schließlich fällt die Wahl auch auf Askil, was Feykir aber nicht hinnehmen kann, der den unbewaffneten Askil dann mit einer verbotenerweise mitgeführten Waffe attackiert, wobei Askil und Hugin verletzt werden. Feykir kann sich allerdings nicht durchsetzen und wird festgesetzt.
Noch am gleichen Abend wird in Skíringssalr die Wahl Askils zum Häuptling feierlich begangen. Und Hugin, der Ræna in dieser Vollmondnacht als Mensch erscheint, kann ihre Bedenken bezüglich dessen, was die eifersüchtige Munin ihr erzählte, vorerst ausräumen.

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Mi 9. Dez 2015, 19:44
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Teil 4 - Landnámabók önnur (Das andere Landnahmebuch)

Eine Esche weiß ich, heißt Yggdrasil,
Den hohen Baum netzt weißer Nebel;
Davon kommt der Thau, der in die Thäler fällt.
Immergrün steht er über Urds Brunnen.


[Aus Völuspá (Der Seherin Weissagung), erstes Götterlied der Lieder-Edda]


Noch am Abend der Wahl Askils feiern die Bewohner Skíringssalrs ausgelassen. So lange, dass sie erst am nächsten Mittag dazu kommen, Feykir für seine Vergehen zu bestrafen. Askil befragt seine Berater, Valli und Ingvar, und auch auf Keðjas und Rænas Meinung legt er Wert. Kaum, dass er das Urteil gesprochen hat, nämlich, dass Feykir beide Hände verlieren soll und aus dem Ort verbannt wird, um in Demut von der Großherzigkeit anderer abhängig zu sein, erinnert sich die Völva an einen Traum, indem Loki droht, übelstes Unheim über Skíringssalr kommen zu lassen, sollten sie Feykir auch nur ein Haar krümmen. Gemeinsam beschließen sie jedoch, es bei der Strafe zu belassen, trotz der Gefahr durch Loki und Askil persönlich ist es, der mit seinem Zauberschwert die Hände Feykirs abtrennt und ihn versorgen lässt, in der Hoffnung, er übersteht die Nacht. Dann erst würde er aus Skíringssalr gejagt.
Ein paar Monate später tritt das Thing das zweite Mal unter Askils Herrschaft zusammen. Dabei bringt Ylva, die Frau des Fischersohnes Sigurd Hallþorsson, den Wunsch vor, diese Verbindung zu beenden, da Sigurd sie nicht wie eine ehrenwerte Frau behandle. Während Sigurd wenig davon hält, scheint sein Vater diesem Wunsch eher entsprechen zu wollen. Und auch Askil stimmt dem schließlich zu. Durch Rænas und Hugins Geschick ist es ein Leichtes, die freien Männer Skíringssalrs dazu zu bewegen, auch diesen Sommer wieder gen Westen zu ziehen und bei den Christen zu plündern. Dieses Mal erklärt Valli, dass auch er sich der Viking anzuschließen gedenkt. Silvana ist davon weniger begeistert, lässt ihn aber ziehen.
Ræna und Hugin indes suchen Odin nach einem Abendessen bei Askil und Keðja auf, die Ingrid, Bjørn und Olav - die Kinder Ingvars - gegen Bezahlung und Grundausbildung zu sich genommen haben, da sie sich mit dem Schwarztannenhof und der Schmiede zu zweit überfordert fühlen. Odin trägt Ræna ein Rätsel auf, das es zu lösen gilt. Erst dann, verspricht er ihr und Hugin, bei der Suche nach den Früchten Yggdrasils zu helfen. Die Völva solle nicht fahren und nicht reiten, nicht bekleidet und nicht nackt und nicht neben noch auf dem Wege zu ihm gelangen. Sie kleidet sich in ein Netz, setzt sich auf einen Esel, der halb auf dem Weg geht und lässt dabei ihren großen Zeh auf dem Boden schleifen. Odin erkennt die Lösung an und erklärt, dass sie nach Inishmurray müssten, hinter der Insel, die sie letztes Jahr besucht hatten. Munin würde ihnen helfen, auch wenn er eingesteht, dass sie das wohl weniger wolle.
Und sie tut es tatsächlich. Begleitet werden die Wikinger von den Zwillingen Thorfin und Ylva, die aus einem nahen Ort stammen. Es ist nicht deren erste Große Fahrt. Sie landen an einer Steilküste an, bei der Munin ihnen zu verstehen gibt, dass sie genau hier die hohe Wand erklimmen müssen. Sie landen auf einem Plateau, das nur aus Wiese und Findlingen zu bestehen scheint. Die Zwillinge erkunden in einigen Stunden Entfernung an einem kleinen Wald ein christliches Dorf, das sie dann auch kurz darauf überfallen. Sie nehmen den Priester und einige Sklaven gefangen und zünden die Kirche mit den restlichen Überlebenden an. Überlebt hat dank Munins Einsatz auch Talargan, ein Pikte und Sohn einer Druidin, der aus dem Land über der Meerenge im Osten stammt und auf der Flucht vor seinen christlichen Häschern hier zum ersten Mal in Gefangenschaft geriet. Der leicht erkaufte Sieg über die Christen wird gefeiert, wobei Askil Talargan offiziell als neues Mitglied ihrer Gemeinschaft vorstellt, der noch nicht einmal die Sprache der Nordmänner spricht. Ylva unterhält sich genauer mit dem Priester, wobei sie in Glaubensfragen immer mehr ins Zweifeln gerät und eine bisher ungekannte Nähe zum Christentum verspürt - besonders nach der Lektüre der Bibel, von der die Völva verlangt, sie würde verbrannt, wonach Ylva sie heimlich aus dem Feuer rettet. Thorfin derweil benimmt sich unter Alkoholeinfluss ziemlich daneben und Hugin erkennt auch endlich, warum Munin Talargan befreien wollte und erzählt dies brühwarm an Ræna weiter - er habe etwas göttliches an sich, was er vermutlich selbst nicht einmal weiß.
Am nächsten Vormittag machen sie sich mit einem guten Dutzend ausgewählter Sklaven, die sich im Kampf unter Beweis stellen sollen, auf dem Weg zum Kloster. Während des Marsches wundert sich Keðja immer mehr über den Wandel Askils, der immer brutaler zu werden scheint. Ylva indes unterhält sich mit Sean, dem Priester, woraufhin Ræna allmählich skeptisch wird und sich mit Keðja kurzschließt, dass dies ein Ende haben muss. Letztere führt ein ernsthaftes Gespräch mit Sean, er solle sich von ihren Leuten fernhalten, während Ræna mit Ylva spricht, die tatsächlich ernste Zweifel an den Göttern hegt, die ihr die Völva aber schnell wieder austreiben kann. Nicht nur Talargan ist überrascht, dass Munin sich während des Marsches durch den Wald wieder zu ihm gesellt, was gewöhnlich auch nicht ihre Art ist.
Beim Kloster angekommen, weigert Sean sich, seinen Glaubensbrüdern eine Falle zu stellen, woraufhin er vor aller Augen hingerichtet wird. Die Nordmänner fallen über das Kloster und die wehrlosen Mönche her, wobei sie keine Gnade zeigen. Nur den in in prachtvoller Kleidung gekleideten Abt lassen sie leben. Das Kloster lebt in Reichtum, den es sich von den Gläubigen abgepresst hat, so dass die Wikinger nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Ræna indes hat eine Vision von einem Ort namens Áth Cliath - dem Heimatort des Abtes, der verspricht, sie dorthin zu führen, da Hugin und Ræna sich versprechen, dort die Früchte Yggdrasils zu finden. Bei den Siegesfeiern am Abend verspricht Askil, dass sie dorthin reisen werden.

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Teil 5 - Muninargrátr (Munins Klage)

Hugin und Munin müssen jeden Tag
Über die Erde fliegen.
Ich fürchte, daß Hugin nicht nach Hause kehrt;
Doch sorg ich mehr um Munin.


[Aus Grímnismál (Das Lied von Grimnir), viertes Götterlied der Lieder-Edda]


Im Nebel landen die drei Schiffe Askils schließlich an einer Stelle, an der ein Fluss ins Meer fließt. Am Ufer beschließen sie ihr Lager aufzuschlagen. Es ist bereits Abend und der Überfall auf Áth Cliath würde erst am nächsten Tag folgen. Thorfin und Ylva begeben sich auf die Jagd. Der Fluss führt in den Wald hinein und während die Anderen ihr Lager aufschlagen, werden Thorfin und Ylva von zwanzig Bogenschützen umstellt und schließlich in das Dort gebracht, wo sie in einen Schuppen gesperrt werden. Überraschenderweise mit Náttrún, von der sie bereits gehört haben - und die sie beruhigen können, dass Feykir nicht mit ihnen gekommen war. Munin beobachtet das Ganze und eilt zu Askil, dem sie von der Gefangennahme erzählen. Er stellt einen Trupp Krieger zusammen.
Derweil hat ein Mann Namens Loptr gemeinsam mit seinem riesigen Wolf Vali im Wald sein Lager aufgeschlagen. Er wird von zwei ortsansässigen Kindern überrascht, wobei das Mädchen ob des Wolfes so sehr erschrickt, dass sie einen lauten Schrei ausstößt, der die Aufmerksamkeit der Nordmänner erweckt. Askil und Valli beschließen, nachsehen zu gehen. In einem kurzen Gespräch erklärt Loptr, dass er die Entführung beobachtet habe, sich aber als Außenstehender nicht weiter einmischte.
Loptr schließt sich der Gruppe Nordmänner an. Gemeinsam überfallen sie das Dorf Áth Cliath, das erstaunlich gut durch einen Palisadenwall geschützt ist. Loptr offenbart die Schwächen und so gelingt der Coup. Die Einnahme von Áth Cliath wird mit einem ordentlichen Gelage zelebriert. Talargan und Loptr plündern die Whiskyvorräte, wobei Ersterer beschließt, denjenigen der Kelten mitzunehmen, der das Wasser des Lebens zu brauen vermag. Munin nutzt die Nacht, um gemeinsam mit anderen Raben die Früchte von Yggdrasil von dem Heiligen Baum zu plündern, von dem Ræna von den Sklaven erfährt. Die sprechen davon, dass der Teufel darin wohne - der Ort früher, bevor sie Christen wurden, aber ein Heiligtum war. Später in der Nacht kann Munin beobachten, wie Loptr mit dem Gift aus einer Phiole alles im Umkreis des Ausläufers von Yggdrasil zum Absterben bringt. Inklusive der Heiligen Esche selbst.
Am nächsten Morgen sucht sie das Gespräch mit ihm, den sie als den aus seinem Gefängnis geflohenen Loki höchstselbst identifiziert und der ihr gegenüber mehr als skeptisch ist. Sie vereinbaren aller Hindernisse und gegenseitigen Skepsis zum Trotz, dass Loptr dafür sorgt, dass Munin ihren Bruder wieder ganz für sich hat. Im Gegenzug verspricht Munin, den verbliebenen Sohn Lokis, Vali, von seinem Fluch der Wolfsgestalt zu befreien.
Nachdem die durchgehend verkaterten Nordmänner erwachen, begleitet sowohl Talargan als auch Loptr Ræna und Hugin auf dem Weg zu der Esche, wo sie eine böse Überraschung erwartet. Kurz bevor Ræna aufgeben will, will es der Zufall, dass Loptr eine verbliebene Eschenfrucht auf dem Boden findet, die Hugin verspeist, woraufhin er in einen tiefen Schlaf fällt. Dass sie von einer Munin in Menschengestalt beobachtet wurden, bemerken sie nicht.
Keðja, Askil, Valli und Ingvar indes planen die weitere Besiedlung dieses Fleckens Erde, wobei eine Siedlung unter ihrer Kontrolle Skíringssalr tributpflichtig sein soll. Da dafür eine der drei Schiffsmannschaften bis zum nächsten Sommer hier bleiben müssen, entschließen sie sich auf das Urteil der Götter zu vertrauen, wen es nun treffen soll. Ræna soll die Männer auswählen, damit auch jeder sein Schicksal akzeptieren kann, sollte es ihn treffen. Unter den Auserwählten sind auch die Zwillinge Thorfin und Ylva.
Am nächsten Tag erwacht Hugin aus seinem tiefen Schlaf und es stellt sich heraus, dass der Zauber der Weltenesche erfolgreich verlaufen ist. Er ist nun in einer menschlichen Gestalt, aus der er jederzeit in den Raben wechseln kann.
Ræna bereitet den Opferplatz des neu zu gründenden Ortes vor.
Talargan, Hugin, Keðja und später auch Askil, der noch einige organisatorische Aufgaben zu übernehmen hatte, gehen indes auf die Jagd, um einige Vorräte für die Überfahrt zurück nach Skíringssalr und den letzten gemeinsamen Abend in Áth Cliath zu ergattern. Dabei treffen sie auf einen Kobold, mit dem sie sich auf ein Fangenspiel einlassen, da Talargan hörte, es gäbe Gold zu gewinnen. Der Kobold ist schließlich der Schnellere und entführt Keðja mit einem geflegten Schlag auf den Hinterkopf ins Land der Träume und schließlich in eine unterirdische Höhle voller Stalaktiten und Stalagmiten. Nach kurzer Diskussion gibt er die Helden frei, Gold gibt es aber keines.
Talargan und einige andere Männer haben schließlich doch noch etwas Jagdglück, Ræna lässt sich von Loptr einem reichen Kräuterhain zeigen, der ihr bei den Vorbereitungen zur Weihe des Opferplatzes behilflich ist, Keðja und Hugin suchen für Letzteren neue Schuhe in den Häusern der Kelten, da seine eigenen beim Fangenspiel Federn hatten lassen müssen und Askil bereitet die Häuptlingswahl für den neu zu gründenden Ort vor.

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Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Mo 10. Okt 2016, 12:06
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