Unbeantwortete Themen | Aktive Themen Aktuelle Zeit: Fr 21. Sep 2018, 05:49



Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 8 Beiträge ] 
 Ragnarök - Schicksal der Götter 
Autor Nachricht
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
Achtung: Dieses Rollenspiel ist für Spieler unter 18 Jahren nicht geeignet!

Im Jahre 2025, zehn Jahre nachdem sich die Welt wieder in Ost und West gespalten hat, gehen allmählich die letzten, von den vielen, kleinen Stellvertreterkriegen stark in Mitleidenschaft gezogenen Ölvorkommen zur Neige.
Die USA haben schon viele Gründe gesucht, gefunden und auch erfunden, um in Südamerika entsprechende Vorkommen zu sichern. Nun tun es ihnen die Russen nach. Vor Norwegen gibt es noch genug Öl, das man ja nicht teuer kaufen muss...
Und während des breitgefächerten Einsatzes von EMP-Waffen passiert das, was ein Team skandinavischer Geheimdienste, das sich Heimdall nach dem gleichnamigen nordischen Gott nennt - dem Wächter der Götter und dem Vater aller Menschen -, über die letzten einhundert Jahre hinweg zu verhindern versucht hatte: Die Sicherungsmaßnahmen, die die Menschen vor Trollen, Feen, Werwesen und dergleichen mehr schützen sollten, fallen aus.
Und so kommt es, dass die russischen Soldaten Norwegens geringstes Problem darstellen...


~~~~~

Der Kiel fährt von Osten, da kommen Muspels Söhne
Über die See gesegelt; sie steuert Loki.
Des Untiers Abkunft ist all mit dem Wolf;
Auch Bileists Bruder ist ihm verbündet.


[Aus der Völuspá (Der Seherin Weissagung), erstes Götterlied der Lieder-Edda]


Seid dabei, denn der Weltuntergang wartet.

Das Schicksal der Götter heißt Ragnarök

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Mo 29. Sep 2014, 18:56
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
1. Balders Tod

Im März 2025 in der norwegischen Stadt Oslo...
Nael, eine Banshee, die in der von einem Geheimdienstzusammenschluss aller skandinavischen Länder namens Heimdall betriebenen Haftanstalt Bastøy einsitzt, da sie ihre Fähigkeiten einsetzte, um aus Rache Menschen zu töten, kann gemeinsam mit einigen anderen übernatürlichen Wesen fliehen, als während einer außergewöhnlichen Wetterlage, die mit Polarlichtern noch garniert wurde, überall in und um die Stadt alle elektrischen Geräte ausfallen. Unter anderem kann gemeinsam mit ihr ein namenloser Blonder fliehen, der ihr erzählt, dass er weder Name, Alter noch Herkunft preisgeben kann, da ihn ein Fluch zum Schweigen zwingt. Der gleiche Fluch zwingt ihn dazu, sich von Menschenfleisch zu ernähren.
Im Wald bei Horten, während ihrer Flucht nach Norden vorbei an Oslo, trifft die Gruppe, bei der sich noch der tollpatschige Troll Amur, eine warzige Hexe und zwei weitere Personen befinden, auf den Vampir Erik, der ebenfalls aus Bastøy geflohen ist und nur dank eines verzauberten Schmuckstückes während des Tages nicht zu Asche verbrennt.
In Oslo herrscht derweil absolutes des Chaos, den das chaotische Wetter und vor allen Dingen der Stromausfall verursacht haben. So stürzen Fahrstühle ab und ein Flugzeug stürzt in ein Hochhaus in der Innenstadt.
Der Windflüsterer Tyr versucht aus der Stadt zu fliehen, wie es ein Großteil der Bevölkerung versucht. Dabei trifft er auf die schwangere Kari, die er in eine Kirche zum Entbinden bringt. Der Wind flüstert ihm zu, dass er dies bereuen würde. Doch noch bevor er weiter darüber nachdenken kann, trifft er auf den Heimdallagenten Liam, mit dem Tyr durchaus nicht auf freundschaftlicher Basis bekannt ist. Sie fliehen in das Heimdall-Hauptquartier, gerade, als der Strom wieder funktioniert, und erfahren, dass für den temporären Stromausfall entweder eine EMP-Bombe oder die Polarlichter verantwortlich sind. Dort beschließt Liams Vorgesetzte Anuk, eine unterkühlte Sami, dass sie weiter nach Trondheim ziehen werden, da es hier zu gefährlich wird.
Die Flüchtlinge aus der Haftanstalt Bastøy erreichen derweil Nykirke, ein kleines Dorf am Oslofjord und stehlen ein Fahrzeug, um die Flucht schneller bewerkstelligen zu können. Mit dem gelangen sie zu einer Tankstelle bei Drammen, wo die kannibalischen Übernatürlichen ein Massaker veranstalten, um unter anderem auch den kurz vor dem Blutrausch stehenden Vampir Erik mit einer Vierzehnjährigen zu füttern. Nur ein kleiner Junge überlebt den Übergriff und die Gruppe zieht weiter nach Norden.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Do 4. Dez 2014, 13:05
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
2. Fimbulwinter

Drei Monate später ist Norwegen von den Russen vollständig besetzt, die mitunter mit den Unterdrückten nicht zimperlich umgehen. So wurden Liam und Anuk während heftiger Kampfhandlungen von Bjarni und Tyr getrennt. Letzterer macht sich auf den Weg nach Bergen und begegnet im Wald Erythia, einer Waldnymphe, die ihm erzählt, dass er der Sohn Thors wäre.
Nael und Andrej derweil sind getrennt von den anderen Flüchtlingen aus Bastøy schon in Bergen angekommen und können sich einer Widerstandsgruppe in der Universität anschließen. Während sie sich in der Stadt umsehen, kommt es dazu, dass sie sich, da schon Sperrstunde ist, in ein Haus flüchten müssen, in dem eine Familie wohnt, die sie darum bittet, die zugefrorene Tiefkühltruhe für sie zu öffnen. Beim Öffnen bekommt Nael das Gefühl, als würde die Kälte übernatürlich in jede ihrer Poren eindringen. Am nächsten Tag bekommen sie von der Widerstandszelle der Universität den Auftrag, ins russische Militärlager einzubrechen, um herauszufinden, was jene als nächstes vorhaben. Noch davor vertreiben sie ein paar Obdachlose aus einem herrenlosen Haus und nehmen jenes selbst in Beschlag.
Ähnlich erging es einige Tage zuvor Anuk, die sich mit Liam bis nach Trondheim durchgeschlagen hat. Das Heimdall-Hauptquartier dort jedoch wurde schon vor Monaten von den Russen übernommen. Beide haben sich in einem Bootshaus am Hafen einen Unterschlupf gesucht und beschließen, dass sie sich in das Heimdall-Netzwerk hacken werden, um so nach den anderen Heimdallagenten zu suchen. Dies tun sie kurz darauf im St. Olavs Hospital und es gelingt ihnen, einige Seiten auszudrucken. Daraufhin lässt Anuk sich untersuchen, wobei herauskommt, dass nicht nur ihre Augen seltsam glasig-milchig wirken und dass ihre Körpertemperatur der einer Toten gleicht, sondern, dass sie auch gar keinen Herzschlag mehr hat. Auf der Flucht aus dem Krankenhaus, damit Anuk nicht abstrusen Experimenten unterzogen wird, schlagen sie noch einen Russen K.o., der sie hatte kontrollieren wollen, in dem Glauben, Bjarni, von dem sie während Kampfhandlungen getrennt wurden, hätte die gefälschten Pässe. Sie fesseln ihn im Bymarka Naturreservat an einer Aussichtsplattform und suchen anschließend den Dämonologen Johan Fjellesøy auf, der ihnen eröffnet, Anuk wäre von einem Eisriesen besessen, den er kurz darauf austreibt. Sie nehmen Kontakt mit dem Hauptquartier in Reykjavík auf, von dem sie annehmen, dass die Obersten von Heimdall dorthin geflohen sind, da es weit genug vom Festland entfernt liegt. Sigrid, die stellvertretende Geschäftsführerin, attestiert Anuk via Skype, sie habe schlechte Arbeit geleistet und suspendiert sie.
Tyr derweil übernachtet mit Erythia beschützt von Wölfen in einer Wolfshöhle, bevor sie sich am nächsten Tag gemeinsam nach Bergen aufmachen. Unterwegs, in einem kleinen Dorf namens Espeland, bemerken sie seltsames Verhalten bei den Bewohnern, die allesamt abweisend sind und blass-blaue Augen haben, die Erythia an Eisriesen erinnern. Sie weigern sich, ihnen bei den Russen zu helfen, auch wenn sie ihre eigenen Besatzer offenkundig losgeworden sind. Die finden Tyr und Erythia unter dem Kompost tiefgefroren auf. Kurzerhand rufen sie Tyrs Vater, Thor, der ihnen in einem Wirbelwind erscheint und erzählt, dass der Bifröst an die Eisriesen gefallen ist, als die Jötunheim verlassen und die Götter überraschend angegriffen haben, wobei Heimdall verletzt wurde. Weiterhin empfiehlt er, mit Feuer gegen die Eisriesen vorzugehen.
Erik trifft unterdessen in den schattigen, drämmrigen Gassen von Kristiansand auf die Vampirjägerin Kristanna, die ihren Versuch, ihn zu töten, erst unterbricht, als er erzählt, dass er sich nur von Tierblut ernährt und seinen Erschaffer Igor sucht. Sie beschließt, ihm zu helfen. Gemeinsam brechen sie in eine verlassene Schlachterei ein, wo sie allerdings ein Dhampyr erwartet, dem es nach Eriks Blut dürstet. Zusammen schaffen sie es, ihn zu vernichten, werden kurz darauf aber im Kühlraum, aus dem sie Vorräte und Blut zu holen gedachten und in dem noch ein Notfallaggregator läuft, eingeschlossen. Kristanna friert erbärmlich, auch noch, als Erik sie befreien konnte und führt ihn zum Dank zu ihrem Hauptquartier, das nur von außen heruntergekommen und alt wirkt - im krassen Gegensatz zum Inneren. Kristanna eröffnet Erik, dass sie einst für Heimdall gearbeitet hatte und erwähnt, dass sie die Organisation für verlogen hält.
Nael und Andrej derweil brechen beim russischen Militärlager ein. Nael friert immer mehr und heftiger, obwohl es warm draußen ist und Sommer und Andrej stellt fest, dass sie blass-blaue Augen hat und eiskalt ist. Ihr Zustand verschlechtert sich immer mehr und sie spürt eine fremde Präsenz in sich, während Andrej mit übernatürlichen Fähigkeiten die Daten, die der Widerstand braucht, auf einen USB-Stick spielt. Nael spürt immer mehr eine Präsenz in sich. Andrej trägt sie schließlich zurück in ihr neues Heim, wo sie herausfindet, dass sie von einem Eisriesen besessen ist. Mit Andrejs übernatürlicher Hilfe kann sie ihn aus sich vertreiben.
Auf dem Weg nach Bergen erzählt Tyr Erythia von den von ihr Steinwälder genannten Städten und warnt sie, sie würde sich nicht wohl fühlen. Dennoch sagt sie zu, ihm zu helfen und ihn nach Bergen zu begleiten, wo sie zwei Tage später auch eintreffen.
Kristanna friert in ihrem eigenen Heim immer mehr und auch sie bekommt die zombiesken blass-blauen Augen. Sie erzählt Erik von ihrer Großmutter, die sich als die Hexe herausstellt, die Erik vor über hundertneunzig Jahren das Amulett geschenkt und ihm einige Hinweise zu Igor gegeben hatte. Kristanna erzählt, dass sie wohl einen Deal mit den alten Göttern habe, darum altere sie seit Jahrhunderten nicht. Es stellt sich weiterhin heraus, dass Kristannas Kind von Igor ermordet wurde und sie Erik nur zu helfen gedenkt, da sie das gleiche Ziel verfolgt. Als sie immer mehr friert, trägt Erik sie in das Waldhaus, in dem Jorun, die Hexe und Kristannas Großmutter wohnt, die noch genau die gleiche junge Frau ist, wie vor hunderten von Jahren. Sie führt das gleiche Ritual durch, das in Trondheim bei Anuk durchgeführt worden war und befreit sie von dem Eisriesen, der sie besetzt hielt. Kristanna und Erik verbringen die Nacht gemeinsam in einem Bett bei Jorun im Wald. Kristanna macht Erik eindeutige Avancen, doch der macht klar, dass er aus einem anderen Jahrhundert mit anderer Erziehung stammt. Sie überfallen eine Blutbank, bevor sie noch in der Nacht gen Drammen aufbrechen., wo sie sich eine Spur von Igor erhoffen.
In Trondheim weiht Anuk Liam in ihre Pläne ein, zu ihrer Familie nach Kautokeino zu reisen. Liam überredet sie, sie begleiten zu dürfen. Er erfährt, das sie seinen Vater kannte, der einst mit ihrem Vater über die Beteiligung der Samen an Heimdall verhandelte. Johan gibt ihnen Nachrichten für Narvik, Tromsø, Hammerfest und Kirkenes mit.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Sa 10. Jan 2015, 21:19
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
3. Wolfsbeute

Kurz vor Drammen geht Erik das Blut aus. Nach einigem Zögern nimmt er Kristannas ebenso zögerliches Angebot wahr und trinkt von ihr. Dank des Einhornblutes, das er einige Tage zuvor von Jorun bekommen hatte, bekommt er auch keinen Rausch und kann rechtzeitig von ihr ablassen. Die beiden sehen ein, dass sie wohl Freunde sind und küssen sich kurz darauf, wonach Erik anmerkt, dass es unter Umständen sein könnte, Kristanna sei die Wiedergeburt seiner Frau Gudrun, was Kristanna ihm übel nimmt. Kurz bevor sie Drammen tatsächlich erreichen werden sie von einem Werwolfrudel angegriffen, das sie jedoch in die Flucht schlagen können. Sie beschließen, da es Nachts und damit Sperrstunde ist, über den Wasserweg in die Stadt zu gelangen. Dort finden sie Unterschlupf auf der Couch von der Mutter eines kleinen Babys, welche sich später als Kari aus der Oslo herausstellt, die Tyr bei der Geburt in eine Osloer Kirche geschickt hatte. Sie verbringen die Nacht miteinander und Kristanna sieht ein, dass es wohl doch sein könnte, dass sie Gudrun sei. Kari macht die beiden auf die Probenräume einiger Punkbands aufmerksam, in denen sich womöglich der Widerstand organisieren könnte und bietet ihnen an, bei ihr zu bleiben, damit sie und Emil, ihren Sohn, einigermaßen geschützt sind. Erik und Kristanna brechen in einen Supermarkt ein, um Kari Windeln zu besorgen und treffen auf ein paar Jugendliche, die Essen zu stehlen gedenken. Nach kurzem zögern verraten die Jugendlichen, dass eine Widerstandsgruppe am Hafen bei den Proberäumen arbeitet, wie es zuvor auch Kari verlautbart hatte. Die Jugendlichen werden jedoch von Russen angeschossen und schwer verletzt und können nur im letzten Moment von Kristanna und Erik zum Widerstand gebracht werden. Doch da greifen die Werwölfe erneut an, die sie schon vor Drammen bekämpft hatten. Kurz, bevor die Situation eskalieren kann, stellt sich jedoch heraus, dass auch sie dem Widerstand gegenüber wohlgesonnen sind. Jedoch behaupten sie, Heimdall wäre dies nicht. Außerdem erzählen sie, dass sie Erik und Kristanna für Heimdallagenten gehalten haben und der Angriff deswegen erfolgte, weil sie Heimdall demütigen wollten, indem sie eine Agentin als Weibchen nähmen. Weiterhin sollen einige Wolfsrudel aus Russland mit den Soldaten gekommen und weitere Norwegische mit ihnen kooperieren.
In Bergen derweil hat Nael sich von dem Eisriesen erholt, der von ihr Besitz ergriffen hat. Sie und Andrej haben sich das Vertrauen des Widerstands erworben und bekommen den Auftrag, einen Gefangenentransport der Russen zu überfallen. Dazu sollen sie Erythia und Tyr mit ins Boot holen, die mittlerweile ebenfalls in der Universität Unterschlupf gefunden haben. Erythia hat Schwierigkeiten mit einigen Gewohnheiten der Menschen und generell damit, sich anzupassen. So hat Andrej wenig Schwierigkeiten damit, ihr ihre wahre Identität vorzuhalten. Sie weigert sich, eine Schusswaffe zu tragen und wird beinahe von Andrej und Nael weggeschickt, kann aber von Tyr letztlich noch überzeugt werden, wenigstens ein Messer zu tragen. Nachlässigerweise lässt sich Tyr von Erythia zeigen, wie er mit Bäumen kommunizieren kann und lässt Wurzeln unter der Straße herausbrechen, die den russischen Transport aufhalten. Der Fahrerkabine raubt er die Luft. Thorstein und Øystein, geschockt von dem Gesehenen, verlangen für später eine Erklärung, während Nael und Andrej Tyr und Erythia schlichtweg für unfähig erachten. Kurz darauf jedoch stellen sich die Russen, deren Gefangenentransport sie aufhalten sollen, als Werwölfe heraus, die nur mithilfe von Naels Bansheeschrei getötet werden können. Dabei sterben jedoch auch Thorstein und Øystein. Die norwegischen Soldaten, die Gefangene waren, werden zur Universität gebracht, um sich dem Widerstand anzuschließen.
Liam und Anuk erreichen Kautokeino, nachdem sie unterwegs einige der Heimdallmitarbeiter in Hammerfest, Tromsø und Narvik hatten aufsuchen können. Nur Kirkenes steht noch aus. Kaum in Kautokeino angekommen, sieht Anuk ein kleines Mädchen auf der Straße und springt aus dem noch fahrenden Fahrzeug, um sie zu umarmen. Es stellt sich als Kayaqut vor - der Tochter Anuks. Kurz darauf stellte Anuk Liam auch ihren Vater vor, der erzählte, dass die Russen Schutzgeld von den Samen erpressen und dies sich einige der Bewohner wohl nicht mehr lange gefallen lassen werden. Nach dem Konsum einigen Alkohols erzählt Anuk von Kayaquts Vater, einem grönländischen Inuit, der Kayas Blut bis auf den letzten Tropfen will, um beinahe allmächtig zu werden, was der einzige Grund sei, aus dem sie noch bei Heimdall arbeitet. Liam und Anuk verbringen die Nacht miteinander und den nächsten Morgen gleich dazu. Unter der Dusche warnt eine Seenymphe Liam vor einer möglichen, düsteren, nahen Zukunft, in der Wölfe alle Bewohner Kautokeinos, darunter auch Kaya und Anuk, töten und fressen. Den nächsten Tag verbringen sie beim Rentierhüten, wobei Kaya sie begleitet. Als sie ein russisches Truppenfahrzeug hören, beruhigt Kaya, indem sie sagt, dies seien nur die Schutzgeldeintreiber. Am nächsten Tag jedoch, als sie zurück nach Kautokeino kommen, stellen sich die beiden Russen als tot und Werwölfe gleichermaßen heraus. Jonnuk hat sie erschossen, der örtliche Schamane jedoch mithilfe der Ahnen ruhig gehalten, denn nur Silber oder ein Feuer kann sie endgültig töten, was alsbald nachgeholt wird. Die Kinder werden aus Kautokeino evakuiert, während die Bewohner sich unter Liams und Anuks Anleitung auf die Ankunft der Russen, die nach den Toten suchen werden, vorbereiten. Aslak, der es auf diplomatischem Wege versucht, wird beim Angriff des Werwolfrudels, als dass sich die Russen entpuppen getötet und wie ihm ergeht es nicht nur den Angreifern, sondern auf einem beträchtlichen Anteil der Einwohner, die zum Kämpfen geblieben sind. Man beschließt, Kautokeino zu verlassen, wobei Anuks Cousine - die sich als Heimdallagentin entpuppt - verspricht, auf Kaya zu achten, während Anuk und Liam sich wieder um Heimdall kümmern.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Fr 13. Feb 2015, 13:59
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
4. Fenrirs Entfesselung

Über ganz Norwegen gehen Meteoriten herunter. Nael und Andrej begeben sich in Bergen auf die Suche, wobei sie unterwegs durch das Näherkommen einer Patrouille getrennt werden. Nael sucht Erythia und Tyr auf und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Verschwundenen, den sie kurz darauf dank Blut- und Schleifspuren in einem Bürogebäude wiederfinden. Seine Augen leuchten gelb und er spricht mit verzerrter Stimme zu ihnen, während zwei Dutzend nackte Wölfe in Mannesgestalt vor ihm knien. Es stellt sich heraus, dass es sich um Fenrir handelt, der von Andrej Besitz ergriffen hat. Nun glauben auch Nael und Tyr Erythias mehrmaligen Hinweisen, es handele sich um Ragnarök - der Krieg, der es einleitet, die Eisriesen, die den Fimbulwinter symbolisieren, das Auftauchen der Werwölfe, die für Skalli und Hati stehen, nach deren Jagd nach Sonne und Mond die Sterne vom Himmel fallen - wie es jetzt die Meteoriten taten. Tyr, Nael und Erythia werden von Fenrir gehengelassen, planen jedoch, Ragnarök zu verhindern, indem sie Fenrir festsetzen, bis ihnen eine dauerhafte Lösung einfällt. Dazu zünden sie im Treppenhaus einen Motorradreifen an und scheuchen so die Wölfe und auch den von Fenrir besetzten Andrej über die Feuertreppe des Bürogebäudes hinaus, wo sie vom Bansheeschrei Naels empfangen werden, der die Wölfe tötet, Andrej außer Gefecht setzt, aber auch Erythia das Bewusstsein verlieren lässt. Sie bringen die beiden in das Haus von Nael und Andrej und können Letzteren gerade noch im Keller fesseln, bevor er wieder zu Bewusstsein kommt.

Auch in Drammen - wo Kristanna und Erik mittlerweile zu der Überzeugung gelangt sind, dass Heimdall die Russen zumindest nicht aufhält, da sie eine stabile Situation und sei es die eines besetzten Landes, benötigen, um die Übernatürlichen wieder unter Kontrolle zu bekommen, von denen sie durch die mittlerweile verbündeten Werwölfe wissen, dass es zumindest einige gibt, die die Russen offen unterstützen - stürzt nach einem Meteoritenschauer ein Meteorit ab. Er trifft ein Einfamilienhaus, das danach nur noch Schutt und Asche ist. Während Kari und Kristanna versuchen den Überlebenden so gut zur Hand zu gehen, wie möglich, verkriecht Erik sich in Begleitung Nikolais - des Werwolfes, der von Markus zur Unterstützung des Widerstandes zu Erik und Kristanna geschickt worden ist - und Emils in Karis Haus. Irgendwann kehrt Kari zurück, doch Kristanna bleibt zurück, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Irgendwann sichtet Nikolai Suchtrupps auf den Straßen: Alle Helfer werden vermisst. Erik nutzt das Medaillon, welches er von Jorun erhalten hat und gemeinsam mit Nikolai geht er zu dem Haus, das von einem Meteoriten zerstört wurde. Der Krater stellt sich jedoch als schwarzes Loch - als Bifröst - nach Asgard heraus, wo Fenrir von den Asen mit der magischen Fessel Gleipnir in einer Höhle gefesselt wurde. Die Geruchsspuren lassen Nikolai und Erik durch das Portal treten und sie finden sich auf einem Felsvorsprung wieder. Vor der Höhle führt ein schwarzer Abgrund ins Nichts und innen drinnen ist es überaus dunkel, was beide, besonders als sie Schreie und ein tiefes Rülpsen hören, nicht abhält, schnell hineinzueilen.

Am gleichen Morgen werden Liam und Anuk kurz vor Kirkenes von einem herabstürzenden Meteoriten nur knapp verfehlt, der direkt vor ihrem Auto in den Asphalt einschlägt und ein tiefes Loch hinterlässt. Und auch die Einreise nach Kirkenes gestaltet sich nicht minder schwierig, lassen die Russen offenkundig niemanden in den Ort hinein, der ihnen als Stützpunkt für ganz Nordnorwegen dient. Also beschließen sie über ein zur Stadt angrenzendes Industriegebäude einzudringen, was ihnen auch gelingt, wobei sie jedoch nur knapp den Russen entrinnen können. Sie gelangen in ein Lagerhaus, während sie das Gelände überqueren und entdecken dort, dass die Russen offensichtlich zwei Dutzend norwegische Soldaten exekutiert haben, was sie schockiert und dazu bewegt, die Grenze zu Kirkenes noch schneller hinter sich zu lassen.

Fenrir, der seine Seele also aufgeteilt hat und einerseits leibhaftig vor Erik und Nikolai in der Höhle in Asgard gefesselt von Gleipnir steht und andererseits Andrejs Körper besetzt hält, ergeht sich gegenüber Nael und Tyr in plumpen Drohgebärden, während der echte Fenriswolf Kristanna, die mit den anderen Helfern in einen Käfig eingesperrt wurde, als nächstes Opfer auserkoren hat. Nikolai wird von Fenrir so manipuliert, dass er ihm willenlos zu Diensten ist. In Andrejs Gestalt derweil befreit er sich mit Hinweis darauf, dass selbst die Götter ihn nur mit den Zwergenfesseln hatten festsetzen können, locker aus eben jenen Fesseln, die Tyr und Nael ihm angelegt hatten, während die Tür sich wie von Geisterhand selbst verschließt. Derweil in der Tropfsteinhöhle in Asgard er feststellt, dass sein Lachen die Höhle zum Beben bringt, woraufhin einige Stalaktiten zu tödlichen Geschossen werden. Er lacht daraufhin nur noch lauter und erzählt, dass er in tausenden von Jahren nicht darauf gekommen ist, dass er nie die Fesseln hätte sprengen müssen, sondern die Wand, an die er gebunden ist, woraufhin er noch grollender lacht, so dass die Höhle einzustürzen beginnt. Tyr, in Bergen, sperrt Fenrir, der Andrej weiterhin besetzt hält, in einen Wirbelsturm, während die Helfer, Erik und Nikolai, der von Nikolai außer Gefecht gesetzt wurde und nun getragen wird, einen Weg zurück nach Midgard suchen. Und schließlich auch finden, als sie die Klippe hinab einen Regenbogen entdecken. Kurzerhand springen sie und tatsächlich landen sie wieder in dem Krater in Drammen. Die Helfer, die nach und nach zurückkehren, schieben das Erlebte auf austretendes Gas und daraus resultierende Halluzinationen, während Nikolai, Erik und Kristanna sich darum kümmern, dass niemand mehr den offenen Bifröst nach Asgard direkt zu Fenrir nutzen kann. Mit Naels und Erythias Hilfe gelingt es Tyr in Bergen derweil, den Geist des Fenriswolfes in Andrej zu sperren, der alt und stark genug ist, ihn unter Kontrolle halten zu können. Und solange er dort eingesperrt ist, bleibt ihm, laut der Nymphe, jeder andere Weg verwehrt, in seiner wahren Gestalt nach Midgard zu gelangen.

Andrej und Nael begeben sich nach dem Ritual auf die Suche nach etwas Essbaren für Andrej, wobei sie weit ins Industriegebiet vordringen, damit niemand von Andrejs kannibalistischen Anwandlungen erfährt, den sie vielleicht vom Widerstand her kennen. Unterwegs beschließen sie, gemeinsam nach der Familie desjenigen zu suchen, der für Naels Dasein als Banshee verantwortlich ist.
Erythia derweil versucht dem moralisch geschwächten Tyr Mut zuzusprechen, der zu wenig Vertrauen in seine Fähigkeiten zu haben scheint. Mit ihrer Hilfe gelingt es Tyr, einen etwas besseren Zugang zu seinen Fähigkeiten zu erlangen.
Die vier beschließen, gemeinsam aufzubrechen, da Andrej mit Fenrirs Bewusstsein in seinem Kopf, nicht sicher vor den Russen und damit eine Gefahr für den Widerstand ist.

In Drammen stellt Erik fest, dass Nikolai zwar immer noch mit einigen Vorurteilen bezüglich Kristanna und Frauen generell belastet ist, aber dass sie beide gut und effektiv gemeinsam jagen können, ohne, sich gegenseitig anzufallen. Nachdem sie eine Apotheke für den Widerstand ausgeräumt haben, wird Erik von einem Russen angeschossen. Dabei fällt auf, dass die Kugeln offensichtlich verhext sein müssen, denn im Gegensatz zu normalen Schusswunden, verheilen die zwei Treffer nicht auf der Stelle. Erst durch Nikolais beherztes Eingreifen, der die Kugeln entfernt und sicher aufbewahrt, kann Erik gerettet werden.

In Rom derweil hat sich eine Gruppe aus Menschen und verschiedensten Übernatürlichen zusammengetan, die teils dereinst für den Vatikan Übernatürliche gejagt hat - Elena und Charly, beide Vampire, Tony, ein Medium, Alessia und Ellie, beides Hexen, sowie Lex, ein ehemaliger Polizist. Die Nachricht der Meteoritenschauer über Nordeuropa finden sie so beunruhigend, dass sie aus Furcht, es könnte etwas Übernatürliches damit zusammenhängen, nach Kopenhagen reisen, um von dort nach Oslo zu gelangen, wo sie einen Bekannten des Vampirfürsten von Rom treffen sollen. Sie kommen ohne Probleme bis an die norwegische Grenze, an der sie übernachten, und stellen fest, dass die schwedische Armee diese sehr stark befestigt hat. Während Charly von Elena verbotenerweise trinkt, da er mit dem Dhampyrvirus infiziert ist, begeben sich Alessia und Tony in einen heruntergekommenen Imbiss, bei dem sie jedoch schnell feststellen, dass dort etwas ganz und gar nicht stimmt. Alsbald wird der Imbiss von Werwölfen überfallen. Es wird klar, dass sie vom Verkäufer in eine Falle gelockt wurden, können jedoch nach draußen fliehen. Im Motel bittet Elena derweil Lex, von ihm trinken zu dürfen, wobei sie verheimlicht, dass Charly von ihr getrunken und sie somit geschwächt hat. Lex' Lebensgefährtin, Ellie, hält davon genau nichts, doch er lässt sich darauf ein. Tony begibt sich gleichzeitig in seine dämonische, nebelige Gestalt, um den Werwölfen einer nach dem anderen die Seelen zu rauben, woraufhin Alessia einen Feuerkreis um den Imbiss zieht, um den Verkäufer, der vermutlich unzählige Leben an die Werwölfe verraten hat, herauszulocken, was schließlich auch gelingt, so dass sie ihn dem schwedischen Militär mit Verweis darauf, er hätte mit den Russen kollaboriert, übergeben.
Am nächsten Abend fahren Charly und Elena nach Göteborg, um Blutkonserven und der inzwischen plötzlich erkrankten Ellie Erkältungsmedikamente zu besorgen. Ein Zimmer weiter haben Alessia und Tony ein seltsames Erlebnis mit einem kälteverbreitenden Geist, der von Alessias Körper Besitz zu ergreifen sucht, was nur Tony, als Medium, verhindern kann. Kurz darauf brechen sie zur Grenze auf, um einen Weg hinüber für sie und die anderen zu suchen. Den finden sie auch, wobei sie beschließen, mit den Fahrzeugen durchzubrechen, um mobiler und für die Hunde, die bei den Russen sind, weniger angreifbar zu sein. Als sie zurückkehren, entdecken sie, dass es Ellie sehr viel schlechter geht und auch Lex sich mit der seltsamen Krankheit angesteckt haben muss. Nachdem Ellies Herz aufgehört hat zu schlagen, beeilen sie sich und finden schließlich einen Druidenzauber, der es ihnen erlaubt den Eisriesen - den sie mittlerweile hatten identifizieren können - aus Ellie auszutreiben. Wegen der Übermacht, zieht sich ein weiterer aus Lex zurück, doch für Ellie kam jede Hilfe zu spät, sie war dem Bewohner Jötunheims zu lange ausgesetzt und stirbt. Sie beerdigen Ellie noch in der Nacht und brechen dann mit den Mietwagen durch die Grenze nach Norwegen durch, wobei sie die Hunde nur abschütteln können, da Alessia einen Zauber wirkt, der sie beruhigt. Kurz hinter der Grenze finden sie einen verlassenen Bauernhof vor, bei dem Charly bemerkt, es trüge den selben Rosenduft, wie das Loch im Zaun an der Grenze, durch das sie gebrochen waren.
Sie verbringen den darauffolgenden Tag dort und finden am nächsten Abend einen norwegischen Bergtroll in der Garage, der vom Besitzer dort wegen des Diebstahls von Butter eingesperrt worden war.
Auf dem weiteren Weg nach Oslo kommen sie nicht drum herum, einen Patrouillenposten vor Fredrikstad auszuschalten, wo sie ihre Vorräte aufstocken. Doch in Oslo angekommen, beschließen sie, dass die Manipulation der Grenzposten durch die Vampirin Elena sinnvoller und weniger auffällig ist. Oslo selbst stellt sich als Trümmer- und Ruinenfeld heraus, in dem es nur wenige intakte Gebäude gibt. Von der einzigen stolzen, schönen Hauptstadt ist nicht viel geblieben. Am nächsten Nachmittag werden sie Zeuge, wie die Russen bewaffnete Norweger, von denen sie annehmen, sie gehörten zum Widerstand, durch die Stadt jagen. Ein Querschläger trifft dabei Lex, der gemeinsam mit den Anderen dran war, das leerstehende Haus, dass sie sich angeeignet haben, zu sichern. Elenas Blut kann den Verletzten heilen. Nachdem die Nicht-Beziehung zu Charly immer komplizierter wird, bekommt Elena während sie ein Bad nimmt im Traum Besuch von einer Seenymphe, die zuvor auch schon Liam in Kautokeino aufgesucht hatte und die die Vampirin vor etwas warnt, das damit zu tun hat, dass sie alle in russische Gefangenschaft geraten und offensichtlich Daten von ihnen gestohlen haben, wobei Lex in der Gefangenschaft wie es scheint zu Tode kam. Elena skizziert die Russin aus der Vision für die Anderen und sie nehmen sich vor, sich vor dieser Person in Acht zu nehmen. In getrennten Gruppen brechen sie auf, Oslo und seine Lage auszukundschaften, wobei Elena und Lex einen Zugang zum gut bewachten Rathaus über die Kanalisation finden, während Tony und Alessia von einem Spinnenmenschen - ähnlich eines Zentaurs: der Oberkörper bis auf die Mandibeln, die der normal menschliche Mund offenbaren kann, menschlich und der Unterkörper der einer Spinne, haarig und sowieso recht schleimig - im Netz gefangen und sicher verwahrt werden.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Di 17. Mär 2015, 00:09
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
5. Sintflut

Die russischen Besatzer Norwegens sind immer stärker und auch vorsichtiger auf der Suche nach dem Widerstand und seinen Anhängern und so haben sie im ganzen Land die Patrouillen und Kontrollen verstärkt. Auch der bei den Helden so beliebte Weg über die Dächer bleibt immer öfter versperrt, da die Russen auch diese Wege nach und nach kontrollieren.
Der Widerstand in Drammen beschließt, ins russische Hauptquartier, welches in einer ehemaligen Schule untergebracht ist, einzudringen. Dafür benötigen sie allerdings noch Waffen und andere Ausrüstung, die die russischen Patrouillen mit sich herum tragen. Also werden Erik, Nikolai und Kristanna beauftragt, einige von ihnen auszuschalten, um an die benötigte Ausrüstung heranzukommen. Zuerst gelingt ihr Auftrag, doch dann treffen sie auf Gestalten, die aus schwarzen Nebel zu bestehen scheinen, mit roten Augen und dämonischen Krallen. Erst das Eingreifen von Nikolais Rudel kann Schlimmeres verhindern. Nikolais Seele wurde zuvor zum Teil von den nebelhaften Gestalten aufgesaugt, die sich als Seelenfresser herausstellen. Beim Rückzug werden Erik, Nikolai und Kristanna von einem vampirischen, russischen Soldaten gedeckt.
Später, nachdem sie den verletzten Nikolai bei Kari abgeliefert haben, versuchen sie noch weitere russische Ausrüstungsgegenstände zu erbeuten, wobei sie es damit kombinieren, dass Erik sich an den Russen sättigt. In einer Gasse schlafen Nikolai und Kristanna miteinander, wobei Erik zuviel Blut von ihr trinkt, so dass sie beschließen, dass er sich kein weiteres Mal von ihr nähren wird.
Als Erik später loszieht, um die Spuren zu beseitigen, trifft er erneut auf den vorgeblich russischen Vampir, der jedoch erzählt, dass alle Übernatürlichen von Heimdall nach dem Aufbau einer neuen Gesellschaft eigene Reviere zugewiesen bekommen und zudem den Schutz der Organisation genießen.
Am Mittag des 11. Julis werden die Bewohner Drammens von einer hereinkommenden Flutwelle überrascht. Erik, Nikolai, Kari, Emil und Kristanna treten selbst die Flucht an, wobei sie jedoch darauf achten, so viele Zivilisten, wie es nur möglich war, ebenfalls zu retten. Erik und Kristanna werden von den anderen getrennt und verbringen die Nacht gemeinsam mit einer Gruppe Flüchtlinge im Wald. Während er den weiteren Weg auskundschaftet - und eine Schwangere gebärt - wird Erik von einer blauhaarigen Nymphe angesprochen, die wie alle Nymphen die Schönheit selbst ist. Sie ermahnt ihn, nicht noch mehr Tiere ihres Waldes zu töten und weiterhin auf den Wegen zu bleiben, da er nicht das einzig dunkle Wesen in diesem Wald ist. Am nächsten Tag jedoch, als sie ihn augenscheinlich unter Beobachtung gehalten hat, gestattet sie ihm, sich zumindest soviel zu nehmen, wie er zum Überleben benötigt. Die Gruppe Flüchtlinge bricht gen Norden auf, wobei sie mit den grausigen Folgen der Flut konfrontiert werden.
Sie schlagen sich nach einigen Tagen bis zum Flüchtlingslager Fredrikstad durch, nachdem sie die Flüchtlingsgruppe in Sicherheit gebracht haben, wobei sie auf Stian treffen, der gemeinsam mit Erik und den Anderen aus Bastøy geflohen ist. Noch während der Reise dorthin geht die Energie von Eriks Sonnenlichtamulett aus, so dass sie unter Ausreden wie Migräne gezwungen sind, des Nächtens zu reisen. Schließlich landen Kari, Emil, Kristanna, Erik und Nikolai im Flüchtlingslager Fredrikstad - in dem neben Jorun, die weitere Sonnenlichtamulette in Aussicht stellt, schon die nächsten Probleme warten. So scheint sich eine vermutlich übernatürliche, alte Dame sehr für Emils Kleinkindfleisch zu interessieren. Ihr freundliches Auftreten täuscht - sie ist eine schwarze Hexe, die Emil entführt hat, um ihn zu fressen. Die Situation eskaliert, wobei sie gegenüber Kari Eriks wahre Natur offenbart. Er ruft Jorun hinzu, der es mit seiner Hilfe gelingt, ihre Schwester, wie sie die Hexe, die sich als Fiana herausstellt, nennt, festzusetzen.
Kurz darauf müssen Nikolai und Erik gegenüber Kari mit einer Notlüge aushelfen, die sie alsbald bereuen: Sie erzählen Kari, die ein Teil ihres Gesprächs mitgehört hatte, dass Nikolais Rudel eine Rockergang sei - woraufhin Kari nicht mehr möchte, dass weder Erik, der Vampir, und Nikolai, der kriminelle Rocker, in die Nähe von Emil kommen. Kurz darauf stellen sie die Sache allerdings richtig - was Kari wesentlich besser aufnimmt.

Nael, Erythia, Andrej und Tyr dringen in ein Krankenhaus ein, um vom internetfähigen Rechner des Büros aus nach Informationen zur Familie desjenigen zu kommen, an der Nael sich zu rächen gedenkt, um ihren Fluch brechen zu können. Sie werden fündig und werten die Informationen in einem verlassenen Haus am Stadtrand aus. Tyr beschließt, erst einmal mehr über sich und seine Aufgabe herauszufinden - also die Windgeister und Götter aufzusuchen - und Erythia sagt zu, ihn zu begleiten, verspricht aber ein Wiedersehen mit Nael und Andrej. Während Nael und Andrej in zwei Tagen nach Stavanger aufbrechen werden, beschließen Tyr und Erythia, auf den Lofoten nach der Königin der Windgeister, wie, wie Erythia Tyr eröffnet, zum unberechenbaren und gewaltbereiten Feenvolk gehört, zu suchen.
Am Abend dringen sie in einen norwegischen Supermarkt ein, um Lebensmittel zu erbeuten. Während Erythia und ihre Freunde, Vögel und Nager, draußen Schmiere stehen, wird sie von einem Seelenfresser angegriffen, der bei Naels Eintreffen innehält und verspricht, sie, die er als Schwester bezeichnet, bald wiederzutreffen, bevor er verschwindet. Sie fliehen in eine Trollhöhle, die sich als nicht ganz so sicher herausstellt, wie sie von Erythia verkauft worden war, als sich die Höhle bei Entzünden eines Feuers als Mundhöhle besagten Trolls herausstellt - was die kleine Gruppe zu einer wahrlich knappen Flucht veranlasst und sie zudem skeptischer gegenüber der so furchtbar weltfremden Nymphe werden lässt, während sie zu dem heruntergekommenen Haus zurückkehren, in dem sie die Nacht verbringen.
Am nächsten Morgen kommt es zum Streit zwischen Tyr und Andrej und alle sind froh, als Tyr und Erythia sowie Nael und Andrej schließlich getrennte Wege gehen. Während Erythia durch ihren Kaffeekonsum, den Tyr bedauert, beinahe einen Unfall provoziert und damit die Wut und die Sorge des Halbgottes auf sich zieht, als sie sich zunächst zu Fuß gen Lofoten aufmachen, demolieren Andrej und Nael schon beim Ausparken eines gestohlenen Wagens, die herumstehenden Fahrzeuge.

Als die Flut kommt, können sich Nael und Andrej bis in einen höhergelegenen, verlassenen Hof retten, in dem sich später ebenfalls einige Überlebende einfinden - sehr zur Freude von Andrejs Magen...
Einige Tage später treffen Nael und Andrej im Flüchtlingslager Stavanger ein, in dem sie hoffen, die Überlebenden Verwandten desjenigen zu finden, der für Naels Fluch verantwortlich zeichnet. Sie planen, die Familie komplett auszurotten und Nael so von ihrem Fluch zu befreien - die Hinweise aus dem Krankenhaus in Trondheim führten sie nach Stavanger. Da einige der magischen Tätowierungen während der Flut verschwunden waren, gehen sie davon aus, dass ein Teil der Familie währenddessen verstorben ist. Schließlich gelangen sie ins Flüchtlingslager Stavanger, in dem sie Sophie mit ihrem Neugeborenen treffen, die tatsächlich mit Naels Peiniger verwandt ist und aus Naivität zusagt, weitere Nachforschungen für Nael anzustreben. Außerdem treffen sie auf Lex, der behauptet, in dem Lager auf der Suche nach seinen Vorfahren zu sein. Sophie übergibt Nael eine Liste und auch Lex zeigt eine Liste seiner norwegischen Verwandten vor - und beide verschlägt es nach Fredrikstad ins Flüchtlinslager, wo sie kurz darauf auf Erik treffen.

Erythia und Tyr hatten sich während der Flut ebenfalls in ein höhergelegenes Waldstück retten können, an dem sie sich um die überlebenden Tiere beide sehr liebevoll gekümmert hatten. Sie brechen jedoch bald zu einem Plateau auf, von dem aus sie auf die Rettungshubschrauber warten, von denen bald einer eintrifft und sie in ein Flüchtlingslager bringt. Ein paar Tage später nutzen sie die Gelegenheit, einen der Hubschrauber zu stehlen - wobei ihnen da Tyrs Kräfte als Windgeist zu Hilfe kommen. Sie schaffen es bis auf die ebenfalls reichlich verwüsteten Lofoten, auf denen sie feststellen, dass die Tiere des Waldes keinen Draht weder zu Erythia noch zu Tyr aufbauen - und dass die hier ansässige Nymphe verschollen ist. Bald treffen sie auf einen ersten Windgeist. Eghae eröffnet ihnen, dass sie, um die Nymphe zu finden, bei ihr an der falschen Adresse sind. Sie machen sich auf in das Reich der See, in dem die Nymphe von Poseidon, dem Herrscher der Meere, gefangen gehalten werden soll. Die dort ansässigen Nymphen verzaubern Tyr und Erythia, so dass ihnen Kiemen und Schwimmhäute wachsen und sie sich problemlos für eine Zeit unter Wasser bewegen können. Sie brechen zu Poseidon auf, der über die Wassergeister herrscht, die Tyr und Erythia zunächst nicht passieren lassen wollen. Schließlich aber können sie Poseidon dazu bringen, die Nymphe Arvare freizulassen und so den Wald zu retten. Während Tyr bei den Windgeistern bleibt, um von ihnen etwas über seine Natur zu lernen, kehrt Erythia vorübergehend in ihren Wald zurück, um sich um ihn zu kümmern. Eghae offenbart sich als Tyrs Mutter und lehrt ihn, was es bedeutet, ein Windgeist zu sein. Kurz darauf begegnet Tyr auch Thor, der sich als sein Vater von einer unsympathischen und gleichzeitig freundlichen Seite zeigt, woraus Tyr nicht schlau wird. Dennoch kehrt er mithilfe seiner neu kennengelernten Fähigkeiten zu Erythia in den Wald bei Bergen zurück - zu dem er sich materialisiert, eine Fähigkeit zum einen Teil von seiner Mutter, die ihm erlaubt, sich in puren Wind zu verwandeln und zum anderen seiner göttlichen Seite, der von Midgard nach Asgard beliebig wechseln kann. Sie gehen nach Norden, wo Erythia erst einmal eine unangenehme Bekanntschaft mit dem Alkohol macht.

Liam und Anuk sind in Kirkenes nach einer Woche Aufenthalt mittlerweile in ein Mietshaus gezogen. Sie haben es noch immer nicht geschafft, die Heimdallagenten vor Ort zu kontaktieren, da Kirkenes das Hauptquartier im Norden ist und mit besonders strenger Hand geführt wird. Außerdem verhält es sich so, dass nach Heimdallhandbuch nur über Notfallprotokolle in Notsituationen Kontakt aufgenommen werden darf. Entsprechend des ausbleibenden Erfolgs verhält es sich mit der Stimmung bei Liam und Anuk, die auf einem Tiefpunkt angekommen ist. Sie beschließen, sich einen von den samischen Flüchtlingen aus Russland, wo sie als norwegische Kollaborateure gelten, als Dolmetscher zu suchen, um in das verschlüsselte Internet zu gelangen, damit eine Kontaktaufnahme endlich gelingen kann. Nach einigen skeptischen Annäherungen, gelingt es schließlich, das Eis mit einem der Flüchtlinge zu brechen, der erzählt, dass er vermute, die russische Regierung würde die Übergriffe der russischen Bevölkerung russisch Kareliens auf die einheimischen Samen mindestens dulden, doch aber eher fördern. Der Same erklärt sich bereit, bei der Übersetzung zu helfen - doch bald stellt sich heraus, dass die russische Firewall einfach zu gut ist und sie sie nicht überwinden können. Am nächsten Tag beschließen Anuk und Liam, in das russische Hauptquartier einzudringen und die benötigten Informationen auf die altmodische Art zu beschaffen. Das gelingt ihnen auch, wobei sie jedoch den Feueralarm auslösen müssen, um an den richtigen Rechner zu gelangen. Außerdem muss ein russischer Soldat sein Leben lassen. Einen vermeintlich Unschuldigen nehmen sie als Geisel - zum Einen, weil er ein Hacker ist und zum Anderen, da er ihre Gesichter kennt. Seine Familie, so behauptet er, wurde von den Russen als Geisel genommen, damit er kooperiert. Sie verlassen Kirkenes, um sich in der Pampa zu verstecken und weitere Pläne - auch zum anstehenden Besuch des russischen Präsidenten - zu schmieden.

Tony und Alessia, die in Oslo unterhalb des Holmenkollens von einem Spinnenmenschen in Kokons gefangen gehalten werden, gelingt die Flucht. Dabei jedoch müssen sie die Wirte der Spinnenmenschenjungen, allesamt zu Tode verurteilte Menschen, die die Jungen unter ihrer Haut beherbergen und ernähren, erlösen, wonach Alessia noch lange Albträume hat. Elenas und Charlys Verhältnis indes kühlt immer weiter ab - auch wenn es Charly noch immer nach Elenas Blut dürstet, kann er sich jedoch immerhin in der Hinsicht zurücknehmen. Elena hingegen wünscht sich mehr als die sporadische Affäre.
Am nächsten Abend, nachdem Elena ganz offiziell einen Strich unter die Nicht-Beziehung mit Charly gesetzt hat, dringen Charly, Elena und Alessia über die zuvor ausgekundschaftete Kanalisation in das Rathaus von Oslo ein, während Tony und Lex, in gestohlene russische Uniformen gehüllt, am Hafen ein Militärboot zu stehlen gedenken, um erstgenannter Gruppe einen möglichen Rückweg über das Wasser freizuhalten. Doch der Einsatz läuft gründlich schief. Die Russen erhielten Unterstützung von zwei Seelenfressern, was Tony erst dann bemerkte, als Elena, Charly und Alessia nach Bemerken der Anwesenheit der Blondine aus der Warnung, die Elena durch die Nixe zugetragen wurde, den Rückzug hatten antreten wollen. Es kommt zum Gefecht, wobei Alessia und Charly angeschossen werden. Die Munition scheint übernatürliche Gestalten zu schwächen, so dass sie eingesperrt werden. Ihnen gelingt jedoch die Flucht und zurück im Haus kann Elena die Kugel auch aus Alessias Bauch entfernen. Nach dem Eingriff eröffnet Charly, dass er der blonden, russischen Soldatin bei ihrer Gefangennahme einen USB-Stick hatte abnehmen können. Elena verbringt aus Frust die Nacht mit Lex, mit dem sie sich zuvor betrunken hatte.
Der nächste Mittag bringt schlechte Neuigkeiten für Alessia, denn ihre Mutter erscheint Tony als Geist, was bedeutet, dass sie gestorben ist. Bevor sie an einen besseren Ohrt geht, erklärte sie Tony, dass hinter all dem, was hier vor sich geht, Ragnarök steckt und dass es sich um eine Verschwörung zwischen Heimdall, den Russen und einigen Übernatürlichen handelt, wobei sie weiterhin erwähnt, dass es sicher seinen Grund habe, warum die NATO-Mächte ihrer Beistandspflicht im Bündnisfall nicht nachkommen. Ihre reine Seele sagt Alessia außerdem noch die Erfüllung eines Herzenswunsches zu. Außerdem erwacht jene völlig von der Schusswunde geheilt, als hätte sie jene nie erlitten, während Charly und Elena beim Vorbereiten des Katerfrühstücks für Lex ein wohl erstes ernsthaftes Gespräch miteinander führen, bei dem sie feststellen, dass sie erstens sehr wenig voneinander wissen und zweitens, dass sie sich ein Stück ihrer Menschlichkeit auch als Vampire besser bewahren sollten.
Während Tony und Alessia in die Nationalbibliothek aufmachen und dort den Bibliothekaren, den sie schon aus Rom kennen und der ein seltsamer, übernatürlicher Sammler allerlei Kuriositäten ist, treffen, machen sich Elena, Lex und Charly zur Universität auf, um einen Übersetzer für die Daten auf dem Stick zu finden, den Charly der russischen Soldatin abgenommen hatte. Dort jedoch treffen sie auf den Widerstand, der sehr offensichtlich über Übernatürliche aufgeklärt ist, da sie mit Silberpfeilen und -Kugeln ausgestattet sind, und dessen Anführer ebenfalls ein Übernatürlicher zu sein scheint. Der bietet ihnen an, ihre Loyalität unter Beweis zu stellen, als die Russen eintreffen und sie angreifen. Derweil Tony und Alessia mit der Erkenntnis zum Haus zurückzukehren gedenken, dass sie nicht hier sind, um Ragnarök zu verhindern, sondern dafür zu sorgen, dass es so abläuft, wie es ablaufen soll und nicht, wie Heimdall - den sie mit dem Gott im Ablauf Ragnaröks gleichsetzen - es sich vorstellt, dessen Zerschlagung sie planen. Auf dem Heimweg treffen sie Sally Johnson, eine amerikanische Klatschreporterin, die sie aus Rom kennen. Alessia kann es nur schwer über's Herz bringen, sie sich selbst zu überlassen - was vermutlich in russischer Gefangenschaft endet.
Während des Kampfes beim Widerstand bricht Charly in Raserei aus, nachdem Elena von einer Silberklinge verletzt wurde. Er tötet im Alleingang alle anwesenden Russen. Sie flüchten mit dem Widerstand in ein Krankenhaus, das ihnen Schutz gewährt, wobei der Übernatürliche und Anführer der Kämpfer sich als Casanova herausstellt - der berühmt-berüchtigte Casanova. Charly reagiert ein wenig eifersüchtig, so dass Elena und er nach einem Gespräch tatsächlich beschließen, es als Paar zu versuchen.
Am Mittag des nächsten Tages weckt die hereinbrechende Flutwelle die Helden, die fluchtartig Oslo verlassen, wobei es nur knapp gelingt, Charly und Elena von der Sonne unversehrt wegzubringen. Sie reisen nach Lillehammer, das von den Russen eher locker beherrscht wird, wo sie ein verlassenes Haus okkupieren. Tony wird, während Charly und Elena auf Nahrungssuche aus Versehen einem Russen das Leben nehmen, von einem Geist heimgesucht, dessen Familie und Freunde er als Soldat der Wehrmacht während des Aufstandes im Warschauer Ghetto ermordet hat - wie so viele andere während dieser Zeit. Der Geist sucht Lex heim und bringt ihn dazu, Ally zu überfallen, wobei sie eine Vergewaltigung gerade noch verhindern kann. Lex, der sich starke Vorwürfe macht, wird von der mittlerweile heimgekehrten Elena in einen geschlossenen Irish Pub gebracht, während Charly ihm die Nummer mit der Heimsuchung nicht abkauft. Auch Tony hat zu kämpfen, besonders mit dem Drang, sich Lex' Seele anzueignen. Während Alessia und Tony sich mit den Folgen eines offenbar misslungenen, aber für den Ausführenden tödlich verlaufenden, Versuch einer Dämonenbeschwörung zugunsten der Norweger und des Widerstandes herumplagen müssen, sucht Casanova Elena und Lex im Unterschlupf auf, was Charly zu einigen Eifersüchteleien nötigt. Er nimmt schließlich eine Kopie der Daten, die ca. 100 Dateien mit je etwa 800-900 Seiten Umfang umfasst, mit zum Widerstand, der in Hamar untergekommen ist und verspricht, dass sie sich in einer Woche erneut treffen werden, wenn er erste Übersetzungserfolge verbuchen kann.
Am nächsten Morgen ist Lex verschwunden, hinterlässt jedoch eine Nachricht, dass er ein bisschen Zeit für sich brauche und sich sowieso nur Vorwürfe wegen der Geschichte mit Alessia macht, was Elena ziemlich mitnimmt, die sich ausgiebig von Charly trösten lässt. Tony derweil frisst den Geist aus dem Warschauer Ghetto, trotzdessen er Schutzmaßnahmen zu Gunsten Alessias, die der Geist von Tony zu trennen gedachte, angestrengt hatte. Alessia, die die Welt nicht mehr versteht und Tony, der sich mit Selbstvorwürfen martert, gehen für eine Nacht den eigenen Gedanken nach, wobei Alessia der obdachlosen Jugendlichen Nora begegnet, der sie mit Nahrung und Kleidung aushilft und ihr schließlich ein Medaillon da lässt, mit dem das Mädchen, dessen Familie von Werwölfen getötet worden war, die Hexe rufen kann, wann immer sie Hilfe benötigt. Kurz darauf kümmern sich alle vier um ein Rudel Werwölfe, die eine Nymphe aus ihrem Wald haben möchte, wobei Elena und Charly sie in die Richtung treiben, in der von Alessia mit einem Nebel getarnte Tony in seiner dämonischen Gestalt sie erwartet, um die Seelen der Wölfe zu fressen. Tony und Alessia vertragen sich schließlich, wobei Tony offenbart, Angst gehabt zu haben, dem Geist hätte es schließlich doch gelingen können, Alessia mit Dingen, die er einst getan hatte, zu verschrecken - was diese vehement von sich weist.
Am nächsten Nachmittag brechen Tony und Alessia doch noch einmal zu dem Feinkostladen auf, um sicherzustellen, dass wirklich kein Dämon entfesselt worden war, wobei sie erneut auf Nora treffen, die sie um Medizin bittet, wobei sie erwähnt, dass sie mit anderen untergekommen ist. Elena und Charly indes brechen auf, die Stadt zu erkunden und da die Sonne noch nicht untergegangen ist, tun sie dies unter Zuhilfenahme der von Alessia verhexten Amulette, die nichts anderes als Modeschmuck sind, aus Ermangelung an Alternativen. Dabei stellen sie fest, dass genau niemand außer ihnen beiden in der Stadt ist. Elena wagt einen Blick durch Alessias Augen und als sie zum Feinkostgeschäft gehen, an dem sie und Tony ebenfalls sein müssten, finden sie genau niemanden vor. Genauso verhält es sich kurz danach beim Haus, in dem sie untergekommen sind. Als sie ihre Amulette deaktivieren, bemerken sie für den Bruchteil einer Sekunde noch einen anderen Zauber. Es stellt sich heraus, dass sie auf einer anderen Ebene - neben der der Geister und der Normalen - gelandet sind, in die der beschworene Dämon hinein gezwungen wurde, als der Zauber des Feinkostladenbesitzers daneben ging. Die Amulette, die Tony und Alessia gestohlen hatten, waren ebenfalls mit einigen Testzaubern belegt und durch Alessias Tageslichtmagie aktiviert worden, so dass Elena und Charly zu dem Dämon gebracht wurden, der sich als Asasel herausstellt. Gemeinsam gelingt es den Freunden, den Dämonen wieder auf seine Ebene zurückzubefördern und in ihre Welt zurückzukehren. Die weitere Herstellung von Sonnenlichtamuletten muss verschoben werden, da Alessias Tarnnebel zum Schutze Tonys mitsamt all der anderen Zauber ihre Magie erst einmal aufgebraucht hat. Sie ruhen sich ein wenig aus und am Abend ziehen Elena und Charly los, um in ein Juweliergeschäft einzudringen und neuen, unbelasteten Schmuck zu stehlen. Trotz Deaktivierung der Alarmanlage, lauern ihnen russische Soldaten auf und ihnen gelingt dir Flucht nur mithilfe ihrer vampirischen Geschwindigkeit.
Am nächsten Nachmittag finden sie eine Gruppe Jugendliche, die ausgeweidet in einer Fabrikruine herumliegen. Der Ort war auf einer Karte eines russischen Soldaten markiert, den Alessia und Tony in einer Apotheke, in der sie für Nora und ihre Freunde Medikamente auftreiben wollte, getroffen und ausgeschaltet haben. Auf dem Fabrikgelände geraten Elena und Charly in einen Kampf, woraufhin beide festgesetzt werden. Schlussendlich stellt sich heraus, dass Nora von einem Dämon besessen ist, der erst durch die Annäherung der verschiedenen Ebenen hatte auf diese gelangen können, als sie Asasel ausgeschaltet hatten. Er lebt von den Ängsten der Menschen und ergötzt sich an ihrem Leid. Außerdem hat er einen Dhampyr als Diener. Elena wird festgehalten und mit ihr zwingt Nora Charly, schlimmste Verbrechen auszuüben, während Alessia und Tony den Sammler in der städtischen Bibliothek aufsuchen, nachdem sie hinter Gafyrs wahre Absichten gekommen sind - dem Dämon, der Noras Körper besetzt hält. Sie finden einen Weg, den Dämon auszutreiben, jedoch kostet dies soviel Magie, dass Alessia auch mit einem Trick des Sammlers, das sie schneller regenerieren lässt, nicht überlebt, was Tony beinahe den Verstand kostet. Noch in der Fabrik, in der sie den Dämon gestellt haben, tötet Charly den dienenden Dhampyr und kann die traumatisierte Elena befreien. Tony trifft auf dem Weg nach draußen, den er mit Giseles toten Körper, in den er Alessias Seele vor vielen Jahren gesperrt hatte, angetreten hatte, auf Alessia - in ihrer eigentlichen Gestalt. Die eröffnet ihm, dass der Wunsch, den ihre Mutter ihr bei ihrem Tod geschenkt hatte, insofern erfüllt wurde, dass sie nun so lange bei Tony weilen würde, sollte sie keines unnatürlichen Todes sterben, wie auch er auf Erden blieb.
Am nächsten Tag nutzen Elena und Alessia die Gelegenheit für Alessias neuen alten Körper shoppen zu gehen, während Tony und Charly Casanova aufsuchen. Er hat überraschenderweise die Madame de Pompadour zu Besuch - beide stellen sich als Wesen namens Eros heraus, was sie jedoch nicht genauer erklären. Gemeinsam beschließen sie, die Russen gegen Einheimische, die der russischen Sprache mächtig sind, auszutauschen, so dass es von den Besetzern unbemerkt bleibt. Danach sprechen sich Charly und Elena ein wenig aus, wobei klar wird, dass sie ein wenig Abstand zueinander halten müssen. Immerhin hatte Charly Elena nur insofern aus der Hand des Dhampyrs und des Dämons befreien können, indem er ihr sein Blut gab - was sie sofort wieder in ihre alte Abhängigkeit getrieben hatte. Tony und Alessia indes suchen Nora auf, die sie mit in das Haus nehmen - was Elena an ihr traumatisches Erlebnis erinnert. Tony und Alessia sagen zu, Nora zu ihrem Onkel nach Kirkenes zu bringen, um danach wieder zu Elena und Charly zu stoßen.

Während der Abwesenheit Tonys und Alessias müssen Charly und Elena sich mit einem rachsüchtigen Bürgermeister herumschlagen, bei dem Jeannes spezielle Künste der Beeinflussung versagt haben. Es sollte ein Schauprozess gegen die Kollaborateure auf dem Marktplatz stattfinden. Gemeinsam gelingt es Elena und Charly in den Geist des entweder übernatürlichen oder von einem übernatürlichen Wesen geschützten Bürgermeisters einzudringen und den Schauprozess zum Platzen zu bringen. Eine Woche später brechen sie in den Norden auf. Ende des Monats, so heißt es, soll der russische Präsident zu Besuch in Kirkenes sein - der Widerstand gedenkt nicht, sich diese Gelegenheit entgehen zu lassen.
Auf der Reise gen Norden, verbringen Elena, Jeanne, Charly und Casanova eine wilde, gemeinsame Nacht miteinander. Außerdem halten Elena und Charly Jeanne und Casanova davon ab, ein Raketenabwehrsystem mit nach Kirkenes zu bringen - und sie beschließen ihre gegenseitige Sucht nach dem Blut des jeweils anderen mit geringen Dosen desselben in den Griff zu bekommen. Was sie zudem auf die Idee bringt, sich später möglicherweise mit der Geschäftsidee einer psychotherapeutischen Einrichtung für Übernatürliche zu beschäftigen, von denen sie annehmen, dass es da genügend Bedarf geben könnte.
Auf dem Weg nach Kirkenes wird das vorausfahrende Fahrzeug, in dem Casanova und Jeanne sitzen, angefahren und überschlägt sich. Der Unfallverursacher stellt sich als Attentäter heraus, der es auf die Beiden abgesehen zu haben scheint. Elena und Charly gelingt es, diesen auszuschalten, stellen dann aber sehr schnell fest, dass es sich mitnichten um einen Menschen handelt. Von Jeanne und Casanova erfahren sie, dass die Eisriesen weiterhin Menschen besetzen und sich die Physiologie der Menschen nach und nach der der Eisriesen anpasst.
Als Charly und Elena in ein Krankenhaus einbrechen, um Blutkonserven zu stehlen, entdecken sie den ehemaligen Heimdallmitarbeiter Eigil Hansen, der nun zum Vampir geworden seine Existenz so sehr verachtet, dass er andere Vampire gefangen nimmt, um mit dem Blut zu heilen.

Alessia und Tony indes treffen kurz hinter der schwedischen Grenze auf eine Wirtin, die ihnen eine Nachricht für den Norden mitgibt, die sie an Anuk, Kayaqut oder einen anderen Somby abgeben sollen, sobald sie in Kautokeino vorbeikommen.
Kurz vor der finnischen Grenze und später am Tag überrascht Todd - Alessias bester Freund, der gemeinsam mit ihr und dem Rest des Teams vom Vatikan gefoltert und ermordet wurde - mit seiner plötzlichen Wiederauferstehung, die sich jedoch damit rechtfertigt, dass der Vatikan und die Mächte, die hier im Norden am Werk sind, das Gleichgewicht der Welt durcheinanderbringen - und dass dabei sogar der Ort betroffen ist, an dem der Tod sich aufhält, was ihn gefährdet. Und damit die gesamte Welt. Er kündigt an, zunächst in den Süden nach Rom zu ziehen, nachdem er Alessia und Tony gebeten hatte, die für das Gleichgewicht notwendigen, aber seit ihrer Ermordung verschollenen Verträge ausschau zu halten, die mit Blut und damit bindend unterschrieben sind, und dem Vatikan und allen anderen Kräften Einhalt gebieten können, sobald die letzte, noch fehlende, Partei unterschrieben hat.
Am nächsten Abend erreichen sie Kautokeino und finden die Überreste des Massakers die die Werwölfe im russischen Militär an den Einwohnern angerichtet haben. Die Seelen auf der anderen Seite finden keine Ruhe, jedoch kann Tony dort Aslak Somby ausfindig machen. Noch bevor er den Seelen Frieden schenken kann, wird Tony zurück auf die andere Seite gerissen, als Alessia ihn vor einem Angriff der Russen in Deckung zerrt.
Schließlich flüchten sie aus der Geisterstadt und liefern Nora bei ihrem Onkel in Karasjok ab. Sie verbringen am Ortsrand die Nacht in einem schäbigen Motel, das von einem gruseligen, unhöflichen Mann geführt wird. Alessia träumt in der Nacht von ihm, einem Schatten und einer wunderschönen Frau, die gemeinsam junge, schöne Frauen und Kinder töten, damit sie in ihrem Blut baden können.
Am nächsten Morgen erwacht sie und wird von unzähligen Geistern attackiert, die sie erstaunlicherweise hören kann. Daraufhin bricht die Verbindung zwischen dieser und der Geisterwelt zusammen - was Tony sehr erschreckt und sorgenvoll zurücklässt. Auf einem Spaziergang jedoch sieht Alessia plötzlich Geister, die sie eigentlich gar nicht sehen dürfte und auch für Tony kehrt die Verbindung zur anderen Seite zurück. Was ihn einerseits beruhigt, andererseits aber auch grübelnd zurücklässt, da er befürchtet, dass nun alle Menschen und nicht nur Alessia die Geister sehen können, was sich später als falsch herausstellt. Und das wäre vermutlich das i-Tüpfelchen auf dem aktuellen Chaos. Als er auch wieder das Leuchten von Alessias Seele erkennen kann, erschrickt er, als er bemerkt, dass sie schwanger ist, denn eine weitere, ungeborene Seele leuchtet. Vorerst verheimlicht er in Anbetracht der erschütternden Visionen, die er von der Nixe zuhauf bekommen hat - und die nahelegen, dass sie ein Kind verlieren werden sowie während der Schwangerschaft von Schergen des Vatikans angegriffen werden - Alessia seine Erkenntnis. Stattdessen suchen sie eine Verwandte Anuk Sombys auf und überbringen die Nachricht, die sie aus Schweden mit auf den Weg bekommen haben. Erst am nächsten Morgen berichtet er Alessia, dass sie ein Kind erwarten. Tony und Alessia treffen außerdem auf einen Geist, der wohl dereinst norwegische Soldat gewesen war und sie bittet, seine Familie zu finden. Sie sagen ihm zögerlich zu - er verspricht dafür Hilfe im Kampf gegen ihre Feinde, indem er Todd zu Hilfe zieht. Sie ziehen weiter nach Norden und kommen bei einer alten Dame unter, deren Tochter Gynäkologin ist. Als sie auf Bitten der alten Dame den Keller ausräumen, öffnen sie aus Versehen das Gefängnis eines Geistes, der im zweiten Weltkrieg mit den Nazis kollaboriert hat und nach dem Leben der alten Frau trachtet. Alessia gerät in seine Fänge und als Tony schon drauf und dran ist, ihre Gastgeberin widerwillig zu töten, greift das Ungeborene ein und frisst - ganz nach des Vaters Erbe - die dunkle Seele, die seine Mutter gefangen hielt. Alessia berichtet, ihr gemeinsames Kind als erwachsene Frau an einem steinernem Strand in einer Vision gesehen zu haben, bevor es den Geist fraß. Die alte Frau nimmt es Tony nicht übel und gewährt ihnen auch weiterhin Obdach. Noch am gleichen Tag erfahren sie, dass sie Zwillinge erwarten, von denen eines mächtig und präsent ist und das andere Kind eher zurückhaltend. Beide jedoch sind offensichtlich in der Lage, Tony als Vater zu erkennen und ihm ihre Zuneigung zu zeigen, wenn er Allys Bauch berührt.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Di 3. Nov 2015, 14:16
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
6. Finsternis

Während Lex immer argwöhnischer wird, treffen sich Erik, Kristanna, Nael und Andrej mit Nikolai und seinem Rudel, um sich die Hexe Fiana vorzuknöpfen, die sie verdächtigen, nicht nur Karis Sohn Emil, sondern auch mindestens acht andere Kinder aus dem Flüchtlingslager Fredrikstad entführt und vermutlich gefressen zu haben. Durch ihre gemeinsame Vergangenheit, in der Fiana Andrej zum Kannibalen verdammte, soll Letzterer als Lockvogel dienen. Das funktioniert auch soweit, dass Fiana auftaucht, aber die Falle wittert. Als sie jedoch Andrej angreifen will, zögert sie zuerst und dann bricht sie weinend zusammen, wobei immer wieder die alte Fiana, die nicht so fürchterlich entstellt ist, durchschimmert. Nael und Kristanna finden in der wie durch Zauberhand aufgetauchten Hütte, die ob diverser Tiergliedmaßen, -köpfe und -innereien reichlich gruselig wird, die völlig unangetasteten acht Kinder, denen es soweit gut zu gehen scheint. Erik und Nikolai stellen sich gegen die Wölfe, die die von Andrej getröstete Fiana töten wollen - womit sich Nikolai gegen das Rudel stellt und kurz darauf aus jenem ausgestoßen wird. Andrej bringt die Kinder zurück in das Flüchtlingslager, in dem Erythia und Tyr auftauchen, die von den Leuten im Norden hierin zu einem Kontakt geschickt wurden. Fiana, eine Frau die sehr durcheinander wirkt und Anzeichen von Wahnsinn zeigt, zeigt sich für die Rettung erkenntlich, indem sie Nael verrät, dass ihre geflüchteten Verwandten in Trondheim und Kirkenes sind.
Tyr indes erreicht mit Erythia das Lager ebenfalls. Während Erythia sich in den Wald begibt, da sie Werwölfe spürt, sieht sich Tyr im Flüchtlingslager um, in das er von einem der Bewohner aus dem Norden geschickt wurde. Er erfährt, dass die Lagerleitung, die aus Russen besteht, sich weigert, das Lager winterfest zu machen.
Lex erscheint bei Nael und Andrej im Wald, während Erik und Kristanna kurz ins Lager gehen. Die überraschte Nael erfährt, dass Lex früher für den Vatikan gearbeitet hat und daher über all das Übernatürliche bescheid weiß.
Kurz darauf bringt Erythia noch Tyr zu der kleinen Versammlung in den Wald, wobei die Wiedersehensfreude sich eher in Grenzen hält. Sie machen aus, dass Fiana sich Erik und Kristanna anschließt, die andere Pläne haben als der Rest. Nikolai dagegen sucht das Abenteuer bei Nael und Andrej, die Tyr und Erythia mit der Lagerleitung helfen wollen. Sie hören sich um und stellen schnell fest, dass alles dafür spricht, dass die Lagerleitung von Eisriesen besessen ist. Mit einem Trick gelingt es ihnen, sie von den restlichen Soldaten zu separieren und Nael kann sie schließlich mit ihrem Bansheeschrei ausschalten, wonach sie, um ihre Spuren zu verwischen, die Baracken mit den Leichen anzünden.

Fiana offenbart Erik ihr auf Hühnerbeinen laufendes Haus, das sie auch unsichtbar machen kann. Sie führt einen Ortungszauber aus, der Igor in Bodø verortet. Sie parken das Auto auf der Terrasse, die es mit Wurzelwerk festzurrt, dann reisen sie in dem Haus gen Norden.
In Bodø indes trifft ein kleiner Trupp russischer Geheimdienstagenten des ALFA ein, auf der Suche nach untergetauchten Übernatürlichen und norwegischem Widerstand. Fjodor, Yekaterina und Sergej beschließen, sich als russische, verfolgte und aus Karelien geflohene Samen auszugeben und sich einzuschleusen, fliegen jedoch auf und müssen fliehen.

Elena und Charly treffen sich in einem Park nach über zwei Wochen endlich wieder mit Tony und Alessia, die ihnen auch sogleich von der überraschenden Schwangerschaft berichten, die am nächsten Mittag auch für die erste Übelkeit bei Alessia sorgt. Elena und Jeanne indes wetten beim Mittagessen, ob Jeanne Alessia innerhalb eines Monats würde verführen können, die daraufhin gleich den Weg über Tony wählt, was zu Verstimmungen bei Alessia führt. Nachdem Ally die Sonnenringe für Charly und Elena aufgefrischt hat, beauftragt sie Tony, sowohl von Elena und Charly als auch von Jeanne und Casanova Haare oder Blut einzusammeln, um einen Schutzzauber gegen Eros zu wirken. Da die letzten Beiden sich gerade in der Stadt umsehen, bricht Tony in das Zimmer ein, findet jedoch nur fein säuberlich gereinigte Bürsten vor. Er wird von der zurückkehrenden Jeanne überrascht, die ihre Magie einsetzt, um Tony zu verführen, was auch beinahe gelingt. Er kann gerade so flüchten und Ally die benötigten Utensilien bringen, die den Zauber schließlich ausführt, was Tony ob eines Rückstoßes deutlich zu spüren bekommt.
Wie es auch Elena und Charly bemerken, die mitten in einer Auseinandersetzung mit zwei anderen Vampiren in einer Gasse in der Innenstadt sind, als der Zauber zu wirken beginnt. Sie konnten zuvor herausfinden, wo die Route des Präsidenten entlangführt, dies auf einer Karte kennzeichnen, die Redezeit herausfinden und in Erfahrung bringen, dass die norwegische Krone bald durch den russischen Rubel ersetzt wird. Die einheimischen Vampire warnen Elena und Charly, nicht wieder in der Innenstadt aufzukreuzen, da sie viele seien, die Fremde nicht willkommen hießen. Zurück im Hotel angekommen, bespricht die Gruppe sich, wobei klar wird, dass Allys Zauber zumindest gegen die beiden Eros Jeanne und Casanova wirkt. Nicht jedoch gegen die Eros, die sie kurz danach aufsuchen. Jeanne und Casanova konnten Kontakt zu den Sicherheitskräften des russischen Präsidenten herstellen, die sie ins Hotel lotsen werden, nachdem jener seine öffentliche Rede beendet haben. Sie planen weiterhin, den Entführten dann in einem geheimen Versteck, welches wie ein Gefängnis gesichert ist, vor den Toren der Stadt zu bringen - welches Marie-Antoinette und dem Marquis de Sade gehört, die ebenfalls Eros sind. Während Elena und Charly diese Einrichtung begutachten, stellt Tony fest, dass die ständige Müdigkeit und Erschöpfung Alessias daher rührt, dass er seinen Fluch, das Dasein als Seelenfresser, an eines seiner Kinder vererbt hat. Er sucht den Tod auf, der letztlich nachgibt und sowohl ihn selbst als auch das Kind als seine Diener freigibt, wonach Tony so etwas ähnliches wie ein Mensch ist. Sein Leben hängt von nun an an Alessias, wie es umgekehrt bereits der Fall ist.
Am Abend beschließen sowohl Elena und Charly, der beschlossen hat, sich etwas mehr um Elena zu bemühen, als auch Alessia und Tony auszugehen. Während Alessias und Tonys Date ohne Zwischenfälle verläuft, treffen Charly und Elena erneut auf die einheimischen Vampire, die in Überzahl sind. Es kommt zum Kampf, der schließlich überraschenderweise von Noah und seinen Leuten beendet wird. Er erklärt, dass er darüber bescheid weiß, dass Elena und Charly wieder auf Vampirblut sind. Elena erklärt er für frei, da sie ihm nichts schuldig ist und sich nicht in seinem Revier befindet. Es stellt sich jedoch heraus, dass Charly sein Leben Noah gewidmet hat und nun die Wahl hat, wieder zu einem Mensch zu werden oder zu sterben. Er verschiebt dieses Vorhaben, das die wenig willige Alessia durchführen soll, allerdings auf nach die Entführung des russischen Präsidenten. Später am Abend zeigt sich Elena wenig begeistert ob der Tatsache, dass Charly die Tatsache, dass er faktisch Noah gehöre, vor ihr verheimlicht hatte.
Den nächsten Tag nutzen die Eros, sich im Inneren des Hotels, aus dem sie den Präsidenten entführen wollen, umzusehen, während Charly und Tony Fluchtwege auskundschaften. Besonders zu Tonys Beruhigung legen Elena und Alessia einen Wellnesstag ein, bei dem Elena die beiden Masseure so sehr beeindruckt, dass jene sie am Abend zum Cocktailtrinken einladen, wonach eine Ménage-à-trois folgt. Ihr Wellnesserlebnis wird jäh unterbrochen, als Charly mit einem angeschossenen, jedoch glücklicherweise nur leicht verletzten, Tony von der Erkundung zurückkehrt, jedoch vorher sicherstellen konnte, dass der Plan des nächsten Tages nicht gefährdet ist. Ally versorgt Tony mit der Zaubersalbe, die seine Wunde am nächsten Tag beinahe verheilen ließ.
Sie brechen auf, werden jedoch von Jeanne verraten, die sie an die Russen verrät. Aus dem Gefängnis gelangen sie nur dank des Trolls, der Noah holte. Letzterer verlangt nun Charly, wonach sie ihm das Angebot unterbreiten, Ally würde ein Amulett verzaubern, das ihn mit seiner Jugendliebe Maria kommunizieren lässt im Gegenzug für Charlys Freiheit. Nach einem Vorgeschmack und dem Versprechen, am nächsten Tag mit dem Amulett aufzuwarten, warnt Maria Ally, Noah würde mit den Russen gemeinsame Sache machen, die ja immerhin mit den Seelenfressern zusammenarbeiten - und jene seien in der Lage, ihr einen Körper und damit Noah zurückzugeben. Maria selbst ist davon allerdings weniger begeistert und verspricht, ein Auge auf Noah zu haben.
Derweil beginnen Alessia und Tony sich zu streiten, da Tony sich nun als Mensch nicht in der Lage fühlt, sie und die ungeborenen Kinder zu beschützen, woraufhin erst Tony für ein paar Stunden und anschließend Alessia für den Rest der Nacht verschwinden und das alles zu eskalieren droht. Alessia versteckt sich in der Bibliothek beim Sammler, der sie mit in seine Dimension nimmt, die alle Bibliotheken auf der Erde miteinander verbindet. Dort stellt sie gemeinsam mit dem Sammler das Amulett für Noah her, das jedoch ein Hintertürchen aufweist. Sie hat ein Pendant zu dem Amulett, so dass sie es auch aus der Ferne verzaubern kann. Charly und Tony beschließen um sein Selbstbewusstsein willen, miteinander zu trainieren. Nachdem Elena Alessia in der Bibliothek besucht hat, das Amulett geholt und es an Noah weitergegeben hat, der verspricht, sie alle fortan in Ruhe zu lassen, lauert Jeanne ihr mit ein paar Soldaten vor ihrem Hotel auf, die dabei offenbart, Casanova eingefangen zu haben. Der Troll holt Tony und Charly von den gemeinsamen Schießübungen zurück. Gemeinsam können sie den anschließenden Kampf für sich gewinnen, wobei Jeanne verletzt wird, jedoch verschwinden kann. Sie beschließen in das Hotel des Präsidenten zu ziehen, da sie dort vermutlich niemand erwarten wird. Tony sucht Alessia auf, woraufhin sie sich vertragen und gemeinsam in die weltliche Dimension zurückkehren.
Dort wird Alessia alsbald von Jeanne entführt und lebendig begraben. Charly, Elena und Tony finden Jeanne in dem Haus von Marie-Antoinette und Marquis de Sade, die beide tot und voller Vampirmale sind. Jeanne verrät das Grab Alessias, der bald die Luft auszugehen droht, im Tausch gegen ihre Freiheit, die ihr auch gewährt wird. Außerdem weist sie darauf hin, dass Noah wahnsinnig geworden scheint und Giacomo gefangen hält, um aus ihm einen Kontakt zu anderen Seelenfressern, die mit den Russen kooperieren, herauszupressen, die seiner geliebten Maria einen Körper schenken könnten. Elena und Charly finden Noah in seinem Hotelzimmer, nachdem sie Alessia hatten befreien können und drohen ihm ihn dem Sonnenlicht auszusetzen und zu töten, wenn er Giacomos Aufenthaltsort nicht verrät, welcher sich als altes Schwimmbad herausstellt. Jedoch greifen seine Männer ein, so dass sie fliehen müssen, aber Giacomo schließlich retten können. Aus Angst vor Noahs Rache sehen sie zu, Kirkenes schnellstens zu verlassen.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Di 12. Apr 2016, 12:33
Profil Website besuchen
Teamaccount
Benutzeravatar

Registriert: Do 23. Apr 2009, 21:38
Beiträge: 1379
7. Naglfar

Während Tyr und Lex im Flüchtlingslager Fredrikstad gemeinsam mit den Soldaten und als eben solche getarnt, die Brände löschen, die sie ja selbst mit ausgelöst haben und sich an den Aufräumarbeiten beteiligen, überlegen Nael, Nikolai und Andrej auf Hinweise von Zivilisten, die nicht sonderlich traurig über das Ableben der Lagerleitung scheinen, wie es mit dem Lager weitergehen sollen. Erste Gedanken keimen, dass sich die Norweger selbst darum kümmern sollen. Nur, wie sie die Russen davon fernhalten, scheint zunächst ein Problem.
Tyr verbringt ein wenig Zeit draußen im Wald bei Erythia, die von ihrem Ausflug, bei dem sie sich Informationen von den Tieren versprochen hatte, nicht zurückgekehrt war. Es stellt sich heraus, dass sie es vor lauter Wohlsein schlicht verschlafen hatte. Als er zurückkommt, trifft er Jari, mit dem er früher auf den Straßen Oslos herumgezogen, gestohlen und gedealt hatte. Der versucht zunächst, schwer auf Entzug, Tyr zu erpressen, jedoch kann dieser ihn schnell davon überzeugen, dass er ihm helfen kann - und so lässt er sich scheinbar helfen.
Nael, Nikolai und Andrej indes organisieren mit anderen Zivilisten ein Treffen am Abend, bei dem es darum geht, wie es jetzt ohne die Lagerleitung weitergeht und wie sie die restlichen Soldaten auch los werden. Kurz darauf, während Nikolai im Wald jagen geht, entdecken Nael und Andrej auf den Aushängen einen weiteren Nachkommen von Hallthor, den sie kurz darauf im Lager ausfindig machen können. Es dauert nicht lange, da hat Nael ihn in den Wald gelockt und mit ihrem Bansheeschrei getötet. Während Andrej sich um die Überreste kümmert, unterhalten sich Nikolai, von seiner Jagd zurückgekehrt, und Nael darüber, dass er sie und Andrej auf den Weg nach Trondheim, wo sich weitere Nachkommen Hallthors aufhalten sollen, zu begleiten. Andrej erklärt sich später einverstanden. Weiterhin knüpfen sie Kontakte zum Schwarzmarkt. Später am Abend eröffnete Andrej Nael, dass es besser wäre, wenn sie ohne ihn weiterreist, denn die Frau, der er sein Herz schenkt, ist zu dem gleichen Fluch verdammt, wie er selbst.
Indes vergiften Tyr und Lex mit Jaris Hilfe das Essen der Soldaten, der ihnen später eröffnet, dass Oslo dem Erdboden gleichgemacht wurde. Als Erythia von dem vergifteten Essen und den damit einhergehenden Massenmord an den Soldaten erfährt, verschwindet sie geschockt und lässt sich auch nicht mehr auffinden. Andrej indes eröffnet Nael, dass er Gefühle für sie hegt und sie damit automatisch in der Gefahr schwebt, Fianas Fluch ebenfalls abzubekommen. Schweren Herzens verlässt Andrej die Gruppe. Ebenfalls bleibt Lex im Flüchtlingslager zurück.
Zwei Wochen später treffen Nael und Nikolai wie verabredet in einem gar nicht so sehr, wie erwartet, zerstörten Trondheim auf Tyr. Hier sollen sich Naels Verwandte verstecken, wie Fiana ihr zuvor ja offenbart hatte. Tyr jedoch, dem allmählich aufging, was Nael genau mit ihr und ihrer Tochter vorhat, warnt beide, so dass sie rechtzeitig aus der Stadt entkommen können.
Jene selbst ist erstaunlich verlassen, leer und verdächtig ruhig.

Erik und Kristanna erreichen ein Plateau vor Bodø, auf dem sie zunächst mit Fiana zu frühstücken gedenken. Wobei sich das als gar nicht so einfach herausstellt, denn die Hexe beliebt giftige Speisen zu essen. Letztlich fängt Erik einen Hasen und während Fiana den zubereitet, kommen zwei Männer des örtlichen Widerstands hinzu. Es gelingt, dass die Situation nicht eskaliert und sie laden sie nach Bodø ein, wo sie in Ruhe nach Igor suchen dürfen. Entgegen der Angaben der beiden Männer, die sich bald wieder auf den Weg machen, eröffnet Fiana ihnen beim Essen, dass es sehr wohl Russen im Ort gibt. Diese Aussage bestätigt sich, als sie später in den Ort gehen, der zunächst menschenleer wirkt. Harald und Hakon, die sie zuvor im Wald getroffen haben, laden sie jedoch bald ins Rathaus ein - wo der Bürgermeister ein Gespräch mit Erik und Kristanna ablehnt. Überraschenderweise für beide nennt sich jener Bürgermeister Erik - es handelt sich jedoch eindeutig um Igor, der ganz und gar nicht wie ein Vampir wirkt. Nach der Absage eines Gespräches erklärten Harald und Hakon sich bereit, mit einigen des Widerstandes später zur Hütte zu kommen, damit man sich in Ruhe unterhalten kann. Erik ist das wenig geheuer und sie beschließen, die Hütte um 200 Meter zu verlegen und zu tarnen. Erik ist es auch, der ganz erstaunt ist von Kristannas Ausrüstung. Von ihr lässt er sich zeigen, wie man mit einer Schusswaffe umgeht, für den Fall, dass sich das angekündigte Treffen um eine Falle handelt. Dass auch Fiana in eine solche verwickelt sein könnte, planen beide mit ein.
Da das Treffen noch eine kleine Weile hin ist, geht Erik an den Strand, um die Lage auszukundschaften. Dort trifft er auf Is, einem Eisriesen, der äußerlich mit seinem Eiszapfenhaar, den blauen Lippen und eisblauen Augen einer anderen Welt entsprungen scheint. Nachdem es zunächst zu einem friedlichen Gespräch kommt, kommt es schließlich doch zu einem Kampf, bei dem Erik das blaue Blut des Eisriesen trinkt und dadurch unter seiner Kontrolle steht. Entgegen der Absprachen trifft auch Kristanna am Bootshaus ein und als es erneut zum Kampf zu kommen scheint, besinnt sich Erik schließlich und sie lassen Is vorerst alleine.
Zum vereinbarten Treffpunkt kommen dann auch nicht Harald und Hakon, sondern Igor höchstselbst. Ebenso findet sich Is ein. Es kommt zum Kampf, bei dem es mit Igors Hilfe gelinkt, Is auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen. Igor selbst offenbart, dass Kristannas Tochter noch lebt - wenn auch als Vampir, der dank Fianas Magie bis zum Erwachsenenalter altert - und es sich um seine Tochter handeln soll, was er mit einem Bild aus der Renaissance und einem aktuellen Photo, das zwei identische, junge Mädchen zeigt, zu belegen versucht.

Elena, Alessia, Tony und Charly indes erreichen Hammerfest und erholen sich erst einmal in einem Luxushotel von den Strapazen der vergangenen Woche. Als sie jedoch ein Theaterstück besuchen wollen, dem Charly aus purem Desinteresse fernbleibt, übernimmt ein Eisriese einen der Schauspieler. Er übernimmt weiterhin die Kontrolle über mehr und mehr Besucher. Als Elena ihn angreift und sein Blut trinkt, kann auch sie seinem Einfluss nicht entrinnen und wird von dem Wesen ferngesteuert, so dass Tony und Casanova keine Alternative dazu sehen, als sie kurzerhand auszuknocken, während Alessia sich des Eisriesens annimmt.

_________________
Teamwork hat den großen Vorteil, daß man nie allein verantwortlich gemacht werden kann.
Willy Meurer (*1934)


Mi 27. Sep 2017, 14:44
Profil Website besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.   [ 8 Beiträge ] 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron